ato ist eine Kunstplattform, die eine Veränderung des Kunstsystems einfordert. Deshalb stand die Frage nach fairen Strukturen im WERKstattPALAST nicht nur auf dem Programm, sondern auch im Programmheft: Dort ist die Kostenstruktur des Projekts offengelegt, mitsamt dem Hinweis, dass 60 % der geleisteten Arbeitsstunden unbezahlt waren. „Wir legen sie offen, da eine vergleichbare Struktur nicht eine Ausnahme ist, sondern leider der Regelfall.“
Schon in der ersten Woche sprach die Künstlerin Judith Milz über das Künstler:innen-Dasein, zwei Tage später fragten Jan Kage, Judith Milz und Dorothee Baer-Bogenschütz mit Lisa Bergmann: Wozu die Kunst? Beim „Gesprächsmenü: Form oder Norm“ ging es um Kompositions- und Vermarktungsnormen, in „Curator as Radical Caretaker“ sprach Didem Yazıcı über hierarchische Arbeitsstrukturen und die Verantwortung von Kurator:innen.
Die siebte Woche hieß „Wie fair teilen“. Auf Einladung des Kunstbüros der Kunststiftung Baden-Württemberg sprach die Künstlerin Sophia Pompéry über Kunst, Macht und Markt, anschließend diskutierten sie und Norina Quinte mit Gästen, wer an der Kunst verdient und welche Kooperationsformen fairer wären. Am Sonntag folgte ein Workshop zur künstlerischen Existenz im digitalen Wandel. Die WSP-Publikation greift diese Gespräche im Kapitel „Macht“ auf.