Worum es ging
An einem Tisch kamen geladene Gäste aus Kunst und Musik zu einem Gesprächsmenü zusammen. Die meisten begegneten sich zum ersten Mal und bekamen neben dem Essen auch Fragen aufgetischt: zu Prozessformen, Kompositionsnormen, Rezeptionsformen, Vermarktungsnormen und Formüberschreitung. Freie Plätze am Tisch luden das Publikum ein, mitzureden.
Beteiligte
Gastgeberin: Lea Grosz (ato-Kunstagentin), mit Gästen aus Kunst und Musik
Lea Grosz
ato-Kunstagentin
Gast-Kunstagentin bei ato. Sie hat Fox and Friends, Peter Piek und Verena Schmidt eingeladen und war Gastgeberin des „Gesprächsmenüs: Form oder Norm“.

Medien
audio · 1:28:32
„Gesprächsmenü: Form oder Norm“
Gäste aus Kunst und Musik sprechen über Prozessformen, Kompositions- und Vermarktungsnormen. Moderation: Lea Grosz (ato).
Transkript
Automatische Transkription, nicht redigiert. Namen und Fachbegriffe können fehlerhaft sein.
Sprecher:in 1: so, dann möchte ich euch alle Anwesenden herzlich zu dem Talk Form oder Norm begrüßen. Im WERKstattPALAST und als allererstes würde ich sagen wir füllen unsere Sekt flöten, alle die, die da sind, alle Talkgäste, die ich auch gleich vorstelle Dafür öffnet am besten Norina mal den Sekt mit einem schönen Knall. Ja genau, ich habe sechs Flöten mitgebracht, weil ich dachte, das Thema heute ist ja Musik und Kunst und also habe ich mit den Worten ein bisschen gespielt und habe Sekt flöten mitgebracht Mozartkugeln, Mozartkugeln und Torte Chips mit Salza Soße das für alle Sinn es ist ein Erlebnis für alle Sinne. Und dann stelle ich auch jetzt schon mal die Talkgäste vor, die sich hier schon mit eingeschaltet haben zu meiner Linken. Daniel Diefenbach Du darfst auch gleich noch mehr zu dir sagen, ansonsten ist so Ja, direkt vor mir sitzt Konstanze Zacharias ist das richtig ausgesprochen und ähm, genau, dann habe ich noch schräg gegenüber von mir den David sitzen und David, du darfst dich gleich auch noch selber vorstellen. Und ich hatte noch weitere Gäste eingeladen, die in der Kunst und Musikszene aktiv sind und da sie heute nicht hier sein können. Ich glaube, aber trotzdem vielleicht ab und zu vielleicht auch einen Beitrag senden könnten, dazu habe ich sie vorab schon mal um Statements zu bestimmten Fragen gebeten und die kann ich auch immer mal mit hier einstreuen. Jetzt bin ich erst mal gespannt, was ihr vielleicht zu euch selber sagen könnt
Sprecher:in 2: gut, ich würde sagen Ladies first
Sprecher:in 3: gut, danke schön, ja, ich bin Konstanze, ich bin Künstlerin bei Arthur, unter anderem bin aber auch Musikerin Textschreiber ich studiere gerade noch in Weimar Musikwissenschaft, schimpft sich das, und ich arbeite gern an diesen Schnittstellen. Also ich schwanke immer zwischen Musik, Kunst oder auch Text hin und her, und das greift für mich alles wunderbar ineinander und ergänzt sich und ist das eine ohne das andere auch nicht denkbar? Und so sind auch meine Strukturen so ein bisschen sprunghaft, vielleicht genau so viel zu mir.
Sprecher:in 4: Ja, mein Name ist David, und ich bin heute spontan hier dabei. Ich bin Mitarbeiter vom KIT Innovation Hub und von der eigentlichen Ausbildung Geowissenschaftler und Mineralogen. Also, man könnte denken mega weit weg. Aber ich habe vermutlich den größten Teil meines Lebens einfach mit Musikmachen verbracht. Ich habe über ganz, ganz viele Jahre Posaune in unterschiedlichen Orchestern auf landes oder nationaler oder auch europäischer Ebene gespielt und freue mich heute hier sehr dabei zu sein, denn mein Bestreben, Transformation im öffentlichen Raum in unserer gebauten Umwelt voranzubringen, ist immer auch ein einem ganzheitlichen Ansatz unterworfen und da spielt für mich Kultur Kunst eine ganz zentrale Rolle und deshalb freue ich mich da heute meine zwei Standbeine hier mal gleichwertig und auf einer Bühne vereinen zu dürfen und hier dabei zu sein,
Sprecher:in 2: das hört sich sehr gut an. Du bist gar nicht so weit entfernt, wie du eigentlich glaubst ich bin Daniel Diefenbach, ich bin außendienst Vertriebler für kaum Cabo, also tatsächlich der Mineralogie, gar nicht so weit entfernt. Ich bin aber auch seit über 15 Jahren als DJ in Wiesbaden und Umgebung unterwegs und bin von Lea ist jetzt mit meiner Tochter hier, die möchte auch ganz gern mal was zum besten geben. Ich bin auch offen für jeden Austausch ich bin selbst ein ganz ganz großer net obs jetzt Filme, musik oder kunst ist und freue mich über jeden input, den ich auch von außen bekommen kann und habe auch bestimmt den einen oder anderen Senf dazuzugeben.
