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Gespräch · · 1:20:51

„Hafen gestalten?“

Was passiert im Rheinhafen, wer sind seine Akteur:innen, und wie ließe sich der Ort weiter öffnen? Talk mit ato, KIT Innovation HUB und Janosch Ottenschläger.

Mitschnitt · 1:20:51

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Sprecher:in 1: läuft die Aufnahme schon schön, dann würde ich mal alle herzlich willkommen heißen, die es heute in den Rheinhafen Karlsruhe geschafft haben. Wir freuen uns sehr für diejenigen, die noch nie da waren. Diese Dialog Runden sind uns auch deshalb so wichtig, weil wir Expertinnen Fachbereichs übergreifend zusammenbringen wollen und zu jeweiligen wochenends Themen dieses Wochenendes ist das Thema Hafen gestalten, jeweils verschiedene Leute und Perspektiven einladen, sich ja dem Thema zu widmen und auch in Zukunft darüber hinaus dann hoffentlich miteinander zu arbeiten und Dinge zu entwickeln, die mit nachhaltiger Infrastruktur zu tun haben. Ich freue mich sehr, dass ich begrüßen kann. Dr Andreas Gerdes, Leiter des K I Innovation Hubs und ja treuer Begleiter dieses Projektes werkstatt palast. Andreas kommt eigentlich aus der würde ich sagen klassischen bachem und er hat sich ja aus dieser Blase hinausbegeben um mit uns den WERKstattPALAST zu bauen, weil Andreas korrigiere mich, wenn ich da falsch liege, aber Infrastruktur für euch tollerweise nicht nur ein baulich gegebenes Element darstellt, sondern eben der den Bau einer gesellschaftlichen Konstruktion auch mit sich bringt. Deshalb sind wir hier im Rheinhafen und haben ja auch mit diesem Schritt den WERKstattPALAST hier zu positionieren. In gewisser Weise Infrastruktur auch vielleicht schon gebrochen oder leicht verändert, zumindest

Sprecher:in 2: temporär sogar geschaffen. Nicht wenn wir uns hier umschauen, das ist Infrastruktur und ich glaube, das war eben auch in den letzten Wochen eine nicht nur interessante Bereicherung unserer wissenschaftlich technischen Arbeit am Innovation ha, sondern auch eben eine sehr große menschliche Bereicherung und ich glaube, das ist heute gerade bei technischen Themen extrem wichtig, um Schritte vorwärts zu machen. Die Zeit der Technokratie ist, glaube ich, vorbei, und da freuen wir uns auch auf den Dialog nach dem WERKstattPALAST, denn Aton, der Caen Ovation haben beschlossen, dieses Projekt fortzuführen, wenn auch auf einer anderen Ebene, um dann eben auch Rückzu spiegeln in die Gesellschaft hinein zu unseren Bürgern, wie wichtig die Infrastruktur ist und was wir dazu zu leisten haben, und zwar von oben, von der Politik bis runter zu jedem einzelnen Bürger in.

Sprecher:in 1: Danke, Andreas, ich freue mich auch über Janosch Otten Schläger, der aus München angereist ist und am Donnerstag schon einen finde ich wahnsinnig eindrucksvollen Einblick in eine visionäre Masterarbeit, ja mitgebracht und ermöglicht hat. Und zwar hast du 2008 in Architektur und Stadtplanung abgeschlossen am K i T. Und hast dich mit Kreislauf beschäftigt. Dazu werde ich dich gleich noch mal fragen für die, die Donnerstag nicht da sein konnten, was du unter der Kreislauf ad verstehst, aber als praktisches Beispiel oder als tolle visionäre Utopie hast du dir den Karlsruher Rheinhafen rausgesucht und hast eine komplette Neuplanung des Hafens auch dich da ran, getastet und mutig überlegt. Wie könnte der Hafen nicht nur weiter für die Stadtgesellschaft geöffnet werden, sondern letzten Endes sogar ein eigener Stadtteil werden? Darüber möchte ich heute auch sprechen, inwiefern Visionen und Utopien auch zumindest in Teilen in die Wirklichkeit überführt werden können. Ich freue mich sehr, dass du heute auch noch mal hier bist, ich selbst bin Norina Quinte und ja, begleite das Projekt WERKstattPALAST aus künstlerischer Seite. Und um das jetzt noch mal zu erklären Bis vor zwei Wochen ungefähr hatten wir noch weitere Zusagen von Dialogpartnern in dieser Runde, die aus verschiedenen Gründen abgesagt haben. Es war zum Teil auch eine Scheu spürbar, sich dem Thema überhaupt also sich auszudrücken, weil es natürlich klar war Wir nehmen diese Gespräche auf, auch vielleicht für jede Person wichtig, die nachher was dazu sagt, Da wir im kommenden Jahr mit nem wahrscheinlich Berliner Architektur Verlag eine Publikation erstellen, wo genau diese Gespräche auch noch mal weiter ja zum Tragen kommen werden. Und es gab ich möchte da keine Namen nennen oder auch keine Institutionen oder öffentliche Stellen, aber verschiedene Absagen in der letzten Zeit, wo man klar gespürt hat, irgendwie ist es ein brenzliche Thema. Dann haben wir überlegt wie machen wir das eigentlich, wenn wir ohne die entscheidenden Personen so einen Dialog starten? Aber wir haben uns dann doch dafür entschieden, worüber ich mich sehr freue. Ich freue mich auch schon, dass ich ein paar Gesichter erblicken kann, wie zum Beispiel Klaus Fehrenbach, der auch hier am Tisch sitzt. Also bitte jederzeit auch mitsprechen oder an alle. Ich freue mich über Oana Krämer, die heute natürlich privat hier ist, also nicht in ihrer Position, fürs Stadtplanungsamt zu arbeiten, Aber ich freue mich, dass du dir die Zeit nimmst und auch hier bist. Ich freue mich, Dominika Schue zu entdecken. Leitung des Kulturamtes Also ganz schön, dass da Interesse besteht, mit zu sprechen oder auch mit zuzuhören. Ja, ja, freut mich. Und zwar hat Klaus Ferb vor 20 Jahren diesen Platz hier gestaltet, ist Architekt und hat einen Auftrag bekommen von der Stadt damals oder mit überlegt, wie man diesen Platz konzipieren kann. Und du kannst gerne schon gleich einwerfen oder korrigieren

Sprecher:in 3: Ja, also das mache ich gerne, weil mit dem Rheinhafen verbindet mich schon sehr viele Jahre, verbinden mich da berufliche Tätigkeiten als Planer. Ich selber stamme auch von einer Rheinstadt. Ich komme aus Südbaden, aus Rheinfelden, bin also am Rhein aufgewachsen, habe also von daher auch immer eine Affektion, eine Liebe gehabt. Zu Städten am Am Fluss Karlsruhe ist keine Stadt am Fluss. Das ist mit ein Thema. Ja, eigentlich ja, aber dann wieder nicht, weil da der Fluss ist, ja ziemlich weit weg vom Stadtzentrum. Das merkt jeder, der hier rauskommt. Ich selber hatte einen großen Auftraggeber als Planer, das ist 11 Firma, ein großes Industrie. Hobel im Rheinhafen, die Firma Pinus Moco Pinus die Massivholz hobeln, profilieren, eines der größten Hobel Were in Deutschland Für die habe ich viele Jahre, also Verwaltungsgebäude geplant, Hallen geplant, habe damit auch Zugang gehabt zu Firmen, die hier am Rheinhafen sind. Ein Format war damals gewesen, die Rheinfahrt auf dem Schiff Ms Karlsruhe Mit allen Firmen, die hier Anleger sind, und da hat man so ein bisschen mitgekriegt, was das eigentlich für eine Bedeutung hat. Rheinhafen ist ja glatt nach Duisburg, der zweitgrößte immer noch Binnenhafen Deutschlands und

Sprecher:in 1: wobei ich da gestern korrigiert wurde und gesagt wurde, dass ein Mythos, was ich auch interessant fand, weil gestern war der ehemalige Vertreter von Frau erkor hier, mit dem ich länger sprach, der mittlerweile pensioniert ist, aber noch Hafen anbietet. Und ich habe ihm auch gesagt Das ist ganz toll. Wir haben jetzt gelernt, dass der zweitgrößte Hafen Deutschlands also binnenhafen. Dann hat er gesagt Nee, leider sind wir jetzt auf Platz sieben. Also der war ganz traurig darüber, aber trotzdem Platz sieben. Also wie wie du sagst, weil wir bei der Eröffnung waren, auch um die 150 Personen hier, die nicht aus Karlsruhe kommen und die Resonanz war eigentlich hauptsächlich wie Karlsruhe liegt am Rhein, Das haben die in der Schule nicht. Also niemand hatte das Geographisch so richtig auf dem Schirm. Ja, das ist es, das hafensperre da vorne ist

Sprecher:in 3: ja genau und jetzt? Der Punkt war dann der damals gab es den Hafen Direktor, der Herr Schwarzer Alexander Schwarzer, der leider nicht sehr lange im Amt war. Er ist relativ früh gestorben und das war ein Mann der Tat, muss man sagen, Es war kein Verwalter, es war ein Gestalter, und das war für ihn auch immer wichtig, dass der Hafen sich nach außen zeigt und es war damals eben über diese diese Auftraggebers seit im Rheinhafen sind wir in Kontakt gekommen, dann ging es um die Anlegestelle. Es hat eigentlich ganz blöd angefangen. Ja, wir brauchen eine Warte, eine Warte. Häusel für die also wie so eine Bushaltestelle für die Passagiere von MS Karlsruhe, was könnte man da machen und nicht hin und her? Und so fing es an, und wir, die Idee war dann damals das steht ja heute noch, finde ich ganz toll, über fast 30, also fast 30 Jahre steht das Zelt jetzt da. Das haben wir damals mit einer Ingenieur also so so so eine Membran bei Membran konstruktionsfirma entwickelt und hingestellt, da ging es auch ums Geld. Schon damals, und dann hat man gesagt Okay, da gibt es so Werbeflächen auf diesem Holz drauf, die zum Teil jetzt noch hängen. Es sieht alles ziemlich prekär aus, ist vielleicht auch ein Zeichen, wie lieblos umgegangen wird mit den Dingen. Das war damals jedenfalls ein richtiger Kracher, zumal man dann noch die Idee hatte, Mensch, man könnte doch die Leute mal ans Wasser runterkommen lassen. Es gab es, es gab die Steilufer, die man teilweise noch sieht, und dann ist die Idee auch mit dem Hafen Rektor damals entstanden. Mensch, lass uns doch so eine so so so ein Amphitheater machen, ja, und die Idee mit der Seebühne, das waren Dinge, das waren so Spieler der Ideen eigentlich, aber man hat es dann einfach gemacht und von Stund an gab es dann auch die Hafenkultur fest, die jedes Jahr einen ziemlichen Anziehungspunkt haben und das war damals, es ging noch weiter, wir wollten dann den Zugang besser machen mit Fahrrad, mit mit den Fußgängern von der Brücke runter und ein Zeichen setzen, Hier ist der Hafen und einen großen Kran hinstellen und was auch immer alles ideen die Idee war, wirklich Karlsruhe an den Rhein zu holen, aber viel mehr wie das was jetzt hier steht, ist eigentlich nie entstanden und das was ihr jetzt hier gebaut habt mit diesem ja Bauwerk, das zeigt eigentlich das Potenzial, was man hier machen kann. Und also ich selber hab hab feste hier schon gefeiert, die Leute kamen von Karlsruhe, haben her, das haben wir gar nicht gewusst, dass es so einen Platz gibt überhaupt und eigentlich ist ungeheuer viel Potential da, was aber auch wieder. Und jetzt kommt da der Wermutstropfen Das Thema entwickeln der Staat zum Mensch Duisburg und Binnenhafen. Mach doch mal hier wohnen und lo hier, das sind doch die irren Gebäude, das wurde eigentlich immer relativ stark abgebügelt, muss man auch sagen von der planerischen Seite nicht unberechtigt, weil weiß jeder, der mit Baurecht und Planungsrecht zu tun hat. Sobald ich hier jetzt Wohnungen installiere, entstehen Rechte und Begehrlichkeiten und es ist ein Hafen, da wird produziert, da wird sehr viel, das ist ein Thema, das wird auch zum Teil ziemlich kritisch gesehen, es ist ja eigentlich kein Hafen, wo jetzt große Güter Container herkommen und umgeschlagen werden, nein, es kommt Kohle her, und es wird vor allem deshalb er gesehen, es ist eine riesige Halle gebaut worden, in dem Jahr in Betrieb gegangen, und zwar Recycling, Material, Recycling. Da können sie wahrscheinlich sehr viel mehr noch dazu sagen, was da passiert im Moment, was nicht unbedingt unkritisch ist, weil das hat auch was mit mit der Verschmutzung zu tun, das hat mit Feinstaub zu tun und Dingen, die man versucht zu vermeiden. Aber das war dann immer gleich die große Keule, die dann kam träumt weiter Hafen Hier wohnen und vergesst es! Es ist ein Gewerbegebiet, ein Industriegebiet mit ganz großen Auflagen, die, was jetzt gerade die, die luftreinheit Reinheit angeht und und dergleichen, das muss man einfach sehen. Vielen

