„In welchen Strukturen steckst du?“ fragte der WERKstattPALAST 2022 auf seiner Website. Struktur meint dabei nicht nur Gebautes, sondern, wie es im Programmheft heißt, „die Konstruktion einer Gesellschaft“.
Beim Talk „Beziehungshorizonte“ ging es um Paare, bei denen ein Teil in der Wissenschaft und der andere in der Kunst arbeitet, und um die Aushandlungen, die das mit sich bringt. Im Dialog „Möchtest Du hören, was ich brauche?“ luden Trauernde, eingebracht von der Trauerhilfe Stier, zum Gespräch darüber ein, welche Strukturen in der Trauer helfen. Urbane Gärten Karlsruhe zeigte im Workshop „Zeichen setzen!“, wie sich gesellschaftliche Veränderung gemeinsam gestalten lässt.
In der Ausstellung stellte Stephanie Senge Konsumprodukte aus acht Ländern ins Regal, Hannah Cooke verwies mit einem Buntglasbild auf die Schlangen vor Damentoiletten, Sibylle Wagner hängte etwa 40 Sätze von Zeitgenoss:innen ans Gerüst. Im Kino-Container liefen „Null zu Null“ über die Exklusivität von Körpern in Räumen und „AG-NES“ über Gruppen, die sich radikalisieren.
Auch der Ort selbst war auf Begegnung angelegt: freier Eintritt, eine 25 Meter lange Tafel ohne Trennung zwischen Podium und Publikum, Workshops, zu denen Kinder mit ihren Eltern wiederkamen.