Sprecher:in 1: Ja, vielen Dank, darauf stoßen wir doch an, dass ihr hier seid und schon die ersten Verbindungen gefunden habt, die zwischen euch bestehen Brust zum Wohl sein, ja, dann würde ich meine Wenigkeit auch noch vorstellen, und zwar ich bin leer, groß und da ich eine große Begeisterung fürs Musikhören habe, aber eine absolute Null auf diesem in diesem Bereich also eigentlich gar nicht so gut bin, selber Musik zu machen, sondern dass vor allem gerne höhere konsumiere, fördere, aber auf der anderen Seite in der Kunst ganz aktiv bin, selber Kunst studiert habe und gerne Künstlerinnen und Künstler, aber auch Musiker fördere, weil ich um diese ja Schwierigkeiten weiß irgendwie in der Gesellschaft oder in in den Strukturen, in denen wir leben, in der Gesellschaft die zu sehen, sichtbar zu machen, zu verankern und auch zu vermitteln. Und genau eine Schnittstelle ist deswegen Ich bin Kunstlehrerin und eine Schnittstelle ist das eben an junge Menschen zu bringen und die andere Schnittstelle ist bei ato Kunst Agentin zu sein und dort Verena Schmidt zu vertreten und habe mich sehr gefreut, dass ich eingeladen wurde von ato auch Musik hier herzubringen also gestern habe ich zwei Konzerte hierher gebracht, unter anderem Peter Piep, den wir auch eingangs gehört haben und genau Da habe ich mir irgendwann die Frage gestellt Wie weit sind eigentlich diese beiden Bereiche auseinander, was haben die gemeinsam, was können die voneinander lernen, was haben die für Schnittstellen und ja, und das so ein bisschen zu untersuchen, mit ganz unterschiedlichen Bereichen, also so ein bisschen wissenschaftlich, aber auch ohne Struktur eigentlich mal dran zu gehen zu sagen Okay, was wissen wir darüber eigentlich und genau? Ich habe von meinem Opa mal die Frage gestellt bekommen, ob ich lieber als Musiker oder als Künstlerin geboren werden, also wiedergeboren werden würde, weil ich eigentlich aus einer Musikerfamilie komme, aber total gar nichts kann, und das wäre so die erste Frage, die ich euch eigentlich auch stellen möchte, wie ihr dazu euch positioniert und vielleicht so als Klein Isa ja, würde ich vielleicht Peter zitieren, der gesagt hat, dass er gerne also dass er wahrscheinlich weil er jedem Ball hinterher rennt, wahrscheinlich in seinem vorherigen Leben bereits ja vorher schon gelebt hat und ein Hund war vielleicht und sich wahrscheinlich als Hund einfach nur gewünscht hat, Mensch zu sein und jetzt ist er einfach nur Peter Piek und ein guter Mensch und er verbindet eigentlich Musik und Kunst miteinander auf eine ganz besondere Art und Weise und jetzt bin ich total gespannt, als was ihr wiedergeboren werden wollt als Künstler oder als Musiker.