Sprecher:in 1: Dank, ich würde das Thema wohnen, nämlich steht auch noch auf meiner Liste, später das in jedem Fall im Kopf behalten oder wir alle und vorher ist noch einmal einen kurzen bevor ich dich nachher auch noch frage warum? Du? Ne die, die Frage mach ich jetzt noch die, schiebe ich ein weil Du hast gesagt, hier wurde diese Treppe gebaut und in Plattform, äh, kannst du dir vorstellen warum fehlt dann eine Bespielung? Weil als wir zum Beispiel anfingen zu überlegen wie können wir die Fläche nutzen, wie können wir aktiv werden? Waren wir natürlich durchgehend im Dialog, auch mit den Rheinhäfen, und als ich fragte, ob man die Plattform bespielen kann, als performative Ebene, als für ein Konzert oder so, wurde gesagt Nee, die ist vorwiegend für Motorrad Clubkarten Besitzerinnen. Dass die da mal irgendwie auch Fotos selber machen können, unten oder ab und zu zum Hafenkultur fest Kannst du dir vorstellen, woran es denn scheiterte, dass es keine Bürger offene Bühne ist, wenn man so

Sprecher:in 3: möchte, schwierig ich, ich bedauere das auch, das hängt, es hängt mit einzelnen Personen zusammen. Und was ich sehr schade finde ich weil Vati war die Hafen Direktorin denn jemals bei euch, bei einer Veranstaltung hier also

Sprecher:in 1: bisher nicht, also war natürlich auch herzlich heute eingeladen und sie kann leider nicht, und als ich aber fragte, wer denn vertreten kann, das war ganz interessant. Es gibt niemanden, dem eine Vertretung oder der eine Vertretung zugetraut wird. Gestern hatte ich netterweise, aber hier diese Begegnung mit dem vorigen Vertreter, der vielleicht auch heute noch kommt. Ich bin gespannt, hat gesagt, er kommt wahrscheinlich, aber wir sind quasi durchgehend verabredet, aber es ist noch nicht dazu gekommen.

Sprecher:in 3: Ja, also, das ist wirklich schwierig, und ich selber versuche es auch schon seit vielen Jahren. Es gibt auch ein Projekt, was ich auch seit 20 Jahren schon ein Stück weit Versuche voranzutreiben mit den Stadtwerken zusammen, weil die Stadtwerke sind ja auch ein Player, das Gebäude nebendran gehört, den Stadtwerken, das ist ein Pumpwerk, und es sind Ideen, die sind wirklich schon recht konkret. Ja, und das ist ganz, ganz mühsam. also ein Hölzchen aus Stöckchen und man hat wirklich das Gefühl der schwarzer das ist wirklich schade, dass es den immer gibt und da siehst du, wie das von leuten abhängt. Der schwarze hätte das vorangetrieben, aber die leute die jetzt da am ruder sind, das ist für die nicht wichtig, das ist nicht interessant und ständiges bemühen also ist ein bisschen auch so. Unsere berufskrankheit sage ich mal die leute auf Ideen zu bringen, den leuten positive visionen also nicht die von Helmut Schmidt, sondern die anderen zu implantieren Stellt euch das doch mal vor was man da machen kann und da ist potential da und es ist ja auch da ist ja auch wertschöpfung möglich. Das ist ja nicht so bestes beispiel habe ich auch einiges damit zu tun gehabt im Kreativ Park im Schlachthof, da haben sich vor 30 Jahren haben wir zu hören gekriegt. Kultur geht fort, das kostet nur Geld, braucht kein Mensch, wir brauchen Autohäuser, Autohäuser, Autohäuser, inzwischen ist es kreativ Gewerbe, ich glaube nach Chemie und nach nach Kfz Produktion das zweite oder dritte Potenzial von Wertschöpfung und das sind einfach Dinge, da muss man Leute auf Ideen bringen, und das hängt an personen. Man muss, man darf nicht nachlassen und ich glaube was ihr hier macht, ist eine tolle sache, aber man muss es wirklich, denn man muss die leute an den ohren hierherziehen ist leider die erkenntnis

Sprecher:in 1: vielen dank wo wir gerade bei visionen oder ideen sind. Da war ich deshalb auch so dankbar auf diese masterarbeit von dir zu stoßen. Janosch hier soll ja eben auch diese Dialoge tragen dazu bei, dass man Infos teilt, auf den Tisch legt, was nicht in Schubladen verkommen soll, Utopien schafft und auch davon lernt, was schon mal produziert worden ist. Eben wir denken er finden ja die Räder nicht täglich neu, sondern es geht darum, vielleicht Zahnräder neu zu erfinden oder so und was mir so gefallen hat an deiner herangehensweise du hast natürlich sehr mutig gehandelt, sehr utopisch und könntest du einmal erklären, wie du darauf kamst, dass der Rheinhafen eigentlich eine überarbeitung benötigt?

Sprecher:in 4: Spannende und wichtige Frage da muss ich auch noch mal kurz überlegen ich möchte mich auch kurz bedanken, auf jeden Fall für die Einladung schon mal und auch für das tolle Format hier am Rheinhafen und auch die Aktion, dass dass einfach Bürger Dialoge oder auch Künstler Dialoge et cetera, stattfinden können und dafür hier diese, diese aufwendige Konstruktion geschaffen wurde. Das ist auch, was ich mir damals auch bevor ich diese Arbeit begonnen habe, erhofft habe, dass vielleicht auch aufgrund meiner Arbeit dann dadurch solche Dinge entstehen. Mich hat es dann beruflich erst mal in eine andere Richtung gezogen, deshalb habe ich das dann leider nicht mehr weiter verfolgt. Aber wie du sagst, dass die ganzen Ideen sollten nicht in Schubladen verkommen und auch ja einfach der breiten öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Und dazu hatte auch der Vortrag am Donnerstag gedient. Was ich vielleicht mir damals überlegt habe, war erst mal un ganz unbewusst oder unbefangen auch einen Ort zu suchen, der vielleicht nicht mit mit wohnen oder ja wie kann man sagen nicht nicht mit einem gewissen Format, was was dem Schutze sozusagen schon einen Ort sucht, der eigentlich städtebaulich und stadtplanerisch erst mal unbefangen ist, unbefangen was was sozusagen auch eine, ja eine geschichtliche Struktur betrifft, aber auch einfach eine eine struktur, die sich die sich weiterentwickeln lässt und die sich so im Ganzen großen und Ganzen auch, ja vielleicht nach außen hin gar nicht so öffentlich wirksam zeigt und genau das Thema mit dem Rheinhafen kam insofern zustande, dass ich mir erst mal nicht einzelne Gebiete angeschaut habe, sondern dass ich mir erst mal die Lage und die die Verortung im gesamten Landkreis und Gesandten Stadtkreis Karlsruhe zu Herzen genommen habe und darüber hinaus geschaut habe. Welche Bedeutung hat denn der Hafen eigentlich für die ganzen anderen Gebiete und nicht für den Hafen, als als der Hafen selbst, Sondern genau erst mal eine ganz große Brille versucht aufzusetzen und versucht eine gewisse Rolle, eine gewisse in Identifikation herauszukitzeln aus diesem Gebiet.

Sprecher:in 1: Man sieht das auch ganz schön, als du gezeigt hast. Am Donnerstag hat man Pläne gesehen, eben vom ganzen Landkreis Karlsruhe und auch sogar noch breitflächig, glaube ich. Gab's eine Skizze und da war der Rheinhafen ja interessanterweise wirklich das Herz, also auch bildlich dargestellt das Herz, was in alle anderen Umfelder, ja Kreisläufe, Materialien, ausströmt, Personenverkehr zulässt und so was liegt denn so Tolles im Hafen, als dass er das so wichtig macht,

Sprecher:in 4: also die die grundlegende Herangehensweise war, war eigentlich folgende Und zwar ich bin in der Erarbeitung dann relativ schnell und auch vor allem in der theoretischen Erarbeitung sehr schnell darauf gekommen, dass gewisse Strukturen eine ganz neue Perspektive brauchen. eine ganz andere, einen ganz anderen Blickpunkt einnehmen sollten, und dieser Blickpunkt hat sich eigentlich ständig immer ins Gegenteil verkehrt. Und dann bin ich eigentlich darauf gekommen, immer gewisse Dinge, die man die heute, heute sozusagen state auf die Art sind, also sehr, sehr gewöhnlich und nach dem Motto so macht man es halt versuchen ins Gegenteil zu verdrehen und dadurch ganz andere neuen Perspektiven Schnittstellen, Blickpunkte, Blick, Beziehungen, gesellschaftliche Strukturen, ökonomische Strukturen umzukehren und dadurch auch in im Hinblick natürlich auf diese Utopie oder Real Utopie, wie es genannt hatte, zu erarbeiten. Und das sind natürlich einige einige Themen bei bei aufgetaucht und ein Thema was ich sehr deutlich ins Gegenteil verkehrt hatte ist sozusagen das lineare Wirtschaften, und das hat natürlich damit zu tun, dass ich mich mit dem Thema der Kreislauf auseinandergesetzt habe und das Wort Kreislauf impliziert ja schon, dass es sozusagen Anfang und Ende gibt, was aber sich überlagern sollte und da gesellschaftliche Kreisläufe oder auch Material kreisläufe eine ganz wichtige Rolle bei Spielen.

