So arbeiten wir · Zusammenarbeit
Wie eine Zusammenarbeit mit uns abläuft.
Antworten auf die Fragen, die uns Verwaltungen, Hochschulen und Unternehmen am häufigsten stellen. Wo es passt, mit dem Beispiel WERKstattPALAST.
Wie fangen wir an?
Schreiben Sie uns zwei Sätze zu Ihrem Vorhaben. Wir antworten meist innerhalb von zwei Tagen und sagen Ihnen, ob wir dafür die Richtigen sind. Falls nicht, kennen wir oft jemanden aus unserem Netzwerk, der besser passt.
Passt es, telefonieren wir etwa eine halbe Stunde. Danach wissen Sie, ob sich ein nächster Schritt lohnt. Das Erstgespräch ist für Sie kostenlos und unverbindlich.
Wie läuft ein Projekt mit supermorgen ab?
In Phasen, die Sie am WERKstattPALAST nachverfolgen können:
- Erstgespräch: Was wollen Sie erreichen, für wen, bis wann, mit welchem Rahmen?
- Skizze und Angebot: Idee, Formate, Zeitplan und Kostenrahmen auf wenigen Seiten.
- Konzept und Planung: Partner, Ort, Genehmigungen, Förderung, Gestaltung.
- Kommunikation: Erscheinungsbild, Programm, Presse, Einladungen.
- Durchführung: Aufbau, Betrieb, Moderation, Betreuung vor Ort.
- Dokumentation: Fotos, Mitschnitte, Zahlen, Bericht.
Nicht jedes Projekt braucht alle Phasen. Manche Auftraggeber:innen holen uns nur für eine davon.
Wie lange dauert so ein Projekt?
Beim WERKstattPALAST lagen zwischen dem ersten Konzeptpapier (3. September 2021) und der Eröffnung (13. August 2022) knapp elf Monate. Die intensive Planung begann im März 2022, die Standortsuche lief bis in den Mai. Zu den langwierigsten Teilen gehörten Fläche und Genehmigungen, nicht Programm oder Gestaltung.
Kleinere Vorhaben, etwa eine Gesprächsreihe oder ein einzelner Aktionstag, gehen deutlich schneller. Wie schnell, hängt vor allem davon ab, ob Raum und Genehmigungen schon geklärt sind.
Was müssen wir als Auftraggeber:in selbst leisten?
Meist drei Dinge: eine Ansprechperson mit Entscheidungsbefugnis, Zugang zu Ort und Genehmigungen und Ihre eigenen Kanäle für die Kommunikation. Beim WERKstattPALAST haben die Rheinhäfen Karlsruhe die Fläche gestellt und beim Aufbau der Infrastruktur geholfen. Ohne das wäre das Projekt nicht möglich gewesen.
Wenn Gremien entscheiden müssen, planen wir deren Sitzungstermine von Anfang an in den Zeitplan ein.
Wie viel Beteiligung ist wirklich drin?
So viel, wie der Gestaltungsspielraum hergibt. Das sagen wir am Anfang offen. Auf unseren Formatkarten steht bei jedem Format, ob es informiert, zum Austausch einlädt, zum Mitmachen oder zum Mitgestalten.
Beim WERKstattPALAST waren die meisten Formate informierend oder dialogisch: Vorträge, Ausstellung, Gespräche an der langen Tafel. Mitgestaltet haben vor allem die rund 190 Mitwirkenden, zum Beispiel über den Open Call und die 48 Who-is-Who-Steckbriefe. Für einen Beteiligungsprozess im engeren Sinn würden wir die Gewichte anders setzen.
Wie gehen Sie mit schwierigen oder strittigen Themen um?
Wir holen die Beteiligten an einen Tisch, wörtlich. Beim WERKstattPALAST saßen Gäste, Moderation und Publikum an einer 25 Meter langen Tafel, ohne Podium. So wurde über Honorare in der Kunst gesprochen („Wie fair teilen?“), über Trauer (mit der Trauerhilfe Stier) und über die Zukunft des Rheinhafens, die zwischen Stadt, Hafengesellschaft und Interessengruppen seit Jahren kontrovers diskutiert wird.
Dazu gehören klare Regeln: Im Programmheft stand, dass Rassismus, Sexismus und jede Form von Diskriminierung nicht toleriert werden und wer sich unwohl fühlt, sich an der Rezeption melden kann.
Können Sie Fördermittel mitdenken?
Ja. Wir denken die Förderung mit: welche Programme passen, was förderfähig ist, welche Eigenanteile nötig sind und wie Zahlen und Ergebnisse für den Sachbericht erhoben werden.