Sprecher:in 3: Ich würde die Frage wiederum weiter runterbrechen Für mich klingt ja diese Frage also, wie man Leute fragt Hund oder Katze fragen? Also wurde ich schon gefragt lieber blind oder taub, also wenn man einen Sinn verlieren würde, und ich würde immer auf den Sehsinn verzichten, um den Gehörsinn mir zu erhalten deswegen
Sprecher:in 2: da bin ich auf jeden Fall auch ganz bei dir, weil man, glaube ich, durch die Ohren besser sehen kann, als durch die Augen zu hören, Das ist, glaube ich, irgendwo so ein bisschen. Der Punkt also, das ist ja so die die Entscheidung zwischen Pest und Cholera, die man so wirklich gar nicht treffen kann. Aber ich glaube, das ist der springende Punkt, gerade wenn man auch in einer Runde zusammensitzt, die irgendwie versucht, auch musikalisch was mit mit Kunst und mit einem gewissen Lebensstil zu verbinden ist. Das glaube ich, außer du sagst, was anderes später ist, das glaube ich. Eine sehr einfache Antwort
Sprecher:in 4: Ich finde, ich finde es gar nicht so einfach, weil für mich zählt eigentlich beides zusammen. Also, es gehört für mich beides zusammen, und es fällt mir total schwer, eine Trennung zwischen Kunst und Musik zu machen, denn Musik ist für mich Kunst und eher der Oberbegriff, unter dem sich vieles sammeln kann, und deswegen betrachte ich jede Musikerin, jeden Musiker auch als Künstlerin. Aber um auf die eigentliche Frage zurückzukommen ich würde super gerne noch mal Musiker sein
Sprecher:in 2: ach so genau, ja wenn dann ist es mit sicherheit musik, aber wiedergeboren werden als musiker ist ja schon mal ich hab das leben ja also man man ist ja in diesem leben. Man kann sich natürlich immer wünschen, noch eventuell erfolgreicher damit zu sein oder noch mehr daraus zu machen, aber ich muss auch ganz ehrlich sagen bei mir ist es so ein bisschen einfach eine hobby geschichte, aber ich bin auch was das alles betrifft so verödet ich wollte es gar nicht zum Beruf haben, weil ich glaube, dass das dich dann auch einfach von der Leidenschaft eventuell ein bisschen entfernen kann. Ja,
Sprecher:in 1: also du differenziere ja gerade noch mal zwischen Musik machen oder musikalisch sein und als Musiker geboren oder als ja Musik in der Musikbranche tätig zu sein und irgendwie beruflich unterwegs damit zu sein,
Sprecher:in 4: ja, da kann ich glaube ich, direkt was zu sagen weil ich musste diese sehr schwere Entscheidung irgendwann treffen möchte ich weiter musiker sein und habe ein leben als Musiker geführt und bin jetzt aber auch als Wissenschaftler sehr sehr glücklich und mache immer noch sehr viel Musik und ich weiß nicht, ob es andersrum genauso gut möglich wäre
Sprecher:in 3: das vielleicht nicht, aber das ist so ein typisches Problem oder? Diese Formulierung empfinde ich als sehr mitteleuropäisch oder auch deutschsprachig. Wieso kann man denn nur eine Sache sein? Es ist immer dieses entscheidend. Du bist doch immer noch Musiker, du kannst mir doch nicht erzählen, dass du kein Musiker mehr bist du machst das nicht zu deinem Hauptberuf, aber das kriegst du doch nicht mehr raus aus dir,
Sprecher:in 4: das ist richtig. Also da stimme ich dir zu, ich würde mich immer noch als musikalischen Menschen und als Musiker bezeichnen, gleichzeitig ist der Es fällt mir schwer, das richtig zu formulieren, der Anspruch, den ich an mich als Musiker hatte und auch immer noch habe, schwer vereinbar mit der Zeit, die mir dafür zur Verfügung steht, um auch auf diesem Level dann zu musizieren und deswegen versuche ich da immer ein bisschen 11 sprachliche Trennlinie reinzubringen, aber ich bin ganz beide. Diese Formulierung kennt man sehr aus dem deutschsprachigen Raum.
Sprecher:in 2: Ich sag auch immer ganz gern wenn das jemand fragt, wie man so mit dem Thema auch altern und DJing umgeht, sage ich auch immer ganz gern du kriegst den dj aus dem club, aber nicht den club aus dem DJ, also du hast das, wenn du Musiker bist, hast du das halt eben natürlich irgendwo drin und du wirst es immer sein und ich kenne auch sehr viele leute, die das so ab und zu mal so ein bisschen so ein paar jahre machen, so ein bisschen für fame und die lassen sich gerne irgendwie applaudieren, bedingen sich dabei, finden es toll aber so ein DJ dj oder ein Musiker Musiker mein Gott, der sitzt mit 70 auch noch da und klamm klimpert da irgendwie rum, ja oder ein Künstler, der macht das halt eben so lange er stehen oder die Hände bewegen kann oder sonst was, das ist halt was in dir drin,