Sprecher:in 1: Ganz konkret schilder uns doch noch mal auch für die, die Donnerstag nicht dabei sein konnten. Wie würde sich denn in deiner utopischen Vorstellung oder in deinem Plan wie verändert sich da der Hafen, was ist da anders als wenn wir jetzt durchfahren würden? Schon das Durchfahren verändert sich. Erzähl mal

Sprecher:in 4: genau also ähm mein Ansatz war eigentlich zu sagen, es gibt keinem also es geht häufig aus vom, vom thema der Materialität ich der jetzt auch Experte im Bauwesen ist im Hochbau und sich auch mit den Ressourcen und so weiter. Auseinandersetzt und gerade das Thema nachhaltiges Bauen et cetera, sehr in der in der Mode ist oder auch im Kommen natürlich und auch unabdingbar wird in Zukunft, da ging vieles davon aus sich eigentlich mit den Materialität und mit einer gewissen Art der Ressourcenverschwendung sowohl der Flächen Verschwendung als auch der der Materialien, die notwendig sind, um bestimmte Gebäude oder Strukturen zu entwickeln, zu bauen, neu zu erfinden und die Auseinandersetzung war, dass es sozusagen in einem gewissen Gebiet auf kleinster, geographischer Ebene eigentlich recht viel gebundene Materie vorhanden ist. Und die haben wir seit oder importieren wir seit vielen Jahren natürlich auch aus verschiedenen anderen Kontinenten der Welt, und wir beschäftigen uns aber gar nicht damit, oder beziehungsweise gerade hier im Rheinhafen gibt es dann eben diese Recycling Betriebe, wo diese Materialität zwar verarbeitet werden, sie durchlaufen aber nur den Prozess eigentlich der des aufbereiten und werden dann wieder an ganz andere Stellen in Deutschland verteilt oder gehen weit raus in die Welt. Und so eine Symbolik, die damals sehr schwer wog und auch eine sozusagen harter Cut war. Einfach zu sagen, es gibt gar keinen Hafenbetrieb als solchen mehr, in dem Schiffe ein und ausfahren, sondern es gibt quasi das Hafen sperrt, das wird symbolisch geschlossen und man muss damit anfangen, sich mit den Materialität, mit den Ressourcen, die wir eigentlich seit seit, ja seit der Industrialisierung sozusagen hier eingebracht haben uns auseinandersetzen. Und wir müssen ganz neue Handlungsweisen entwickeln, wie wir mit diesen Materialien umgehen und vor allem natürlich im Hinblick auf die globalen Veränderungen und uns dadurch auch erst in einem gewissen Rahmen einer ganz neuen Welt der Nachhaltigkeit oder einer ganz neuen Sicht der Nachhaltigkeit widmen.

Sprecher:in 1: Das ist, äh ja, sehr visionär, ich versuche jetzt mal noch, dich noch mehr zu packen bei dir, bei dem Ja Bild, was du geschaffen hast, also erklär mir mal, wenn du jetzt irgendwie in deiner utopischen Rheinhafen Gegend ankommen würdest, was wär denn da? Also, das habe ich noch nicht vor Augen, quasi wie wäre ein Besuch im Rheinhafen Karlsruhe. So wie du ihn gezeichnet hast,

Sprecher:in 4: meinst du sozusagen als dieses Schlussbild ja, was ich okay? Das Ziel war, einig zu sagen Es gibt in einem bestimmten zeitlichen Horizont, und es gibt einen ersten Prozess, der ist, der war gestreckt über die nächsten zehn Jahre, eigentlich also bis 2030, und ich

Sprecher:in 1: meine das ganze Endbild was ist,

Sprecher:in 4: ja komme ich gleich und zwar dort. In diesem Zeitraum werden Strukturen geschaffen, die sich eigentlich vor allem damit auseinandersetzen, wie ich Materialien hier an Ort und Stelle aufbereiten kann, um weiterzubauen, weiterzumachen, weiter Gebäude entwickeln zu können. Und da habe ich erst mal auch dieses Potenzial des Rheinhafen eigentlich verortet und habe gesagt es gibt doch so viele Player, so viele tolle Firmen Experten, die die wirklich ja herausragend sind auf ihrem Gebiet und auch eine ja eine gewisse Wirtschaftlichkeit oder auch Kapazität auch haben, um solche Dinge weiter zu entwickeln und ab diesem Zeitpunkt ist sozusagen eine ganz gibt es eine Geburtsstunde, und dann wird sozusagen mit diesen Materialien, die dadurch quasi ständig reproduziert werden können, neue Strukturen geschaffen und dieser Prozess erstreckt sich dann bis zu einem gewissen Zeitpunkt, ähm in Richtung 2050 und in den letzten Jahren oder gleichzeitig entstehen beispielsweise so viele Bauabfälle, die eigentlich, wenn sie dann recycelt werden würden oder in Gänze vor allem recycelt werden würden. Diese Möglichkeit hätten super viele Leute unterzubringen, auch das Thema mit dem mit dem Bohnen und der Produktion viel stärker vereinen können, die Thematik des eigenen Stadtteils herstellen können, eine in Identifikation schaffen und somit auch eine viel größere Tragweite spielen in Bezug auf die Rolle des Rheinhafen für den nicht nur für die Stadt Karlsruhe, sondern auch für den Stadt und Landkreis Karlsruhe und sozusagen diese Symbolik auch des Herzens das ist wirklich eine sozusagen so eine so 11 ganz, ganz zentrale Rolle spielt im Hinblick auf die Funktion, Funktionsweise und auch die Funktionalität eigentlich eine Kreisstadt. Da habe ich eigentlich dieses ganze Potenzial dieser dieses Spannungsgebiet, das industrie und wohnen eben gesehen und das ist halt so, muss man dann auch sagen, diese ganzen Strukturen, die sich momentan an bieten, wie der fern schon erwähnt hat, die es sozusagen von baurechtlich Seite gibt, die würden natürlich völlig über den Haufen geworfen werden und man muss sich endlich mal eigentlich damit auseinandersetzen, so wie können wir denn in Zukunft noch ja, oder wie sollten wir eigentlich in Zukunft nachhaltig wirtschaften und damit unsere eigene Existenz sichern?

Sprecher:in 1: Ja, also ich hatte ein interessantes Gespräch mit jemandem, der hier Cooks und also Petrolkoks sowohl abholt. Im Rheinhafen als auch hat es

Sprecher:in 2: erst noch erwähnt, dass dass es sich um Petrol Krugs handelt. Ich bin

Sprecher:in 1: jetzt mal davon ausgegangen, dass wir uns da einig sind, zumindest was die gebaute Infrastruktur angeht und der da auch davon sprach, dass er gerade für das Kraftwerk Tonnen an Kohle und so brachte. Und dann haben wir gefragt Ja, ist das denn nie ein Irgendwer hat gesagt, das Kraftwerk in Karlsruhe ist doch ein nachhaltiges Kraftwerk, der so einfach so laut gelacht das alles mitbekommen haben und dann gingen wir in einen Dialog über und er meinte Wisst ihr und hat sich sehr in dem Moment aufgeregt oder ihn beschäftigt, meinte Wisst ihr, woher ich gerade diese Ladung Riesenschiffe so bringe? Glaubt ihr, dass es nachhaltig sein kann? Das kommt grad aus Kolumbien, ich bringe das aus Kolumbien und das war für viele auch erst mal ein neues Bild. Woher kommen eigentlich diese ganzen Materialien, die hier tagtäglich über Schiffsverkehr, über Güterverkehr, über Lkws hier hergebracht werden? Die haben natürlich ein, Also ökonomisch ist das ja ideal, also da, da müssen wir uns gar nichts vormachen. Das ist ja auch nicht schlimm, wenn Dinge ökonomisch funktionieren, aber das Thema der Nachhaltigkeit und der Kreislauf Fähigkeit von Dingen sollte vielleicht auch verstärkt überprüft werden. Und bevor ich Andreas gleich das Wort übergebe, wollte ich nur, worauf ich nämlich eigentlich hinaus wollte, bevor wir so tief in dieser Kreislauf Fähigkeit landen ist, dass Ich's hochspannend fand, dass du gesagt hast Autoverkehr würdest du canceln Schienenverkehr würdest du komplett so lassen, aber darauf verstärkt eingehen. Ich habe den Plan so gelesen, dass es Hotspots am Hafenrand gibt, wo man seine Autos oder Verkehrsmittel abstellt und es eigentlich ab dem Moment, auch was ne Verkehrsinfrastruktur angeht, völlig autark funktioniert innerhalb des Hafens Wir haben Schienenverkehr verschiedene Stationen gesehen Es gab Seilbahnen übers Wasser, Hafenbecken wurden miteinander verbunden. Also, da steckt so eine ganz spielerische, visionäre Kraft auch was alles an Potenzial überhaupt möglich wäre. Das wollte ich nur zur Illustrierung noch mal sagen und Andreas, wie gehst du denn damit um? Was wäre denn jetzt ein nachhaltiger Ansatz, dass man sagt Ja, ich

Sprecher:in 2: muss vielleicht vorweg noch mal sagen, dass ich auf eine Art und Weise natürlich ein Spezialist für einen Hafen bin. Ich bin nämlich in Leer Ostfriesland aufgewachsen, und da haben wir nämlich auch einen Hafen und der liegt am Fluss, der liegt nicht am Meer, also wenn man so will, ist es eigentlich auch ein Binnenhafen. Wenn Man's jetzt vergleicht, dann spielt natürlich der Hafen in dem Leben der Menschen immer eine besondere Rolle und die Funktion, dass es dort Warenverkehr gibt, das ist die Natur des Hafens. Das heißt ich sag's jetzt mal von Nachhaltigkeit her. Wenn man einen Hafen als solches nachhaltig gestalten will, dann muss man ihn zuschütten, denn wenn da keine Schiffe rein oder raus fahren dann und das nicht zulassen will, weil Man's nicht als nachhaltig empfindet, dann hat der Hafen einfach keine Funktion mehr. Aber ich glaube, der entscheidende Unterschied und das ist mir gerade in diesem Dialog schon so ein bisschen deutlich geworden, wenn ich jetzt an zu Hause denke und hier bei uns, ist das letztendlich ein Teil der Stadt und wird auch so gelebt. Der Hafen liegt mitten in der Altstadt, da sind also noch die wenigen schönen Gebäude übrig geblieben, das Rathaus, die Waage beides letztendlich auch die stadt zeichen für leer und dieser Hafen hat eine sehr traditionsreiche nutzung vor sich. Das war nämlich früher mal das Zentrum der deutschen herings fischerei, das heißt also jeder hering, der irgendwo in der nordsee gefangen wurde, der ist dann in leer angelandet worden und da gab es dann die herings fischereiflotte und dann hat sich dann der hering irgendwann mal überlegt, dass er nicht mehr länger dableiben will und ist weitergezogen und er war von einem tag auf dem anderen war mit mal der hafen eigentlich überflüssig, denn das bisschen was wir dort an warentransport haben, das ist eigentlich vernachlässigbar gering und das spann an der ganzen geschichte hin aber trotzdem bleibt für die menschen dort der hafen teil ihres lebens und ich glaub das ist eigentlich wenn wir wieder auf unsere grundsätzlichen Begriffe zurückkommen Infrastruktur Struktur in leer ist der Hafen Teil der Struktur, das heißt unverzichtbar auch in seiner Funktion und vielleicht auch mit diesem Umnutzung Thema. Wir haben genug Mischgebiete in Deutschland, wo Wirtschaft und Wohn nebeneinander stehen, dass jetzt nicht irgendwo etwas, was völlig unvereinbar ist und das hat man bei uns eben so gelöst, dass wir dort eine große Fabrik hatten für Spanplatten, die Firma Connemann und die Böden waren mit From Aldehyd wirklich metertief kontaminiert und viele Jahre konnte niemand was damit anfangen und wollte auch niemand haben, weil jeder hat sich davor gescheut hat, dort die Risiken zu übernehmen. So wie Thermoselect Ja, und dann ging es mit mal los, und dann sagte man Nee, so kann es nicht weitergehen. Und dann hat man tatsächlich diesen Bereich des Hafens entwickelt. Da sind schöne Wohnungen entstanden, aber auch schöne Wege, die man bei gehen, Kaffees und so weiter. Und mit Mal ist dies leer, muss man wissen. Ist natürlich jetzt auch eine Stadt, die zwar jetzt besser vom Tourismus lebt, aber zu meiner Kindheit hatten wir dort Arbeitslosenquoten, im Winter von 20 % also, das ist eine sehr strukturschwache Gegend, dass die Stadt so aufgewertet worden ist, dass sie letztendlich davon profitiert, und zwar die Menschen und die Wirtschaft, das ist kein Widerspruch in sich.

