So arbeiten wir · Rückblick
Nicht alles hat funktioniert.
Der WERKstattPALAST war für uns ein Versuch, und Versuche haben Lücken. Die folgenden Punkte stammen aus unseren eigenen Unterlagen: Rückblick 2023, Programmheft, Planungsdokumente, Presse. Wo die Unterlagen schweigen, schreiben wir nichts dazu.
Die Finanzierung war nicht geschlossen.
60 % der Arbeitsstunden waren unbezahlt. Zum Druckzeitpunkt des Programmhefts waren die Honorare der Künstler:innen zu 28 % gedeckt, die der Musiker:innen zur Hälfte, das Personal zu 40 %. Die BNN berichtete am 4. Oktober 2022, dass das Projekt auf ein Defizit zusteuerte, vor allem wegen gestiegener Materialpreise. Wir haben das offen kommuniziert, und das war richtig. Besser wäre gewesen, die Finanzierung vor der Eröffnung zu schließen oder das Programm an die gesicherten Mittel anzupassen.
Zahlen einheitlich erheben.
Je nach Dokument waren es 30, 33, über 30 oder über 40 Künstler:innen, 50 Musiker:innen und DJs oder 60 Konzerte und DJ-Sets, über 50 oder über 70 Who-is-Who-Beteiligte. Besuchszahlen wurden nur stichprobenartig gezählt. Heute würden wir vor dem ersten Tag festlegen, was wir wie zählen, und dabei bleiben.
Das Programm vollständig ankündigen.
Mehrere Programmpunkte des KIT Innovation HUB standen im Heft ohne Titel, mit dem Hinweis „Inhalte werden online bekannt gegeben“. Bei einigen Gesprächen fehlten die Namen der Gäste. Die finale Fassung des Programmhefts trägt den Stand 30. August 2022, zweieinhalb Wochen nach der Eröffnung.
Dokumentation mitplanen.
Für mehrere Termine gibt es keine eigene Fotoserie, darunter das Zukunftsfest vom 13. bis 15. Oktober. Einzelne Gespräche sind nicht als Mitschnitt vorhanden, die übrigen wurden automatisch transkribiert und mussten für die Publikation überarbeitet werden. Was in den Workshops des KIT Innovation HUB passiert ist, lässt sich kaum noch rekonstruieren. Dokumentation gehört in den Ablaufplan jedes Programmpunkts, mit Verantwortlichen und Einwilligungen.
Den Ort früher klären.
Die Standortsuche lief von März bis Mai 2022, die Verhandlungen mit den Rheinhäfen dauerten. Im Zeitplan vom März stand als Eröffnung noch „6. oder 13. August“. Fläche und Genehmigungen gehörten zu den langwierigsten Teilen der Vorbereitung. Bei einem nächsten Mal würden wir damit beginnen.
Was wir wieder so machen würden.
Den festen Wochenrhythmus aus vier Tagesformaten. Die lange Tafel statt eines Podiums. Die Materialbibliothek mit Material vom Ort. Den freien Eintritt. Und die offengelegte Kostenstruktur, auch wenn sie nicht nur Gutes zeigt.