Sprecher:in 1: ja, also um Axel Schweppe mal zu zitieren, ein Künstler, den ich eingeladen hatte, der viel mit Klängen in der arbeitet und so Art Performance Aktionskünstler machen. Und der hat gesagt Jemand, der Musik macht, ist ein Musiker und analog ist dann jemand, der mit Klängen spielt, also so wie er ein Klang, ein Klang und trotzdem machen wir diese Differenzierung zwischen Kunst, Wissenschaft, musik, bar jetzt beim WERKstattPALAST, wo ja trotzdem irgendwie in der Vermittlung trotzdem differenziert wird zwischen Kunst und musik. Also was benennen wir da, wenn wir Kunst meinen und Musik meinen uns ist irgendwie klar, dass es irgendwie in einem Kosmos stattfindet. Also diese Gemeinsamkeit würde mich halt total interessieren, aber auch warum differenzieren wir das? Ist das nur dem deutschen der deutschen Sprache geschuldet? Das war ja so ein bisschen deine These
Sprecher:in 3: ich glaube, wir trennen schon immer sehr gerne Dinge und ich meine in der sprachlich, also in der Kunst gibt es viele Begrifflichkeiten aus der Musik, die Harmonie, die Komposition, und andererseits ist aber auch in der musikalischen Beschreibung oft das Problem, dass man, dass ganz viel Diskurs über Kunst schon lange da ist, Kunstwissenschaft etc. Wo man dann versucht, diese Sachen wieder auf Musik zu übertragen, also wir sagen ja, es gibt ganz wenig Begriffe, zum Beispiel aufs Gehör gemünzt also wir sagen zu Klängen, hoch tief das ist was visuelles wir sagen scharf spitz, das sind alles synästhetische begriffe, die von anderen spaten genommen werden, weil uns eigentlich Begriffe des hörens fehlen. Also ich glaube, dass ganz viel in der Art und weise wie wir darüber sprechen dann halt geprägt und dann strukturen mitbestimmt werden
Sprecher:in 1: also es wird schwierig der mensch als augen sozusagen, dass dem sehen eigentlich sozusagen die ja die dominante rolle der sinne zukommen in unserem
Sprecher:in 3: zeitalter also wir sind total visuelles zeitalter, also die stadtgestaltung geht es ganz oft um anordnungen um visuelles, aber diese klangflächen wirklich zu gestalten und diese ganze lärmverschmutzung das wird auf das feld hinten runter oder dem wird nicht so ein gewicht beigemessen und jeder hört wir können ja nicht mal die ohren zumachen. Also ich kann vor jeder hässlichkeit die augen verschließen, aber ich höre die ich kann die baustelle schön finden, ich kann das wirklich ein super sound finden und ich lieb das auch aber ich kann nicht meine ohren
Sprecher:in 1: verschließen. Ja ist spannend ob die baustelle auf der aufnahme mit drauf ist, garantiert also das was wir hören sehen wir nicht, es ist eine Baustelle, wir sehen es auch nicht. Und der Punkt den du gerade benannt hast, ist total spannend, weil Axel Schäpe genau dazu was auch gesagt hat, ist ein bisschen längeres Zitat, ich würde es trotzdem vorlesen, weil ich es eigentlich so ganz toll finde, wie er das formuliert. Auch er schreibt auf meine Fragen hin, wie sich Kunst und Musik unterscheidet und so weiter, schreibt er. Es ist interessant, dass es überhaupt diese Unterscheidung gibt Bildhauer arbeiten mit Materie, mit verschiedenen Materialien. Als Student habe ich bei einem Metallbildhauer assistiert, und es hat mich immer gewundert, dass ihn die phantastischen Klänge des Metalls für seine Arbeit überhaupt nicht interessieren Der spezifische Klang und das Aussehen, die Härte, Haptik und so weiter. Sind ja Teil von jedem Stück Materie. Es gehört zusammen, lässt sich gar nicht trennen. Insofern wundert es mich viel eher, dass es eine Trennung gibt, als dass es zusammen gedacht und bearbeitet wird. Und auch in der Musik gibt es ja immer eine visuelle Komponente der Raum, die Instrumente, die Musikerin, ihre Kleidung, ihre Bewegung. Mich wundert das schon, dass es hervorragende Musikerinnen gibt, die es nicht stört, in der Ecke der Bühne ihre Instrumente, Koffer und Rucksäcke neben einem Stapel Stühle abzustellen, die dort noch rumstehen und das finde ich einfach total so auf den Punkt gebracht, dass irgendwie es ja trotzdem noch getrennt wahrgenommen und auch kommuniziert und auch visuell wie Auditiv sichtbar ist, dass auch getrennt gedacht wird.