Sprecher:in 1: Also ich würde an der Stelle gerne mal Rheinhafen spielen oder reinhelfen spielen, weil die sind ja nicht da, aber ich hab auch viel gelernt, also es ist auch eine Freundschaft geworden, würde ich sagen über die letzten Wochen und die Perspektive des Hafens wäre natürlich vorhin hätten die schon reingegrätscht gesagt moment mal, der ist nicht überflüssig. Wir haben hier wahnsinnig für die karlsruher stadt karlsruhe eine wirtschaftskraft, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen was hier alles passiert. Wir haben fünf hafenbecken, wisst ihr eigentlich was ihr dass hier 75 % oder so der karlsruher wirtschaft hier verankert sind? Ja das ist ein ganz großer wert, den ich auch überhaupt nicht leugnen will und ich will auch nicht sagen wir müssen jetzt irgendwie also die wirtschaft abschaffen. Das wär glaub ich völliger fauxpas ich glaube und das hab ich jetzt gelernt über diese dialoge, das eine gewisse scheu oder angst die liegt tatsächlich hier im wohnen und das kann ich mittlerweile tatsächlich auch wieder nachvollziehen und verstehen, denn das Problem ist in dem Moment wo jemand wo wir jetzt hier halb wohnen, halb industrie machen, hat jemand ein Wohnrecht. Er hat die möglichkeit mittags ne pause einzufordern, er hat die Möglichkeit ab 22 Uhr die polizei zu rufen, weil was zu laut ist, weil die lkws zu laut piepen, weil schrott wetzel noch was überwirft, weil ein anderer was ablädt oder auflädt zu quietscht, also diese ganzen Probleme, die sehe ich tatsächlich auch und kann mittlerweile verstehen, warum im in der praktischen Umsetzung ein Wohnen nicht oder ungünstiger wäre das zu etablieren, weil die Industrie und Wirtschaft darunter leiden würde. Das ist nun mal so und jetzt geht es. Meiner Meinung nach ginge es in meiner utopie darum wie schafft man das denn, dass es gibt ja eine Art Gewohnheitsrecht im im Bauwesen oder wenn jetzt jemand sagen würde, wir wir wir machen hieraus ein Sanierungsgebiet zum Beispiel oder muss ja nicht gleich so heißen, damit keiner Angst kriegt. Aber wir wir ändern jetzt ein bisschen die Spielregeln des Hafens, glaube ich, geht das nur mit dem Hebel, dass man wohnen hinten anstellt und in erster Linie Kultur andere Inhalte reinbringt, eine gastronomische Nutzung ermöglicht, weil ich glaube, wenn das der erste, dann wäre das ein Art Türöffner. Und es wäre nicht gleich die Angst, dass die Industrie wegstirbt. Ich

Sprecher:in 2: glaub nicht, dass das ein Widerspruch ist. Norina Weil schlicht und ergreifend, was ich versucht habe deutlich zu machen. Denn leer hat man diesen Weg gewählt, der Hanisch Stadt, Teil der Stadt. Er ist Teil der Struktur und niemand will auf diesen Teil dieser Struktur verzichten.

Sprecher:in 1: Wohnen ist ja deshalb Thema, weil die Wirtschaft da ja nicht so stark ist am Hafen würde jetzt die Rheinhäfen

Sprecher:in 2: sein. Ja es geht ja gar nicht um das wohnen in dem sinne ich hab gesagt das war die lösungen leer, das muss nicht die lösung für karlsruhe sein. Ja so, aber was auf jeden fall immer sein muss und da wollte ich jetzt eigentlich drauf hinaus ist, dass in Karlsruhe man den Eindruck gewinnt, dass der Hafen der Zeit tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes infrastruktur ist, also eine Infrastruktur, die einfach nicht wahrgenommen wird, die im Zentrum zwar geographisch liegt, aber in der Aufmerksamkeit am Rande liegt. Weil als Privatmensch hast du, wie du es grad schon festgestellt hast höchstens etwas damit zu tun, wenn ein Arbeitsplatz im Rheinhafen ist. Da kam grad ein o o o gerne, wenn jetzt ja wär es glaub ich besser weil sonst ist

Sprecher:in 1: bitte das wär für die ja

Sprecher:in 5: ich muss ein bisschen weiter ausholen ich bin mitglied von einer von drei wasser sportvereinen, die es hier schon sehr lange in rheinhafen gibt, eins seit fast 150 jahren also diese drei vereine sind sehr stark mit dem ranen verbunden und ich möchte mich nicht anmaßen jetzt für alle drei Vereine sprechen zu können. Aber was ich mit Sicherheit sagen können, dass diese drei Vereine sicher sehr skeptisch sind, was jegliche Veränderung betrifft, weil die Vereine sind mit dem Status quo sehr zufrieden, die Vereine haben untereinander sehr gut miteinander, wir haben zu der HA Verwaltung guten Draht und auch zu manchen Firmen, und wir sehen aber, wie die Entwicklung anderswo vorangeht. Man muss gar nicht so weit gehen, sondern nur nach Speyer. Da war es so, da gibt's einen rührigen Ruderverein, und da haben dann das wurde dann entwickelt, das heißt, da kam noch dazu hin, die und die Leute wollten da ihre Motorjachten reinstellen, und im Endeffekt ist der Rudolf einen musste da wegziehen, der konnte, kann da nicht mehr rudern oder paddeln. Also hier zwei Ruder Vereine und ein Kanu Verein, und das ist natürlich 11 Entwicklung, die finden wir über beschissen und wir sind mit dem Status quo sehr zufrieden. Klar, es gibt viele Frachtschiffe, aber zum Beispiel ist es auch verboten, hier für Motoren und Segeln reinzufahren. Das kommt uns sehr entgegen. Also ich rede hier halt von insgesamt über 1000 Mitglieder, und die Kanuten haben jetzt sogar hier ein Bundesleistungszentrum das sehr erfolgreich ist und immer wieder der League geschickt. Also, wir wohnen hier näher sind wir eigentlich auch Dagegen, muss man ganz klar sagen aber

Sprecher:in 2: ich glaube, wir haben doch jetzt grad wieder eine Diskussion, die eben dazu führt, dass es nicht funktioniert, und zwar mit vielen Dingen in unserem Land. Wir sind zufrieden mit dem Status quo, der Recht geht uns nichts an, und das ist natürlich eine Situation, die es schwer macht. Es geht ja gar nicht darum, das eine durch das andere zu ersetzen, und das ist das, was mir jetzt auffällt. Ihre Reaktion war Wir wollen nichts ändern. Wenn wir es aber genauer anschaut, transformiert im Moment das ganze Land die ganze Welt transformiert. Und genau das ist ja das Problem Wenn ich versuche, alte Strukturen und neue Strukturen zusammenzubringen, dann wird es eine neue Struktur geben, die aber für alle befriedigend sein kann. Aber einfach zu sagen, die Infrastruktur bleibt so, wie sie ist. Das wird nicht passieren, das sehen wir in der Stadt, das sehen wir bei der Eisenbahn, das sehen wir bei den Flughäfen, überall verändert sich die Infrastruktur und der Wunsch, dass der Hafen als einzige Infrastruktur so erhalten bleibt wie sie schon seit 100 Jahren ist seit Gründung des Vereins. Das ist ja nicht wirklich realistisch, weil wenn das passiert, dann fehlt natürlich am Ende tatsächlich irgendwann mal die Nachhaltigkeit und da muss Man's zuschütten. Das heißt also, die Entwicklung und Veränderung ist die Voraussetzung, damit überhaupt etwas erhalten bleibt und nicht alles verstehen, und dafür haben wir auch genug Beispiele in Deutschland, wo genau das passiert ist, dass nämlich Konzepte, die von ihrer Zeit überholt wurden, dann nicht nachher dazu geführt haben wurde, weil es nicht dazu geführt hat, dass es unter Denkmalschutz steht, sondern sie verschwunden sind. Und ich glaube, dafür braucht es einen offenen Dialog, und wenn ich diesen Dialog nicht führe, dann verliere ich und das verlieren viele. Dass Ihre ihre Dinge, die sie dort tun, einen hohen Wert haben, stelle ich keine Sekunde in Frage, aber grad. Um diesen hohen Wert zu erhalten, wird es notwendig sein zu überlegen, wie wie die Zukunft aussieht, Weil sonst wird man tatsächlich möchte hier den kürzlich verstorbenen Präsidenten in den letzten der Sowjetunion, Gorbatschow, zitieren Wer zu spät kommt, bestraft das Leben, weil dann kommen andere Interessen, die vielleicht für sie im Moment noch gar nicht erkennbar ein so großes Gewicht, dass denn alle anderen, die sich vorher eben nicht ausgetauscht haben, um ein gemeinsames Konzept sind schlicht und ergreifend davongeschwemmt werden wie beim Hochwasser des Rheins.

