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Thema 2 von 8 · 11 Veranstaltungen

Stadt und Freiräume

Wo gibt es in Karlsruhe noch Freiräume?

Der WERKstattPALAST stand zehn Wochen auf einer Fläche, die bis dahin nicht für Kultur genutzt werden durfte. Die Frage, wer Stadt gestaltet, lag also nahe, und sie zog sich durch das ganze Programm.

In der zweiten Woche stellte Socialform das „Amt für künstlerische Vermessung“ vor, eine Methode, sich der Stadt emotional-subjektiv zu nähern. Jaro Eiermann skizzierte „Die neue soziale Mitte“: einen zentralen Raum zwischen Schlossplatz, Ettlinger Tor, Festplatz, Stadtgarten und Hauptbahnhof Süd als Gegenpol zur Konsummeile. Zwei Tage später diskutierten Akteur:innen aus Karlsruhe, Darmstadt und Stuttgart, darunter Oriana Kraemer vom Karlsruher Reallabor und Martin Mannweiler von Stadtlücken e.V., welche Rolle künstlerische Initiative in der Stadtentwicklung spielt.

Das /MKDIR Collective ließ Teilnehmende Zukunftsszenarien des Stadtlebens entwerfen, Urbane Gärten Karlsruhe gab beim Workshop „Zeichen setzen!“ Werkzeuge für gesellschaftliche Veränderung an die Hand. In der Ausstellung zeigte die AG Lichtbild urbane Situationen, Axel Philipp einen Stadtplan, der sich im Leuchtkasten selbst umstrukturiert hatte.

Die WSP-Publikation bündelt diese Gespräche im Kapitel „Human“, unter Stichworten wie Reallabor, Partizipation und resiliente Stadtgesellschaft.

Fragen

Fragen, die wir verhandelt haben.

  1. Wie kann durch künstlerische Initiative Stadtraum neu definiert werden?
  2. Welche Rolle spielt Kunst in städtischen Entwicklungsprozessen?
  3. Was braucht gelungene Partizipation?
  4. Welche Orte der Beteiligung brauchen wir in Zukunft?
  5. Wie lässt sich Stadt emotional und subjektiv vermessen?

Kunst

Werke, die dazu arbeiten.

Ausschnitt eines verzogenen Stadtplans hinter Acryl.
Foto: Sebastian Heck

Gerüst · 2022

Der Plan

Axel Philipp

Original-Stadtplan auf Acryl, der als Aushang diente

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„Der Plan“ ist ein Stadtplan, der im Stadtraum in einem Leuchtkasten hing und sich mit der Zeit durch die Temperatur selbst umstrukturiert hat.

Vertreten durch ato-Kunstagentin Elisabeth Kuon

Ein großformatiges Foto eines Auges an der Wand, darüber Silos und ein Strommast des Hafens.
Foto: Yael Kolb

Obere Empore · 2022

Paradies Baustelle

AG Lichtbild: Lisa Bergmann, Mascha Dilger, Sebastian Heck, Jehad Othman, Nemanja Sarbajic, Manuel Sékou, Alexander Theis

Fotografie (C-Prints)

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„Paradies Baustelle“ war eine Ausstellung in drei Teilen: Während der Laufzeit hat die AG Lichtbild ihre Fotografien zweimal komplett ausgetauscht. Gezeigt wurden Arbeiten von sieben Fotograf:innen. Gemeinsam ist ihnen die Untersuchung urbaner Situationen, in denen sie soziale oder rein optische Gegebenheiten betrachten.

Die AG Lichtbild ist eine offene Gruppe, die sich über unterschiedliche künstlerische Ansätze austauscht. Viel fotografisches Material bleibt auf Festplatten liegen; die AG schafft einen Raum, diese Bilder zu zeigen, ohne gleich ein Konzept oder einen Auftrag erfüllen zu müssen.

Container 2 (ab 29. September)

Thirty Slides / Alp Zeznina Dadaint (May 2021)

Saskia Fischer

Pigmentdruck auf Hahnemühle, kaschiert auf Alu-Dibond

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Zwei Fotografien, die das Halbformat auf unterschiedliche Weise nutzen: „Thirty Slides“ (2012) und „Alp Zeznina Dadaint (May 2021)“ (2022). Die Bilddopplung wirkt wie ein Fenster und damit wie Architektur. Saskia Fischer: „Wenn ich an Struktur denke, denke ich häufig über Wege nach und wie diese Landschaft verändern: von Desire Paths zu städtischer Infrastruktur und Architektur. Ich frage mich dabei, wie marginalisierte Identitäten, wie meine eigene, sich in diese Landschaften einschreiben können.“

Vertreten durch ato-Kunstagentin Norina Quinte

Alle Werke →

Fotos

So sah das vor Ort aus.

Stimmen · Was ist Struktur?

Was Beteiligte dazu sagen.

„Muster, Shortcuts, Zusammenhänge, vernetztes System, was Allgemeines, Dysfunktionalität, Alles (das natürliche Chaos). Aber auch der Versuch, geordnete Klarheit zu schaffen, ein Modell, ein großes System, das benötigt wird, wenn sich eine größere Anzahl an Beteiligten organisiert oder organisiert wird. Anatomie: Zusammenhänge, Systeme, Internet, das natürliche Chaos.“

AG Lichtbild · Kollektiv von Fotograf:innen

„Es gibt nichts Unstrukturiertes. Strukturen können aber so komplex sein, dass sie unsichtbar bleiben.“

Axel Philipp · Künstler

„„Wie lautet deine Definition von Infrastruktur?“ Infrastruktur ist ein dichtes Netz bzw. Geflecht von Personen- und Warenströmen, die sich im Kontext der Globalisierung und Urbanisierung als Teil der (Stadt-)Gesellschaft mehr und mehr verselbständigt hat. Die Ausmaße globaler Infrastruktur sind für das Individuum stets allgegenwärtig, dennoch hinterfragt kaum jemand die fortschreitende Mobilmachung aller Menschen und Güter. Infrastruktur ist letztlich ein gesamtgesellschaftliches Konstrukt, welches als „notwendiges Übel“ tagtäglich weiter wächst und dabei mehr Ressourcen verschlingt, als es sozio-ökonomisch generiert.“

Janosch Ottenschläger · Architekt

Kontakt · supermorgen

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