Sprecher:in 4: Wir sprechen jetzt ja ganz viel darüber, wie wir diese unterschiedlichen Kunstformen wahrnehmen. Und wenn wir jetzt aber mal die Perspektive wechseln wir haben hier ja dieses Programm geplant und versuchen da ja auch ganz unterschiedliche Personen damit anzusprechen, die ganz unterschiedliche Vorlieben haben, und vielleicht ist es zum Beispiel auch deshalb wichtig, dass man Begrifflichkeiten hat, unter denen diejenigen, die das Programm lesen und sich vorbereiten, auch sich was drunter vorstellen können, sich vorbereiten, sich angesprochen fühlen und dann sagen Hey, das interessiert mich, der musikalische Teil vielleicht nicht so, aber die Kunst, deswegen gehe ich hin, und durch diese Begrifflichkeiten entstehen ja auch direkt Bilder bei den Personen, die das Lesen und dann die nächste Perspektive ist. Wenn dann die Musik gemacht wird, da verschwimmt es dann wieder. Also es kommt, glaube ich immer drauf an, aus welcher Perspektive wir jetzt diese Begrifflichkeit
Sprecher:in 1: betrachten. Da sind wir im Bereich der Rezeption, so der Betrachter der Kunstliebhaber. Ich als Kunstliebhaberin gehe nicht gerne ins Museum, ich gestehe, es gehe aber wahnsinnig gern zu Konzerten, ähm also, das heißt, es ist dieser Bereich der Rezeption, da hast du, glaube ich, Konstanz auch was zu geschrieben, so wie wir ja über diesen Begriff der ästhetik, also wie wir, das eigentlich, diese, diese Raume, erfahren, wie das erfahrbar gemacht wird und auch dieser Moment der Resonanz also wenn wir von der Vermittlung sprechen, von Musik oder Kunst, dass es in mir als Betrachter oder als Zuhörer sozusagen irgendwie zum Klingen kommt, dass ich sage Ah, da möchte ich hingehen und dann wieder, wenn ich da bin, dass es irgendwie eine Wahrnehmung davon gibt, egal was es jetzt ist, das irgendwie ein ästhetisches, eine empfindendes Produkt sozusagen in mir erzeugt,
Sprecher:in 3: das ist halt ein Riesenthema. Also das ist halt weil ich meine in Kunst da wird immer über ästhetik geredet und das ist ein begriff der sich so stark wandelt mit der Zeit und wir haben halt in dieser spätmodernen Gesellschaft ja auch so eine alltags ästhetik und es gibt einfach soziologen schreiben über die Ästhetisierung der Gesellschaft, weil natürlich Musik immer verfügbar ist, weil jeder sich seinen Raum, in dem er sich befindet, ob das im Zug oder sonst wo es mit Kopfhörern musikalisch umgestalten hat. Musik hat da auch eine ganz große Rolle, Räume zu gestalten oder klang allgemein und das ist natürlich super spannend und natürlich sind die visuellen Sachen auch raum gestaltend, aber man ist ja selber wie ein Raum, den man irgendwie füllt mit dem was man rezipiert. Und natürlich gibt es überall die Möglichkeiten überhaupt erst zu rezipieren also und es sind ja ganze Gruppen, die damit Sachen erst groß werden lassen. Auch wenn keiner heavy metal hören würde, dann dann würden immer noch ein paar Jungs im Proberaum durchdrehen und richtig Spaß haben, aber also das finde ich super interessant wie man Räume gestaltet und da geht es ja echt also irgendwie denke ihr seid zwar dieses Innovation, aber bei euch geht es ja auch viel um Nachhaltigkeit, aber es geht auch immer um Gestaltung und strukturen sind ja nicht nur unsichtbar auch richtig, diese Gestaltung.
Sprecher:in 4: Ja, also ich glaube, es gibt unglaublich viele Städte, die, wenn man ihr Stadtbild wahrnimmt, sehr häufig auch durch ein musikalisches oder ein künstlerisches Gebäude oder ein Gebäude, das der Kunst oder der Musik gewidmet ist. Sich definieren, die sagen das gehört zu uns als Selbstidentifikation und dass diese gebaute Umwelt dann ja auch einen ganz wichtigen Bestandteil dafür liefert, wie wir uns in unserer Stadt fühlen Sind wir eine musikalische Stadt, sind wir eine künstlerische Stadt, allein dadurch, dass wir zum Beispiel eine bestimmte Infrastruktur dafür uns gemeinsam erschaffen haben, errichtet haben, uns gewünscht haben oder vielleicht auch einfach glücklicherweise gepflegt haben, und da spielt dann ganz viel ästhetik des Raums wieder mit rein, und gleichzeitig haben wir damit Räume erschaffen, in denen das wieder stattfinden kann. Das finde ich einen ganz spannenden Punkt. Wie gehen wir damit um, wenn wir unsere Umwelt gestalten, um Kultur möglich zu machen, um den eine Bühne zu geben und das es kann was sein, was eine Überdachung hat, das kann draußen stattfinden, das findet das kann es hier so eine fliegende Einrichtung sein wie hier im WERKstattPALAST Kultur findet dort statt, wo man es macht und dann auch teilt, das finde ich wichtig.
Sprecher:in 1: Ein ganz wichtiger Punkt, da vielleicht auch mal noch mal das Wort an Daniel gegeben. Wie erfährst du denn eigentlich das Musik machen, du hast dich ja auch dazu entschieden, eher mit Mineralien zu handeln, als die Plattenteller aufzulegen beziehungsweise du legst noch auf. Aber Da ist ja trotzdem so ein bisschen die Frage Wie kommt es zu der Entscheidung zu sagen Okay, das funktioniert irgendwie doch nicht die die Umwelt, die gebaute Umwelt ist irgendwie doch nicht, oder? Die Struktur der Gesellschaft ist nicht so gebaut, dass ich nur Musik mache. Oder ist das eine Struktur, wo du sagst damit könnte ich jetzt allein nicht leben?