Sprecher:in 3: Wenn ich da kurz einhaken darf jetzt haben wir doch eine prima Diskussion zwischen Widersprüchen und interessen und ich finde das Beispiel speyer ganz ganz prima und das zeigt wirklich und da müssen wir wirklich aufpassen. Natürlich ist es richtig, dass sich alles verändert. Nur wir müssen auch sehen, was was für interessen sind. Da widersprechen die sie und wenn das so ist, also das bild hat man ja vor augen kennt speyer dann auch wieder wie das edel aussieht. Da waren andere voraussetzungen, da ist hochwertiges wohnen hingekommen und wenn die leute dann wirklich ihre ja noch leben dran haben wollen, weil sich das im prospekt natürlich noch besser verkauft, dann hat eben der ruderverein ein Problem und das sind dinge die muss man welchen die muss man von vorn in Auge fassen und dann muss man sagen so was wollen wir denn hier haben und genau das Thema haben wir im Moment ist das Angstbild mit Wohnen, deswegen finde ich das gut, was Du gesagt hast Norina Wenn man das schrittweise angeht wir müssen vermeiden haben wir jetzt ja gerade ein primer beispiel gehabt, so wie so so angstszenarien funktionieren wenn die kommen, dann passiert das und das und dann sind wir weg das das muss man ja vermeiden, aber das heißt natürlich nicht, dass man sich gegen jede veränderung sperren kann. Ist ja richtig, aber da muss man offen reden und das ist ist ein problem was hier man sieht ist ja weil die beteiligung ist ja dann etwas mäßig, wenn wenn ein format angeboten wird, wo es genau darum geht und wo man die leute einladen. Sag hey lass uns mal drüber reden. Das zeigt wie wie schwierig das ist und wie subtil man das eigentlich angehen muss um von vornherein diese ängste ne wenn wenn das stimmt was man aus der verwaltung hört. Oh das ist ein kritisches thema. Da kommt man lieber ne hallo wo sind wir eigentlich? Ich mein genau deswegen muss man hingehen. Also so seh ich das

Sprecher:in 1: absolut. Also ich aber ich fand es auch einen sehr spannenden beitrag und glaube also das ist das was ich auch vorhin meinte mit einer Art Gewohnheitsrecht, wenn man jetzt eine wirkliche Analyse anstreben würde. also die sämtliche Parteien mit einbezieht, dann wäre ja kern dessen zu gucken, was in positiver weise bewahrt sein soll, ohne dadurch rückwärts gewandt zu sein aber welche transformationen eben nötig wären, um diese bewahrung auch zu ermöglichen, also das glaube ich, da bin ich auch ganz bei dir andreas und ich glaube diese transform. Also ich meine wir sind alle in einer sich verändernden welt, das kommt noch mal dazu aber die birken oder bringt natürlich auch potenziale mit sich. Und wenn man jetzt clever überlegen würde, wie genau wenn diese angst wohl ein thema ist. Vielleicht wollen gar nicht so viele wohnen, wenn sie ein super kulturangebot oder überhaupt mal auf einen blick auf den hafen werfen dürfen? Das würde schon alle zufriedenstellen. Ich glaube noch nicht mal, dass da jetzt 200.000 karlsruher warten in den rhein

Sprecher:in 2: darum geht's ja auch in dem sinne gar nicht. Aber ich finde doch eine sache die ganz schön ist und die jetzt hier sehr deutlich geworden ist durch ihren beitrag und auch durch die anderen beiträge. Ich hatte vorhin erzählt, dass eben in leer der hafen teil der stadt ist, Teil der Struktur ist, da leben die Menschen mit und das bedeutet da sehr viel Emotionalität drin. Ja, das habe ich jetzt grad nicht das Gefühl gehabt, dass hier keine Emotionen unterwegs sind.

Sprecher:in 3: Ja,

Sprecher:in 1: ja, absolut. Also ich dazu nur eine kurze anekdote, wir hatten nämlich drei verschiedene Plakate in der stadt hängen 600 stück und ich frage immer jede Person die hier kommt, worüber sie also davon erfahren hat, ob sie zufällig im hafen landet, ob sie eine Schiffsfahrt gemacht hat, ob es social media war, ob es ein artikel in der BNN war oder oder und es ist witzig weil diese plakate hängen auch im Umkreis Karlsruhe also nicht nur im Zentrum und die meisten Leute, die über Plakate kamen, kamen wegen des Spruchs ein Traum wird wahr, Karlsruhe liegt am Wasser und da gibt's aus allen Fachbereichen aus allen sag ich mal Konsumentinnen Schichten Leute die herkommen, weil sie diesen Spruch so interessant fanden. Karlsruhe liegt am Wasser, da fühlen sich irgendwie alle abgeholt, also das ist sehr emotional.

Sprecher:in 3: Ja, das das war damals auch der Klem, das war auch das wo, wo das Planungsamt dann sogar und wo man dann mit dem Hafen in einer Richtung gezogen hat, Mensch Karls kommt, kommt ans Wasser. es gab ja das nur als Information. In den 60 er Jahren gab es eine Planung, eine utopische Planung. Das weiß kaum noch irgendjemand von der Rheinstadt draußen da in richt knieling da beim kielinger see da da war ein kompletter stadtteil geplant, also eine megastadt mit hochhäusern mit allem das war halt so 60 er jahre boomtown ist natürlich dann weil dann hat es mit umweltschutz und mit bla mit allem ist es dann losgegangen. Das ist alles in der schublade gelandet, aber es gab immer schon versuche karlson den rein zu holen. Gibt ja sogar von weinbrenner eine planung. Der hat mal geplant, dass er einen hakan vors schloss führt. Ja das sind ja dinge, die wird man heute cool finden. Es gibt ja auch ausrichtung noch einen kanal

Sprecher:in 1: eu gelder und auch deutschlandweite bundesgelder, die wenn man das wasser zur klimaveränderung in die stadt leiten würde sehr subventioniert wären. Also da denke ich auch oft, könnte karlsruhe mal erweitern.

Sprecher:in 2: Jetzt aber mal als ostfriesischer jung weil ich merke ja schon hier bei den karlsruhern, dass doch emotionen im spiel sind, dass da vielleicht der Haf nicht an der stadt liegt oder nicht Teil der Stadt ist. Aber trotzdem Emotionen da sind, dann wird es mich jetzt einfach mal interessieren, die Frage mal in die Runde zu stellen Warum gibt es denn so viel Emotionen zum Hafen, wenn er nicht Teil der Stadt ist,

Sprecher:in 6: als neu? Hier war ich trotzdem mal rein, was wir gerade die ganze Zeit im Kopf Vor 30 Jahren habe ich mal in Bremen zu tun gehabt, wir haben es damals sehr viel, auch mit dem Areale Awer und Bremen Nord beschäftigt und sind damals als Studenten reingegangen wie, das ist schon 30 Jahre her, da hat sie auch einiges in der Zeit, Aber damals war es im Prinzip noch Brachfläche. Und als ich da irgendjemand, der im Schwarzwald geboren und aufgewachsen ist, erst mal so richtig weit im Norden war, habe ich eines lernen müssen, so eine so eine Verklärung, dass ihr Süddeutschen ja immer so eine romantische Vorstellung vom Wasser habt, vielleicht okay, als Kind war ich am Bodensee, da war es immer total genial, und jetzt kommst du dann nach Norddeutschland nach Bremen, und die Leute da waren auch in Bremen Nord, wo dann diese ganzen Häuschen stehen, wo die ehemaligen Leute, die haben, die Schiffe ausgeladen haben, die ganzes leben lang nur Bananenkisten in der Hand hatten und die irgendwo da gewohnt haben, und für die war eben die Emotion Weser Hafen war für die Arbeit also das war eigentlich negativ besetzt. Ja, das wollen wir gar nicht sehen. Und wenn ihr da jetzt denkt, ihr hättet da eine tolle Geschichte, man kann auf Wasser schauen, wenn man da eine Wohnung an der Wese hat. Ich meine, es hat sich jetzt in der Zwischenzeit alles geändert mit der Schlacht da vor Ort, das ist jetzt schon auch touristisch wichtig, aber das war damals eben vor 30 Jahren eher die Mentalität Du, wenn ich aus dem Balkon gucken will. Runtergucken will eine Zigarette rauche Da will ich nicht an die Arbeit erinnert werden. Ja, da schaue ich lieber in Richtung Stadt, also in Richtung Wasser, weil das für mich das Bild ist. Ja, und wenn wir jetzt, aber zum Beispiel jetzt über Karlsruhe gehen, ist ja auch so ein Punkt. Ich meine, irgendjemand hat da mal diese Geschichte da einen Pflock in den Wald gesetzt und sagt Okay, das ist ja Karlsruhe, wer auch immer das war ja hat das ja ganz bewusst ausgesucht. Ich meine, die Fläche ist groß. Er hat ja ganz bewusst einen Platz gesucht, der ordentlichen Abstand hatte vom Wasser. Das hat er natürlich ganz bestimmte Gründe Er hatte ganz bestimmte Gründe. Das war auch fort und weiß ich was, aber im Grunde genommen Karlsruhe ist ja ganz bewusst eine Gründung weg vom Wasser. Deswegen habe ich manchmal auch ich muss auch immer an Blaum Mikan von Kishon denken, wenn er gerade die Geschichte wieder erzählt, wenn er versucht wird, irgendwo, wo dann einfach einer das einfach total besessen ist und sagt Ich mach jetzt das Wasser dahin. Aber eigentlich kann er richtig fragen, warum man das eigentlich macht, warum man das eigentlich will und wie gesagt Karlsruhe. Ich meine, es gibt so viele Städte, es gibt diese Emotion, diese negative Emotion, die im Wasser, die vielleicht heute nicht mehr so aktuell ist. Das mag auch in Bremen so geändert haben, aber einfach mal als Erinnerung, das war auch mal da. Deswegen sind die Städte auch so geworden, wie sie heute sind, aber auch gerade die Entscheidung, dass Karlsruhe eben keine Stadt am Rhein ist. Ja, ist ja eine ganz bewusste Entscheidung. Man hat die Stadt im H Hawa gebaut, also im Wald, also auch eine sehr romantische Vorstellung eigentlich, aber eben ohne Wasser. Und deswegen frage ich mich immer so Okay, woher kommt es eigentlich diese, diese, dieses Thema, weil ich es auch immer wieder höre. Also wir müssen Karlsruher ans Wasser bringen, den fall immer so ein bisschen, warum denn eigentlich ich mein zu zwei zu sagen zum Beispiel zu sagen Okay, pass mal auf, weißt du was? Wir vergessen das mit Karlsruhe, weil der Hafen ist eine ganz tolle Geschichte. Wir gründen hier ganz was Neues und das eigentlich gar nichts mit Karlsruhe zu tun hat, sondern es ist einfach ein Ort, der aus irgend Gründen auch immer nach irgendwelchen Regeln funktioniert, aber es hat eigentlich erst einmal gar nichts mit Karlsruhe zu tun, weil Karlsruhe ist ganz was anderes und es gibt es daneben was komplett anderes und es kann erst mal auch vollkommen unabhängig nebeneinander existieren, wenn es denn sein muss. Aber es muss eben nicht immer dieses Ja wir haben jetzt den Wald und den schloss und grüne Stadt und jetzt wollen wir auch noch irgendwie Wasser und natürlich hat Weinbrenner ich denke mal, der Kanal selber war eher so eine Art Infrastrukturmaßnahme zum Transport von, von irgendwelchen Material in die Stadt rein. Ich mein landgraben war es letztendlich auch nichts anderes als eine straße sozusagen, die also von daher ich denke man muss ja auch ein bisschen versuchen es differenzierter anzugehen und ich denke man kann da auch durchaus diese emotionen auch mal hinterfragen und sagen okay, vielleicht ist es aber auch gar nicht weil die emotion der Stadt im Grünen ja ganz ohne wasser die gibt es ja auch und die ist unheimlich stark in karlsruhe.