Der WERKstattPALAST war auch hier ein Übungsfeld. Wir haben Anträge bei Land, Stadt und Stiftungen gestellt, nicht alle wurden bewilligt. Die Kostenstruktur haben wir im Programmheft offengelegt, einschließlich der Frage, wie viel davon gedeckt war. Anträge schreiben wir mit Ihnen gemeinsam, die Verantwortung für den Antrag bleibt bei der antragstellenden Stelle.
Können Sie uns ein Angebot für einen Direktauftrag oder einen Angebotsvergleich schicken?
Ja. Wir kennen Direktauftrag, Angebotsvergleich und Ausschreibung und liefern die Unterlagen, die Sie dafür brauchen: Angebot mit Leistungsbeschreibung, Referenzen, Eigenerklärungen, Konzept und Kalkulation. Für Ihre Vergabeakte können Sie den Projektsteckbrief des WERKstattPALAST als Referenzblatt verwenden.
Wertgrenzen und Verfahren unterscheiden sich je nach Land und Auftraggeber:in und ändern sich gerade. Welches Verfahren bei Ihnen gilt, klärt Ihre Vergabestelle, wir richten uns danach.
Wie barrierefrei sind Ihre Formate?
Wir klären am Anfang, was der Ort baulich zulässt und wen Sie erreichen wollen. Danach planen wir Maßnahmen wie stufenlose Wege, Sitzplätze, einfache Sprache, Übersetzung oder Gebärdensprache sichtbar im Kostenplan ein, statt sie am Ende zu streichen.
Beim WERKstattPALAST war der Eintritt frei, und während der gesamten Öffnungszeit waren Ansprechpersonen aus Kunst und Wissenschaft vor Ort. Ein Gerüstbau über zwei Geschosse hat aber Grenzen. Diese Website hat eine eigene Erklärung zur Barrierefreiheit.
Wie gehen Sie mit Daten, Fotos und Einwilligungen um?
Datenschutz ist dabei Voraussetzung und nichts, was man dazubucht. Bei Veranstaltungen heißt das: Hinweise auf Foto- und Tonaufnahmen, Einwilligungen von Gästen für Mitschnitte und Veröffentlichung, sparsame Erhebung von Daten bei Anmeldungen und klare Löschfristen.
Diese Website setzt keine Tracking-Cookies. Externe Videos laden erst nach Ihrem Klick.
Machen Sie auch nur Gestaltung, nur Moderation oder nur das Konzept?
Ja. Beim WERKstattPALAST kam alles aus einer Hand: Konzept, Programm, Raum, Grafik, Website. Das zeigt, was zusammenpasst, ist aber keine Bedingung. Sie können einzelne Bausteine beauftragen, etwa ein Erscheinungsbild, eine Gesprächsreihe mit Moderation oder eine Konzeptskizze für Ihren Förderantrag.
Was machen Sie nicht?
Kunst als Dekoration. Kunst ist unser Standpunkt, nicht unsere Bühne. Wenn ein Projekt nur ein buntes Rahmenprogramm braucht, sagen wir das im Erstgespräch und empfehlen jemand anderen.
Wir versprechen auch keine Beteiligung, wo nichts mehr zu entscheiden ist, und keine Zahlen, die wir nicht erheben können.
Was kostet das?
Eine Preisliste gibt es nicht, weil sich die Kosten fast vollständig aus dem Vorhaben ergeben. Sie hängen vor allem ab von:
- Dauer und Umfang: ein Abend, eine Reihe oder zehn Wochen
- Ort: vorhandener Raum oder eigener Bau, Genehmigungen, Strom, Wasser, Sicherheit
- Technik: Ton, Licht, Aufnahme
- Honorare: für Künstler:innen, Gäste, Moderation
- Gestaltung und Druck: Plakate, Programmheft, Leitsystem
- Personal vor Ort: Betreuung während der Öffnungszeiten
- Dokumentation und Barrierefreiheit
Zur Einordnung: Beim WERKstattPALAST entfielen 54 % der Kosten auf Sachmittel, 30 % auf Personal, 12 % auf Honorare für Künstler:innen und 4 % auf Honorare für Musiker:innen (Programmheft 2022). Nach dem Erstgespräch nennen wir Ihnen einen Rahmen.
Was bekommen wir am Ende?
Mehr als die Veranstaltung selbst: Fotos mit geklärten Credits, Mitschnitte, Zahlen mit Angabe, wie sie erhoben wurden, und einen Bericht, den Sie für Gremien oder Ihren Sachbericht verwenden können.
Beim WERKstattPALAST sind aus Mitschnitten und Transkripten später ein ausführlicher Rückblick (2023) und eine Publikation (2025) entstanden. Den Umfang der Dokumentation legen wir im Angebot fest.
Schreiben Sie uns zwei Sätze zu Ihrem Vorhaben. Nach einer halben Stunde am Telefon wissen Sie, ob es sich lohnt. Für Ihre Unterlagen können Sie den Steckbrief schon jetzt mitnehmen.