Sprecher:in 2: Ich glaube, das ist einfach eine ganz persönliche Entscheidung, mit dem Risiko, umgehen zu wollen, ein Leben als Musiker zu führen, weil gerade speziell also nur mal um das Thema das vorherige Thema anzugehen. Ich finde ein ganz großes Identifikationsmerkmal, Was die Räumlichkeit auch betrifft, was Musik angeht, ist für einen DJ oder für einen braver sag ich jetzt einfach mal auch der Club, in den du gehst ja der, der auch irgendwo so eine gewisse Design Struktur hat. Ich habe jetzt gerade vor wenigen Wochen in einem neuen Club in Wiesbaden gespielt, im Arthaus 15 20 Es ist 1 500 Jahre altes Badhaus, eine wahnsinnig tolle Location, wirklich ein reines Designobjekt, wenn du es so willst, wo wirklich alte und neue Einflüsse zusammenkommen, wo aber so ein bisschen von allen DJs, die bisher da gespielt haben, und von allen Clubgänger das Soundsystem kritisiert wird. Oder also das ist wirklich was was so hand in hand geht und das kann noch so ein schöner laden sein. Wenn das Soundsystem dich als Clubgänger oder als DJ nicht abholt, hast du eine schlechte Reputation hinterher du kannst aber wiederum in ein total scheußlich scheußliches Gebäude kannst so eine abartig gute anlage stellen und alle leute wollen wieder da hin du kannst es letztendlich wirklich in eine lagerhalle du kannst hier in so einen seefracht coer kannst du eine anlage reinbauen, wenn die geil ist, dann stimmt alles plötzlich wieder. Also das ist so ein bisschen so eine ganz ambivalente kiste. Finde ich entschuldigung. Jetzt bin ich wieder ein bisschen abgewichen um auf deine frage einzugehen. Das habe ich, glaube ich zuvor schon gesagt, also ich wollte mir selbst einfach nie die Leidenschaft zur Musik dadurch zerstören, dass das für mich auf einmal eine Arbeit ist und ich kenne ein paar Leute die das hauptberuflich machen, die entweder so sound engineers sind oder auch ein sehr, sehr guter Freund von mir, wenn einer meiner besten Freunde sogar der so dieses reguläre Arbeitsleben, irgendwann aufgegeben hat, weil er gesagt hat, dass er Musik machen will und aber sich dann in diesem Prozess verloren hat. Also der hat einfach jede menge skizzen für supergeile sounds gemacht und hat die aber nie beendet irgendwie und hat sich dadurch so verrannt, dass er dann letztendlich keine lust mehr hatte musik zu produzieren und macht das heute auch nicht mehr. Also das ist wirklich 11 ganz persönliche frage und ich wollte für mich einfach immer so die arbeitswelt und das leben auf dem papier, das sollte für mich irgendwie immer sap sein, um mir eben auch so dieses hobby und diese möglichkeit musik zu machen auch geben zu können. Ich bin venue dj das ist kein wirklich günstiges hobby. Ja und ich wollte mir das aber nie nehmen lassen. Also ich habe einen sehr, sehr guten freund, der hat es immer ganz nett gesagt, wenn er die wahl hat. Damals war er wie Anfang 20 und ein aufstrebender, sehr sehr guter dj, wenn er die wahl hat zwischen einem vollen Kühlschrank und der aktuellen Platte, dann entscheidet er sich immer für die aktuelle Platte und eine Nudelsuppe. Na also, das ist wirklich einfach so so das Ding, es gibt mir einfach die Freiheit, das zu tun, was ich gerne tue
Sprecher:in 3: Ich habe eine Frage zu deinem auflege Prozess, also wenn du auflegst, und zwar live, dann macht die Musik so ein bisschen die Entscheidung Was folgt als nächstes, oder ist die Resonanz größer mit dem Publikum und die Stimmung, die zurück schwappt? Bringt dich dazu was auf? Natürlich kannst du vorher ein Konzept machen, aber live ist dann immer Du gehst ja wahrscheinlich situativ drauf
Sprecher:in 2: ein, also ich mir natürlich schon irgendwo, ich habe eine Skizze im Kopf, ich habe eine Idee, was ich spielen will, pack aber natürlich noch 80 andere Platten mit ein, eben um auf das Publikum dann eingehen zu können. Das klappt mal gut, das klappt mal schlecht, weil es gibt natürlich auch einfach unterschiedliche Ströme von Publikum. Ich bin Resident bei einer Veranstaltung, die eigentlich sehr, sehr harten Kram spielt, den ich aber wiederum gar nicht spiele. Da kann es sein, dass du dann an diesem Abend für viele Leute eine bist und du hast auf deinem Flor, hast du dann so ein ganz eigenes Publikum, also praktisch so ein Rave auf dem Rave, es kann aber auch sein, dass du halt einfach nur hertner hast und die kommen bei dir rein und da kannst dir, egal in welche Richtung du kannst die gar nicht lesen so schnell kannst du gar keine neue Platte spielen, aber du musst natürlich immer so ein bisschen Flexibilität muss sein, ich hab was im Kopf, aber letztendlich entscheidet das Publikum mit.