Sprecher:in 7: Du hast ja grad nach dem grund für die emotionen gefragt und für mich ist das wasser eine Sehnsucht nach Weite, nach anbindung an die welt so ein bisschen was kosmopolitisches hat ein hafen und ich hab einige jahre in rotterdam gelebt und vom rhein aus gesehen ist rotterdam ja das tor zur welt und karlsruhe wär dann so ein bisschen angebunden an dieses tor zur welt. Das löst es bei mir aus in carlsson vielleicht ist es warum muss karlsruhe ans wasser? Vielleicht ist das der wunsch nach anbindung an die Welt,

Sprecher:in 1: das würde ich auch unterschreiben und ich glaube vielleicht kommt dieser wunsch auch noch mehr von sag ich mal Kulturschaffenden vielleicht auch oder aber nee, stimmt gar nicht, es kommen unterschiedlichste Leute, die sich das tatsächlich wünschen, natürlich weil sie hier nicht arbeiten. Also es gab ja auch früher viel mehr Arbeiterwohnungen im Hafen, irgendwann war es nicht mehr attraktiv, dass man auch noch neben der Kohle, Halle oder Lagerhalle wohnt. Also gab's nicht mehr das wohnen und arbeiten an einem Ort, aber ich glaube das hat sich schon auch verändert, weil es gibt auch viele leute die ich kenne, die eben dann eher nach Mannheim ziehen, weil da Wasser ist, also was hat schon eine Art so Kraft, weil da eben auch in Kombi mit Industriekultur eigentlich funktionieren kann, weil man hat kein Problem vor Ruhestörung, keiner nimmt sich was Schlimmes es gibt immer mal Freiflächen, die nicht industriell genutzt werden, oder auch sehr große flächen. Also ich habe vorhin so aus Witz thermoselect gesagt, aber ich meine das total ernst thermoselect liegt jetzt seit knapp 30 oder mindestens 25 jahren brach. Keiner traut sich rann das ist ein Riesenareal das ah das verfahren läuft immer noch das da aha da darf keiner ran, also was ja hochspannend ist, aber trotzdem ja ein Ort ist, der jährlich 900.000 € liegen schafft und security kostet und so wo man denkt boah wenn man da noch mal zwei millionen dran macht, kann man ja schon was aufbauen oder? Ew hätte auch eine chance ob sie jetzt Wasserstoff produzieren oder irgendwas tolles erfinden, dass dieser Ort aktiviert wird und ich glaube, das ist auch ein bisschen die Sehnsucht von vielen Kulturschaffenden nach Freiflächen. Dies in der Innenstadt mag sie noch so grün sein oder so nicht funktionieren, leider, weil da sehr, ja einfach aufgrund von ruhestörungs, Thematiken oder sehr sehr hohen Kosten von Freiräumen das gar nicht möglich ist, aktiv zu sein und da kenne ich auch viele, die einfach wegziehen, weil sie sagen Wo soll ich denn hin? Und vielleicht ist es die Kombi aus einer Wassers Sehnsucht, aber auch einfach der Sehnsucht, Areale aufzusuchen, die industriell konnotiert sind, wo man das Gefühl hätte, man stört weniger

Sprecher:in 3: nur kurz, ganz kurz zu Thermo Selekt. Weil das war damals, vor knapp 30 Jahren auch da stand es dann leer und brach im Zuge der Belebung des Hafens mit. Kultur war damals die Idee Das ist die absolute Disco, Ja, das ist, das ist, das ist der Club überhaupt nicht. Das war ja, da haben Sie hohe Zeit, da hätten wir gar nicht viel machen müssen, das Ding ihnen ausräumen. Nur dann war das Argument sicherheits sicherer, weil da neben dran ist, ja dass flüssig Luft noch und alles mögliche hafengebiet und eben risiko das sind alles sachzwänge die da sind. Ja, das muss man etwas sehen,

Sprecher:in 2: eine geile Idee. Gut Thermo Sekt ist ja wirklich ein schwieriges Thema, ich habe ja in meiner Zeit an der ETH in Zürich die beiden Herren kennengelernt, die das Thermoselect-verfahren auf den Weg gebracht haben, ich hatte als Forschungs Aufgabe zu überlegen, wie das Glas im Bauwesen verwertet werden kann, aber ich denke die müssen auch mittlerweile wieder entlassen sein, nicht, denn damals wurden sie mit einem europäischen Haftbefehl gesucht, nachdem dann so langsam aufgeflogen ist, was sich dahinter verbirgt. Man sagt

Sprecher:in 1: ja auch Thermo Defekte in Karlsruhe, wenn man sich mit den Leuten im Hafen

Sprecher:in 2: unterhält, an sich war das, war das keine schlechte Idee, und ich kann mich noch gut erinnern das ist jetzt wirklich seit. In der Zeit gab es mehrere technische Verfahren. Von von Roll und auch von anderen, Wie man schafft, eben diese Aschen, die hoch kontaminiert sind, mit Schwermetallen Abzureichen an Schwermetall Gläser zu generieren, um mit diesen Gläsern dann eben neue Verwertung zu finden. Und dafür war natürlich das Bauwesen ganz attraktiv. Auch ABB hatte ein Verfahren entwickelt. Das war nicht das einzige Verfahren, aber die beiden waren jetzt wirklich schon etwas schräge Vögel, wenn ich mich da ein bisschen dran erinnere, wie sie denn bei uns kamen und sagten jetzt macht mal was aus dem Zeug, aber jetzt mal zurück, noch mal vielleicht zum Hafen und die armen Arbeiter mit negativem Bild das seh ich nicht ganz so. Und zwar aus folgendem Grund Die ganzen Hafenstädte in Deutschland sind sehr reich gewesen in der Geschichte, wenn wir bis zur Hanse zurückgehen und für die Leute, die dort hart gearbeitet haben, war das so Sie haben hart gearbeitet, das will ich nicht sagen, aber für die Menschen, die zum Beispiel bei uns im Hinterland gewohnt haben, in den Mooren und ähnliches da Gab's denn den Spruch, den Esten, den Tod, den nächsten die Not und den Dritten, das Brot, das heißt, das Leben ist da unten immer sehr schwierig gewesen und sehr. Und der Hafen war eben ein Signal, 11 Hoffnung auf Wohlstand durch Handel und durch durch den Austausch mit dem Rest der Welt, was jetzt eben Wirtschaft und ähnliches anging und auch die Leute, die zur See gefahren sind, da trifft man immer noch alte Menschen. Ich hatte noch die Ehre und das Vergnügen, jemanden kennenzulernen, der als Herings Fischer Kapitän rausgefahren ist, nicht das war für die das war, für die irgendwie ihr Leben und wie das Leben zu Ende war, weil die zumachen musste, Arbeitslosigkeit kam und so weiter. Der Verlust im Prinzip des Einkommens und der Niedergang der Stadt, das haben die eher schlimmer empfunden als jetzt umgekehrt. Jetzt als Herings, fischer, rauszufahren und sehr hart zu arbeiten ich glaub man darf es auch nicht in die andere Richtung verklären ja na ist da auch nie in die andere Seite verklären, dass die Menschen da alle nur gelitten haben und überhaupt nicht das Gefühl hatten, dass sie am rechten Fleck sind. Vielleicht noch mal jetzt. Wir wollen ja, glaube ich, auch ein bisschen zum Thema Kultur kommen,

Sprecher:in 4: ich möchte noch ergänzen und zwar auch im Hinblick, was du gesagt hast mit dem Thema wie können wir denn hier auch noch mal weitere Prozesse initiieren und wie können wir dann auch vielleicht ein ganz neues Bewusstsein schaffen mit mit Orten mit mit Flächen. Und natürlich haben wir einerseits die Problematik aus der Historie, dass wir industriell auch belastete Böden wirklich hier auch im Rheinhafen haben, und meines Erachtens wird es aber in Zukunft so sein, dass es auch, dass diesem ganzen Flächenverbrauch, also auch der Neuentwicklung weiterer Gebiete außerhalb, jetzt Karlsruhes irgendwann ein Riegel vorgeschoben wird und dann man sich automatisch auch wieder mit den Flächen auseinandersetzt, die wir schon erschlossen haben, beispielsweise indem wir schon auch Strukturen geschaffen haben, die sich mit dem Reinen, mit der Rehen Erschließung, also den Straßen, auseinandersetzt und da sind natürlich schon einige Flächen und Gebiete auch insoweit angebunden, die, die quasi noch mal mit so einem Finger schnipp, zum Leben erweckt werden müssen und dem neuen dem neues Leben eingehaucht werden muss und sozusagen auch über eine Überlagerung von Kulturwirtschaft und wohnen da 11 hohe Aktivierung, also eine Aktivierung der Fläche, was sozusagen einen gewissen Personenkreis angeht, der sich dort mit mit Ja, mit der Lebendigkeit und sozusagen dem Stadtbild oder der der Stadtgesellschaft letztendlich auch viel zentraler auseinandersetzen kann und der eine Wertschöpfung schaffen kann, sowohl wirtschaftlich als auch Stadt gesellschaftlich und ich glaube, das ist ein Punkt, wo ich auch so ein bisschen, wenn man jetzt aus der Zukunft noch mal auf den Rheinhafen blickt, wo man sich vielleicht irgendwann fragen wird. Ja, Mensch, wir wussten doch eigentlich schon schon so lange, dass uns irgendwann bestimmte Ressourcen ausgehen und dass wir hier bestimmte Wirtschaftszweige auch verlieren werden, dass wir vielleicht in den nächsten Hochsommer monatelang überhaupt keine Schiffe fahren lassen kann und dass wir eigentlich den Hafen ja so runtergewirtschaftet haben damit auch und eigentlich gar nicht mehr sehen was ja, wir sehen sozusagen dann nur noch die Ruinen eigentlich dieser alten Denkstrukturen und diese alten Handlungsweisen und haben irgendwie so ein bisschen den übersprungen oder den Absprung geschafft, sozusagen auch in ein ganz neues Zeitalter und das war ja auch so ein bisschen meine Thematik und dieses ist natürlich auch so unheimlich schwer, einerseits davon zu erzählen oder auch Leute davon oder damit zu begeistern und damit auch sozusagen dieses eigene Denken noch mal reflektiert wird und überdacht wird. Und ja, also ähm, da war natürlich schön, dass ich am Donnerstag da zumindest mal einen gewissen Auftakt auch mit gestalten durfte und ich glaube, dieses gerade das Potenzial der Flächen und der Infrastruktur du hast auch die Schiene erwähnt. die ich ja wie gesagt auch auch sehr hoch anrechne und da ist natürlich wenn man jetzt wieder den blick aus dem einhaben lenkt, mit der mit der straßenbahn und der gewählten spurbreite der gleise, die sich auch für Güter als auch für straßenbahnen als Personenverkehr nutzen lässt et cetera, da wurde ja schon in der vergangenheit so viel tolles und ja wahnsinnige wahnsinniges an innovationen entwickelt was was einfach nur genutzt werden muss. Und es gibt auch alte bahnen die jetzt ausrangiert wurden im zuge der des stadtbahn tunnels und damit schon diese ressource allein ließ es sich ja so viel gestalten und ich glaube weil man natürlich heutzutage denkt ja, aber dann haben wir natürlich jetzt auch noch einen Warenverkehr vielleicht auf der Schiene und wir haben doch schon eher zu wenig Bahn oder es gibt doch keine Lokführer et cetera, und wir haben vielleicht gar nicht diese Flächen oder diese nicht die Flächen, sondern die Kapazitäten. Und da war eigentlich ein entscheidender Moment auch in meiner Arbeit dass man einen Bewusstseinswandel braucht was was das Thema der Geschwindigkeiten angeht, ist Geschwindig der Geschwindigkeiten des eigenen Handelns, des eigenen Lebens, und das ist ja heute so rasend schnell geworden. Aufgrund der ganzen Möglichkeiten, die man hat, sich zu verabreden und hier noch kurz abzusagen und dazu zu sagen und man verliert ja sozusagen völlig auch manchmal die Orientierung dadurch und ist sozusagen verloren in in seiner eigenen Struktur und das hat mich eigentlich damals auch in der in der Erarbeitung immer wieder so ein bisschen auf dem Boden geholt, weil ich, weil ich mir dann gedacht habe das ist doch das liegt doch eigentlich auch in der Natur, in der Sache, in der Natur der Sache, dass man dass man vielmehr sich sozialisieren kann, indem man bestimmte Dinge auch gemeinsam tut und bestimmte Dinge gemeinsam angeht und ähm, da kann natürlich einiges in zukunft auch entstehen,

