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Thema 6 von 8 · 10 Veranstaltungen

Digitales und Überwachung

Wem gehören unsere Daten?

In der dritten Woche, „(Un)Abhängigkeiten“, stand die digitale Infrastruktur im Mittelpunkt. Das /MKDIR Collective sprach über die ethischen und sozialen Folgen der „digitalen Dreifaltigkeit“ aus Daten, Hardware und Software und ließ im Workshop Zukunftsszenarien des Stadtlebens entwerfen. Im Workshop „La grande baguette magique“ von STRWÜÜ und dem HfG Open Resource Center ging es um Energie, Macht und Gefahr des Unsichtbaren am Beispiel des Internets.

Das ganze Wochenende lief der Film „Algorithmenbasierte Kameraüberwachung“ von Martin Mannweiler und Mark Julien Hahn (Cite-Online) über ein Videoüberwachungsprojekt der Polizei in Mannheim, ab dem 8. September dann im Container. Im Kino-Container liefen weitere Filme zum Thema: „Der Wächter“ von Yaël Kolb über eine Sicherheitskontrolle in Jerusalem und „AG-NES“ von Luise Peschko über Echokammern. Alex Wengers Installation „Stranger“ fragte am Spiegel mit Kamera, ab wann man sich selbst fremd wird.

In der siebten Woche sprach Sophia Pompéry darüber, wie der digitale Wandel Machtstrukturen im Kunstbetrieb verschiebt, wenn Gatekeeper wegfallen. Die WSP-Publikation fasst diese Beiträge im Kapitel „Digital“ zusammen.

Fragen

Fragen, die wir verhandelt haben.

  1. Welche ethischen und sozialen Folgen hat digitale Infrastruktur?
  2. Wie wirkt die Unsichtbarkeit von Strukturen auf unser Verhalten?
  3. Wie viel Sicherheit schafft Kameraüberwachung im öffentlichen Raum, und um welchen Preis?
  4. Wem gehören unsere Daten?
  5. Verschiebt der digitale Wandel die Macht im Kunstbetrieb?

Kunst

Werke, die dazu arbeiten.

Kino-Container · 2021

AG-NES

Luise Peschko

Video

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Das Video untersucht Verhaltensmuster in homogenen Diskursräumen, die dazu führen, dass Gruppen sich zunehmend radikalisieren. In digitalen wie analogen Echokammern werden Meinungen zu unverrückbaren Dogmen, die keinen echten Diskurs mehr zulassen.

Container mit Bildschirmen an beiden Wänden und zwei Klappstühlen.
Foto: Sebastian Heck

Filmscreening 1.–4. September, danach Container 1 · 2022

Algorithmenbasierte Kameraüberwachung

Cite-Online (Martin Mannweiler, Mark Julien Hahn)

Film, 40:26 Minuten

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Dokumentation eines polizeilichen Videoüberwachungsprojekts in öffentlichen Räumen in Mannheim. Die Maßnahme wirft allgemeine Fragen auf: zu subjektiver Sicherheit, panoptischer Überwachung, objektiven Bedrohungslagen, konzerngesteuerten Bilddatenbanken, globalen Krisen und lokaler Kontrolle. Musik: Björn Castillano.

Kino-Container · 2022

Der Wächter

Yaël Kolb

Video

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Die Aufnahmen zeigen den Eingangsbereich eines Einkaufszentrums aus den 1970er-Jahren in Jerusalem, mit der in Israel üblichen Sicherheitskontrolle mit Metalldetektor und Handscanner. Seit den vielen Anschlägen Anfang der 2000er hat jedes öffentliche Gebäude eine solche Einlasskontrolle. Nach 20 Jahren wirkt sie eher wie ein festes Ritual als wie ein Schutz. Mit Unterstützung von Karam Natour.

Ein Monitor zeigt ein Raster aus vielen kleinen Porträtausschnitten.
Foto: Sebastian Heck

2011

Stranger

Alex Wenger

Monitor, Raspberry Pi, Kamera

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Eine Spiegel-Installation mit Kamera und Bildschirm. „When we look in the mirror, we think we can recognise ourselves. But who are we actually, don’t we all have eyes, nose, mouth? At what point does it become a stranger?“

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Fotos

So sah das vor Ort aus.

Stimmen · Was ist Struktur?

Was Beteiligte dazu sagen.

„„Was ist für dich eine nachhaltige Struktur?“ Eine nachhaltige Struktur bezieht sehr viele Parameter ein und berechnet ihre Effizienz durch eine ehrliche Betrachtung zwischen Anfang und Ende.“

Benjamin Breitkopf · Künstler (Medienkunst und Fotografie)

„Meine persönliche Vorstellung von Struktur ist die Anordnung einzelner Elemente als ein kollektives Ganzes, dessen Erscheinungsbild und Handlungscharakter durch die Art der Beziehungen der Mitglieder zueinander bestimmt wird.“

Desirée Eppele · Künstlerin

„Struktur ist eine Wiederholung von Abfolgen.“

Kilian Kretschmer · Künstler

Kontakt · supermorgen

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