Sprecher:in 1: Ganz spannend finde ich jetzt, dass zwei Punkte einmal die Freiheit und einmal die Freundschaften in deinem In deiner Antwort eigentlich mehrfach aufgetaucht sind, und das hat mich vorhin, weil da wird, auch schon habe ich gedacht ja, wenn ein Club oder ein Raum, kein Konzert oder einen Ausstellungsraum wahnsinnig tolle Werke beinhaltet. Wie erfahren wir überhaupt davon? Und, ähm, ich habe es jetzt aktuell mit dem WERKstattPALAST so erlebt, dass Karlsruher, die ich angesprochen habe, ob sie hierher kommen wollen, sie erst nachdem ich ihnen das Programm in die Hand gedrückt habe, festgestellt haben, dass genau vor ihrer Haustür ein Plakat dafür wirbt, und sie haben es vorher gar nicht mitbekommen. Also, das heißt der erste Zugang überhaupt zu räumen, in denen wir Resonanzkörper sind, etwas erfahren, etwas erleben, was auch immer es ist jetzt Kunst oder Musik oder Talk oder Wissenschaft oder was auch immer sind eigentlich Freundschaften oder zumindest der persönliche, direkte Kontakt, also das Zwischenmenschliche im weitesten Sinne, vielleicht Social Media noch im weiteren nächsten Schritt, dass wir den schon fast als persönlichen kontakt Ich stelle Thesen auf, und der zweite Punkt war das Thema Freiheit. Da möchte ich aber später drauf zu sprechen kommen, weil ich glaube dieser dieser Punkt schon mal ich habe gerade deine Reaktionen gemerkt. Daniel bestimmt erst mal, was zugesagt werden will.
Sprecher:in 2: Ja, ich weil du sagtest jetzt so wirklich so nachrangig Social Media, ich bin der Meinung, dass uns dieser ganze Bereich Social Media und Medienkonsum, wie er heute ist, für viele Dinge überhaupt erst blind gemacht hat dadurch, dass wir so viel Time Lines und Bullshit und Blech irgendwie durchscrollen, merken wir manchmal noch nicht mal mehr, wenn ein interessantes Plakat direkt vor unserer Tür hängt und du bekommst es dann halt eben so durch Hörensagen, durch Freunde bekommst du es mit, wirst drauf aufmerksam gemacht, so wie es früher eigentlich auch mal war, ja und du wirst einfach bombardiert mit so vielen Reizen und überfluss, dass du wirklich auch einfach die Sachen, die dich interessieren, überhaupt nicht mehr mitbekommst, ehe dich mal jemand darauf aufmerksam gemacht hat und also Wir hatten auch schon Veranstaltungen, wo dann jemand zufällig da war und sagt Ey Leute, wie erfahre ich ihn dadurch? Und bla wir hatten ungefähr 200 Plakate hängen und so, ja wo denn überall gucke ich mal um ah shit ja, stimmt ja also man muss irgendwie so ein bisschen immer noch abgeholt werden, ja, weil einem das so ein bisschen in diese Scheuklappen in diese Scheuklappen sehen. Sowohl als auch hören drückt. Irgendwie also, man wirft mehr über Bord, man nimmt die Sachen gar nicht mehr wahr, man verarbeitet gar nicht mehr richtig
Sprecher:in 4: und gerade bei so etwas wie dem WERKstattPALAST, was ja inhaltlich auch ein bisschen komplexer ist als das, was ein Plakat auf einer Litfaßsäule irgendwie dann auch repräsentieren kann, habe ich festgestellt, dass eine persönliche Ansprache unglaublich viel Raum öffnet, um darüber ins Gespräch zu kommen, und dass das bloße Wahrnehmen eines Plakats oder eine Erwähnung das findet hier und hier statt, das hat oftmals nicht gereicht, es brauchte immer eine kleine Erklärung dazu Was, was, was ist das überhaupt? Und ich glaube, das können wir vielleicht auch so in der Organisation noch mal mitnehmen, dass man da ganz spezifische Kanäle braucht, um eben auch das Interesse abzuholen. Man muss es gar nicht generieren, denn es ist grundsätzlich da, man muss es nur gut ansprechen, also man
Sprecher:in 2: muss das interesse und die Information halt auch irgendwie miteinander verknüpfen. Also ich kann mich auch für viele sachen irgendwie interessieren ja und nehmen trotzdem irgendwie informationen auf, die ich aber gar nicht wahrgenommen habe also irgendwo muss immer so ein bisschen ein connector da sein und der bist du dann halt letztendlich als sei es künstler, Musiker oder was auch immer der halt einfach in erster linie mal so seinen freundeskreis irgendwie mitnimmt und die dann auch wieder irgendwie so weiter dann im grunde ist es dann halt eben auch so ein so ein schneeballsystem wenn du so