Sprecher:in 1: da sprichst du was wichtiges an und auch ein thema. Was die letzten wochen finde ich immer wieder auf den Tisch kam war das Thema. Wir haben unsern Bezug zur zeit verloren. Ja also prozesshaft wie dirs was du sagst nicht dass wir in 50 Jahren sagen Oh Meno, da wussten wir doch schon, dass die Sommer heißer werden und im Sommer eigentlich gar kein Frachtschiff herein kann, weil sie gar nicht rein dürfen, weil sie zu schwere Ware irgendwie laden. Wieso ist man damit nicht umgegangen und ich glaube, der mut zu prozesshaft wäre vielleicht der Schlüssel, sowohl im dialogischen, dass man sich zeit nimmt den rheinhafen zu evaluieren zu gucken, welche Sport welche ruder vereine sind hier, welche immobilien sind hier welche akteurinnen? Also wie könnte man evaluierungsprozess mit allen beteiligten initiieren? Ich glaube das wär so besser als gleich was zu tun, weil wir haben ja auch darüber geredet um noch mal auf die kultur zurückzukommen oder thema werkstatt palast so was machen wir jetzt eigentlich so so jeder zweite sagt lass das stehen! Der Eiffelturm wurde auch nicht abgenommen. Lass einfach stehen baut es bloß nicht ab im Oktober ja gut, dann sitzen wir im Frühling ohne Geld, da haben wir so was wir irgendwie aus dem Winterschlaf

Sprecher:in 2: weg, nun eigentlich im Frühling erst

Sprecher:in 1: oder so. Ja, also auf jeden Fall gibt es da ja auch wieder Probleme. Aber letzten Endes bräuchte man eine Zeitlichkeit, wie du sie nennst, Dialoge zu starten, zu gucken wo sind die Bedürfnisse? Und damit dann auch wirklich zukunftsgewandt zu arbeiten, um Neues entstehen lassen zu können.

Sprecher:in 2: Ich glaube, das würde ich gern aufgreifen, weil wir haben jetzt gelernt, eben für viele Menschen in Karlsruhe. Ist das im Zentrum, spielt das eine wichtige Rolle. Wir haben aber auch gelernt Für viele Menschen ist der Hafen gar nicht präsent. Ich habe oft gehört Wie finden wir denn da überhaupt hin, zum WERKstattPALAST? Und wenn ich das jetzt mal aufnehme, haben wir eine Situation. Das sage ich jetzt mal wieder als Ostfriesischer Jung. Karlsruhe betrachtet den Rheinhafen heute eher am Rande, nicht als Teil der Stadt, aber ich glaube, es sollte Teil der Stadt werden. Dafür ist der Hafen einfach auch zu groß und zu wichtig und spielt jede Menge Funktion für die unterschiedlichen Akteure, die in Karlsruhe leben. Aber um das erreichen zu können, nehme ich gern das auf, was du gerade gesagt hast Norina nämlich. Voraussetzung dafür, dort eine Lösung zu finden, die auch tragfähig ist für alle auch zu befriedigenden Lösungen führt, ist ein gemeinsames Lernen, und zwar über ein gemeinsames Lernen über eine Rolle und über eine Funktion, die so einen Hafen einnehmen kann. Und dafür bieten sich am ehesten immer, weil der große Schritt, das haben wir gelernt, da zocken alle zurück. Eine Entscheidung von totaler Tragweite zu führen, will niemand machen. Und deshalb denke ich jedem Modellprojekt und dazu zähle ich jetzt ja auch den WERKstattPALAST dazu, einfach mal was auszuprobieren, Dinge aufzunehmen, mal was zu lernen, was jetzt solche Projekte bewirken oder auch nicht bewirken man muss auch davon ausgehen, dass das eine oder andere nicht funktioniert ist, glaube ich, eine Voraussetzung, wenn man das mit einer gewissen Intensität macht, und da spielen sicherlich die städtischen Einrichtungen eine ganz, ganz wichtige Rolle. Dann kann man gegebenenfalls auch zu einem Konsens kommen, wie denn zum Schluss tatsächlich auch eine Nutzung eines Hafens aussehen muss, wenn man nämlich die Wirkungen untersucht hat, festgestellt hat, gemerkt hat was erreiche ich durch einen WERKstattPALAST, ist es gut, dass wir ihn wieder wegnehmen, sollte er bleiben. Diese Diskussion muss man auf die breite Ebene für die ganzen Modellprojekte schicken, um dann wirklich gemeinsam zum Konsens zu kommen. Weil so ist das jetzt wieder ein Klassiker, so wie jetzt seit 65 Jahren. Thermoselect Prozess läuft. Ich gratuliere den Anwaltskanzleien, die da daran beteiligt sind, weil die haben sicheres Geschäft da und bei dem Streit wird schon, gerade wenn sie überhaupt irgendwo nach Streit abrechnen oder nicht Nach Honorar, aber letztlich unter dem Strich betrachtet, ist das eben genau das was wir jetzt im Moment am wenigsten gebrauchen können Stillstand, denn wir werden im Moment durch diese Veränderung um uns herum sei es politisch, sei es von der, von der Umwelt her, vom Klima her egal. Was werden wir im Moment überrollt, das haben wir gar nicht mehr unter Kontrolle. Und wenn wir versuchen wollen, Kontrolle zu gewinnen, müssen wir lernen, um diese neuen Lösungen zu finden.

Sprecher:in 8: Ja, ich bin sehr froh, dass ihr beide diese Einladung zur partizipativen Verständigung und zum gemeinsamen Lernen ausgesprochen habt, weil das drängte sich mir eigentlich seit dem Einwurf des Ruderns hier auf, dass es unbedingt notwendig ist, dass wir das hier gemeinsam gestalten, und über diesen Zeitfaktor möchte ich gerne noch ein Bild noch mal ein bisschen verändern. Norina, du meintest eben, dass wir achten müssen, dass wir in der Zukunft nicht in der Situation sind, in der die schwer beladenen Schiffen hier nicht mehr reinfahren können. Die wird es nicht geben, denn die schwer beladenen Schiffe werden gar nicht mehr so weit hoch fahren können, wenn wir diese Zukunft nicht verändern und dann ist es ziemlich egal, was wir am Rhein Hafen hier selber machen, aber wir können hier eben vorangehen und zeigen, dass mit einer zirkulär gebauten Stadt zum Beispiel einiges möglich ist, was die Ressourcen angeht. Wir können auch den Hafen hier vielleicht neu verstehen, als Quelle zur Klimatisierung unserer Stadt, so wie wir auch unsere Parks in Otto du Kopf Park, die Günther Klotz Anlage, die sind ja auch alle strategisch gut angelegt, um eine Stadt zu belüften, aber hier stecken ja ganz ganz viele Potenziale drin, und ich fände es sehr sehr schön, wenn wir wegkommen von diesem man müsste, man sollte man darf nicht oder wir müssen jetzt ganz schnell hin zu einem Lasst uns gemeinsam anfangen, und vielleicht kann man das jetzt ja hier auch heute gerne noch weiter diskutieren, aber damit beenden, dass es hier nicht aufhört, sondern dass es hier ein Startpunkt ist zur gemeinsamen Gestaltung und das finde ich unglaublich wichtig.

Sprecher:in 3: Ja, jetzt hab ich hab jetzt voll ein Deja-vu gehabt, und zwar ist echt interessant, das ist mir vorher gar nicht eingefallen, vor ziemlich genau 20 Jahren Gab's hier so einen Workshop, initiiert von einem Geschäftsführer einer sehr großen Firma, die hier einen Standort hatte. Er ist nicht mehr da, der Standort ist verlegt worden, inzwischen dem Geschäftsführer, der ein sehr Visionär denkender Mensch war, dem war es auch wichtig, weil er war. Anrainer damals genau das Thema Vision Welche Vision, welche Zukunftsperspektive haben wir für den Rheinhafen? Hat eingeladen. Und im Unterschied deswegen Deja vu nicht so ganz. Es ist im Prinzip genau dasselbe Thema, Es ist eine Runde, die etwa gleich viele Leute umfasst. Allerdings waren andere Leute dabei, und das ist das Thema, was mich jetzt wirklich auch interessiert, wo ich sage, wenn es weitergehen soll, Die sind jetzt nicht hier. Ja, aber es muss, es muss gelingen, diese Leute, die damals dabei waren. Es ist jemand die Frage Wer einlädt ne, Wenn wenn so einer einlädt, dann kommen sie gesprungen Stadtplanungs, Wirtschaftsförderung, Politiker, Hafen Natürlich ja, und ich denke, wenn wir das nicht schaffen, dass wir diese Leute andocken, und das nicht Hör mal, das ist euer Thema, wir haben jetzt eine Art Steilvorlage, dann ist es ein Kreis, das ist nett, wir haben mal wieder drüber geredet, interessant gucken wir mal, was passiert also Aus meiner Sicht ist es ungeheuer wichtig, wenn das wenn es weitergehen soll, dann muss man an die Leute rankommen. Und muss das wirklich da auch rüberbringen?

Sprecher:in 1: Ich glaube auch, dass es wichtig ist aufzuzeigen. Und das zumindest habe ich das Gefühl ist uns in gewissen Bereichen oder Kooperationen auch gelungen, dass quasi die Industrie selbst also wir kooperieren ja auch mit vielen Unternehmen, wir sehen hinter uns genau von blue irgendwelche Erd ausübe petroleos von der Miro wir also wir haben Schrott, wetzel ist Partner. Also die sind alle so fan, es kommen leute vorbei, also die, die hier im hafen zum teil aufgewachsen sind. Man weiß es gar nicht, aber es gibt und die hier stehen und sagen, dass sie das noch mal erleben durften. Darauf warten sie seit immer und die industrie rap karcher egal wer hat eigentlich bock? Man bringt die nur nicht zusammen genau man muss die entscheidungsträgerinnen motivieren und ich glaube dass es trotzdem nen wert hat natürlich nicht wenn's verpufft und das ist auch ne frage so wie schaffen wir es auch aus der kultur heraus? Natürlich gibt's oft aus der kultur kommend anstöße die stadtteile beleben thema gentrifizierung und so, dann hat man jetzt die tür geöffnet. Ist auch für uns eine große frage was ist eigentlich danach müssen wir es stehen lassen um noch mal eine Chance zu haben weiterzumachen oder dürfen wir auch weitermachen, wenn wir längere Zeit bräuchten. Also diese Dialoge initiieren wir auch gerade parallel darüber wird gesprochen auch mit den rheinhäfen und so wie geht's weiter und ich glaube, dass es trotzdem sehr sehr wichtig ist zum Thema zellen oder kreisläufe und so, dass man halt im kleinen beginnt und das darf nicht verpuffen. Aber ich glaube wenn man so was aktiv betreibt und er hat runden tisch hafen gestalten bilden würde der sich etabliert, wo man halt auch gelder bräuchte das wär dann wieder ne frage wo kriegen wir die denn her? Bei leeren kassen vielleicht am wenigsten in den kultur kassen leider. Wie kriegen wir leute von der bauwelt ran? Wie kriegen wir das kit noch mal ran oder welche großen die industrien? Vielleicht zahlt jeder einen beitrag hafen gestalten monatlich und damit können wir die talks finanzieren oder so. Aber das stellt sich mir auch die frage wie schaffen wir das eben am leben zu halten? Das ist nicht verpufft und mir also nicht mein sohn in 20 jahren sagt ich er macht jetzt einen hafen stammtisch, weil er es cool fänd oder so. Ja,

