Der WERKstattPALAST stand zehn Wochen auf einer Fläche, die bis dahin nicht für Kultur genutzt werden durfte. Die Frage, wer Stadt gestaltet, lag also nahe, und sie zog sich durch das ganze Programm.
In der zweiten Woche stellte Socialform das „Amt für künstlerische Vermessung“ vor, eine Methode, sich der Stadt emotional-subjektiv zu nähern. Jaro Eiermann skizzierte „Die neue soziale Mitte“: einen zentralen Raum zwischen Schlossplatz, Ettlinger Tor, Festplatz, Stadtgarten und Hauptbahnhof Süd als Gegenpol zur Konsummeile. Zwei Tage später diskutierten Akteur:innen aus Karlsruhe, Darmstadt und Stuttgart, darunter Oriana Kraemer vom Karlsruher Reallabor und Martin Mannweiler von Stadtlücken e.V., welche Rolle künstlerische Initiative in der Stadtentwicklung spielt.
Das /MKDIR Collective ließ Teilnehmende Zukunftsszenarien des Stadtlebens entwerfen, Urbane Gärten Karlsruhe gab beim Workshop „Zeichen setzen!“ Werkzeuge für gesellschaftliche Veränderung an die Hand. In der Ausstellung zeigte die AG Lichtbild urbane Situationen, Axel Philipp einen Stadtplan, der sich im Leuchtkasten selbst umstrukturiert hatte.
Die WSP-Publikation bündelt diese Gespräche im Kapitel „Human“, unter Stichworten wie Reallabor, Partizipation und resiliente Stadtgesellschaft.