Sprecher:in 2: ich glaube, es ist wichtig, dass alle Akteure und dass der Eindruck den ich jetzt von extern habe, dass es zu viele Akteure im Moment gibt, die das Gefühl haben, sie können in dieser Diskussion was verlieren oder verlieren so wenn wir es nicht schaffen, irgendwo den Eindruck oder das Gefühl zu wecken, dass man eben bei einem solchen Gespräch mit so einem Diskurs gewinnen kann, egal ob's Politiker industrieller Künstler oder was auch immer ist, dann wird dieses Gespräch nicht stattfinden und die Frage ist glaube ich die zuerst gestellt werden muss nicht wer sitzt am tisch? Ich glaub jetzt müssen alle am tisch sitzen, sonst wird so eine sache immer schwierig. Aber wie schafft man es, eine plattform zu schaffen, wo die Beteiligten nicht das Gefühl haben, dass sie verlieren oder verlieren können? Das muss unsere Aufgabe sein, und dann kriegen wir das glaube ich, auch hin.

Sprecher:in 4: Für mich hat sich auch auf die Frage gestellt auch früher, gerade wenn es um so riesige Veränderungen riesige Transformationsprozesse für Stadtgebiete geht, von wem geht denn das wirklich aus und wie kriegt man einerseits die ganzen Akteure an einen Tisch? Aber auch andersrum Wer aus der Bevölkerung hat denn da insbesondere ein Interesse, sich damit auseinanderzusetzen, auch eine gewisse Leidenschaft zu entwickeln? sich der Thematik anzunehmen, Und oftmals war eigentlich die Schlussfolgerung, dass es zunächst eigentlich sozusagen aus der Bevölkerungsschicht eigentlich ausgehen muss, weil da sozusagen noch mal ein ganz anderer Blick in eine ganz andere Perspektive, keine rosarote Brille, sondern einfach ein handfester Kontakt mit verschiedenen Medien, mit verschiedenen Arbeitsformen, mit, mit der, mit, mit dem Handwerk beispielsweise und mit ganz anderen Arbeitsweisen, die Kulturschaffende mittlerweile entwickelt haben. Und da liegt meiner Meinung nach auch das größte Potenzial, sozusagen 11 bottom-up Bewegung auch zu initiieren und auch das Thema gerade dieses Werkstatt, Palastes et cetera, und vor allem der Sichtbarkeit dieser ganzen Thematiken dauerhaft zu etablieren. Und ich habe mich schon auch so ein bisschen auf die auf die Perspektive insofern bezogen oder möchte mich darauf beziehen, dass dieses Format natürlich weiter lebt, und da hatte ich für die nächsten Jahre oder für das für das kommende Jahr auf jeden Fall die Perspektive. Eine des ganzen WERKstattPALAST als schwimmender Palast, um noch mal eine ganz andere nochmal dieses Niveau hier des des Festlands zu verlassen und sich einfach direkt in diese in diese Hafenbecken zu geben und auch vielleicht wandern zu können, vielleicht alle Perspektiven, die die Hafenarmen bieten, einzunehmen. Und da noch mal ganz andere Sichtweisen vom Wasser aus insbesondere zu entdecken.

Sprecher:in 2: Das klingt jetzt ganz spannend, weil in Zürich gab es eben an der Limite schon so eine Initiative, diesen Hafen Charakter Ranzubringen aus künstlerischer Seite, und da ist ein kompletter Hafenkran dann von der Nordseeküste dann abgebaut worden und in Zürich dann. Ich glaube fünf, 600.000 Franken hat es gekostet, direkt an der Limmat, dann aufgebaut worden, Das hat die Stadt sehr stark polarisiert, weil jeder gesagt hat Wofür brauchen wir denn so etwas? Und das wär so ein bisschen schon in die Richtung, dass man eben die Kultur aufs Wasser bringt auch da gibt es in Zürich ein Beispiel. Das ist die Herz Baracke, das ist praktisch so ein Kleintheater, was immer um den See herum tourt und woanders dann festmacht, das wäre dann in dem Sinne auch in die Richtung, dass wir dann vielleicht ihre Unterstützung dann bräuchten, dass wir dann schwimmendes Material haben, auf dem wir das dann aufbauen könnten,

Sprecher:in 1: also wenn's aus Gerüst gelingt, da haben wir schon eine Zusage für die WERKstattPALAST zwei aus Berlin, wenn wir das schwimmen lassen können ja, also danke für den Input Janosch ich würde, aber Steffi möchte noch was sagen gerne

Sprecher:in 9: wo m Also ich muss auch immer noch über ihren einwand nachdenken, den ich wirklich sehr sehr gut verstehen kann, weil auch ich so eine krasse abneigung oder nicht krasse Abneigung, aber mich auch so ein bisschen stoße vor allen dingen wenn ein gebiet gentrifiziert wird oder wenn wohn Wohnungen dazu kommen was ich mir jetzt glaube ich auch also ich persönlich für den rheinhafen gar nicht so wünschen würde tatsächlich ähm weil dann eben die frage auch ist für wen sind diese wohnungen oder wohnraum oder für wen ist dann letztendlich der hafen? Und das ist eben aber auch ne frage, wo ich mir denke, dass es gerade jetzt wichtig ist, das was wir jetzt gerade besprochen haben dass sich alle an einen tisch setzen, dass man einen nachhaltigen Hafen gerade jetzt zu dem zeitpunkt entwickeln kann, gemeinsam und eben auch solche entwicklungen, die es ja auch in anderen Städten an Häfen gibt eben zu verhindern und dann ein Gebiet entsteht, was vielleicht nicht also was auf keinen Fall am Reißbrett entstanden ist und wo verschiedene Akteurinnen eben nicht mit beteiligt sind. Aber ich kann diese Angst oder Furcht auf jeden Fall nachvollziehen. Und für die Kultur ist es natürlich auch immer schwierig, wenn Wohnraum da ist, weil da hatten wir ja auch mit den Rechten inwiefern kann man dann lange Musik oder zum Beispiel machen? Aber ich finde gerade jetzt, an dem Zeitpunkt ist es eben auch gut, dieses nachhaltige Zusammensein am Hafen zu besprechen und was kann man bewahren und inwiefern kann man die Industrie auch weiterhin auch hier als Standort halten, weil komplett Industrie? Ich glaube, das könnten wir uns alle nicht richtig vorstellen hier am Hafen, das ist ja auch der Charakter des Hafens, und deshalb finden sie auch viele schön. Also, das zieht ja natürlich auch viele Kulturschaffende an dieser Industrie. Scham wie Du meintest auch diese Flächen. Und von daher finde ich, ist es möglich, dieses Zusammenspiel zu machen, ohne dass die unterschiedlichen Akteure eingeschränkt sind, wie zum Beispiel die Vereine. Da sehe ich zum Beispiel gar keine Gefahr.

Sprecher:in 4: Da kann ich auch noch ergänzen, denn als ich in der Analyse war hier mit dem, mit dem Gebiet und mir eigentlich diese ganzen Ja Gewerbe angeschaut hab, die unterschiedlichen Gewerbe, die großen Industrien, war ich doch überrascht, auch diese diesen Ruderclub zu finden und ähm auch vor orte zu wissen und ähm, das war damals auch schon so ein gewisser anker auch für mich ähm gerade unter der der vervielfältigung eigentlich verschiedener nutzungen und verschiedener sportlicher freizeitlich aktivitäten ähm wie auch kulturaktivitäten und wie gesagt also beispielsweise sind ja aus gründen der nachhaltigkeit motorboote sowieso weggefallen in meiner vision und die thematik mit den mit der schifffahrt die sich vielleicht irgendwann erledigt haben würde wäre damit auch gegessen und deshalb ist das war nicht ganz zu erkennen mein plan. Aber es gibt sozusagen auch dieser dieser hafen dieses hafenbecken, wo auch der ruderverein jetzt verortet ist, das war dann im Prinzip eine ganze strecke, eine ganze ruder trainings strecke auch und so ist die in meinem Plan verortet, und vielleicht ja kann man den irgendwann noch mal aus der Tasche ziehen und dann bietet sich eben auch 11 ganz neue Perspektive für Vereine und das Thema mit der Sichtbarkeit und und Wahrnehmung spielt da für mich auch immer eine sehr große Rolle, denn sobald ich auch Leute dort an diesem Ort habe, die, die dort wohnen und arbeiten und sozusagen im Vorbeigehen unterbewusst auch wahrnehmen, eben um diese, also diese sportlichen Angebote sehen und wahrnehmen. Da entsteht ja auch ein ganz neuer Bezug genau

Sprecher:in 1: vielen Dank ich ja, so viel wir uns auch alle zu erzählen haben ich freue mich, dass dieser Kreis hoffentlich durch das Gespräch an potenziellen Hafen Gestalter in wächst oder gewachsen ist. Hiermit und ich beschließe jetzt einfach mal im Sinne oder im Namen von kit innovation Hab und ato, dass wir Ende des Jahres Runde zwei machen und hoffe, dass sowohl du Janos anreisen kannst und auch alle anderen mit an Bord sind und, äh, ja, in der Hoffnung, dass sich diese Runde erweitert und ich glaube daran ehrlich gesagt und auch mit allen Bedenken an bord da weiter zu wachsen und freue mich, dass wir heute da so einen staat gefunden haben. Andreas

Sprecher:in 2: ja vielleicht, das lohnt sich nicht, man muss ja mal fragen was lohnt sich? Und es lohnt sich nicht. Das meine ich nicht monetär, sondern einfach eher vom vom von dem wie die Menschen profitieren und einen Hafen in die Stadt zu bringen an die Stadt zu bringen ist sicherlich etwas, was sich lohnt für alle Beteiligten. Voraussetzung ist bloß dabei, dass sie sich eben engagieren ohne Angst und frei von Zweifeln, weil sonst haben wir eine Diskussion, die hinten rausgeht. Wie's Hornberger schießen deshalb ja, Runde zwei wird es geben, sicherlich auch mit Akteuren, die noch weiter dazu kommen. Schauen wir mal, wie dann der Mut verteilt ist in der Runde der Verantwortlichen, sich dann an den Tisch zu setzen.

Sprecher:in 1: Herzlichen Dank an alle, die da waren.

Sprecher:in 8: Aus einem organisatorischen sind gerade noch alle, die sich daran beteiligen wollten und auch in dieser Runde zwei dabei sein wollten. Die sollten heute ihre Kontaktdaten dalassen, dass wir das auch wirklich realisieren können, dass da niemand aufsteht und geht, ohne das abzugeben Danke.

Fotos von diesem Tag · 24. September 2022

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