Sprecher:in 1: willst der ist niedrigschwellig also wenn freunde einem sagen hier komm mal mit oder mach mal tu mal dann erst komm mit beim nächsten genau da ist erst mal so diese Hemmschwelle auch weg, weil ich kenne ja jemanden und was ich oft festgestellt habe dass ich Kunst als jetzt mache ich die Trennung Kunst als wahnsinnig intellektuell und schwer zugänglich empfunden habe, während ich Musik als wirklich ein direktes ja, man hat sofort eine Connection Man geht sofort in ein Empfinden man ist, man macht das auch meistens zusammen, Musik findet eigentlich auch immer in Gemeinschaft statt, wobei es da jetzt auch würde ich sagen schon lange Entwicklungen gibt, dass Kunst zusammen passiert. Ich mache jetzt absichtlich diese Trennung, die Übergänge sind ja fließend, aber das so habe ich das immer empfunden und habe mir immer gewünscht, musikalisch zu sein und ähm, das ist vielleicht so ein bisschen die vielleicht vielleicht eine kleine Brücke zu diesem Moment der Freiheit, der ja auch jetzt schon ein paar Mal angesprochen wurde, dass du gesagt hast Daniel, du möchtest in der Musik Musik machen, frei bleiben, frei sein und da ist immer so die Frage wie erschafft man oder wie erhält man sich diese Freiheit, Musik machen zu können, Kunst machen zu können oder auch Kunst und Musik rezipieren zu können, unabhängig von den Strukturen? Dass ich überhaupt einen Zugang dazu habe,
Sprecher:in 2: ist generell ein ganz, ganz schwieriges Thema, weil du jetzt auch gerade gesagt hast, dass man so etwas wie Kunst und Musik auch hauptsächlich oder oft gemeinsam konsumiert. Ich fühle mich seltenst so frei und gut in der Musik aufgehoben, wie wenn ich alleine zu Hause vor meinen Plattentellern stehe, und selbst da wartet man dann auch immer so auf einen gewissen Punkt. Also ich sage mal so von 100 Stunden die du auflegst, da hast du vielleicht so ich will es jetzt nicht untertreiben, aber so zwei bis fünf, wo du so richtig im Tunnel drin bist und das ist die Geiz überhaupt, das kannst du natürlich im Club auch haben, wenn da lauter Leute sind, die freuen sich alle über das was du spielst, die machen alle irgendwie mit, aber so das, was ich als Musiker Herz empfinde, was mich am glücklichsten macht, das ist so eine Stunde total im Tunnel und zu Hause und es interessiert mich nicht, ob da irgendwie was kloppt oder welches Wetter ist, sondern einfach nur Flow.
Sprecher:in 3: Du bist jetzt zwar auf die Freiheit raus, aber du hast es mit dem, dass die Kunst elitärer wahrgenommen wird und das finde ich auch super interessant, weil natürlich Ab Erfindung des Radios und des Fotografen gab es natürlich diese ganzen Schallplatten, und auch die populäre Musik hat sich dem ungemein bedient und allein durch dieses Ganze hören Irgendwie gehen wir mal davon aus, dass hören was Passives ist, aber das, was super ist, und man hat ganz viel implizite Wissen über Musik auch als absoluter Laie, wo man gar nicht weiß, was man alles weiß und auch der Körper dieses Wissen wie bewege ich mich? Was tanze ich und so? Und das ist bei musik alles irgendwie genuin da und über ganz viele jahre gewachsen und bei der kunst nicht die ist halt schon eher so in diesem elfenbein türmchen und um da so diese eine hemmschwelle hinzugehen und das finde ich auch super interessant mit diesen räumen und auch dieses implizite wissen eben deswegen ist glaube ich, die schwelle
Sprecher:in 1: niedriger ist sehr super spannend was du sagst weil wenn wir davon ausgehen vielleicht dass kunst und musik eine sprache ist. Musik ist ja so. Die geht man in den theorien davon aus, das ursprünglichste was wir haben an sprache das das erste genau das ist vorsprach das ist sozusagen der erste zugang überhaupt sprache zu entwickeln, laute von sich zu geben, rhythmen von sich zu geben und das ist so das ursprünglichste überhaupt und wiederum in der Kunstlehre, also in der Schule, sprechen wir davon, die Sprache der Künste, das heißt es ist irgendwie wie so ein überstülpte Kostüm, das wir versuchen zu vermitteln, dass wir irgendwie Begriffe finden dafür, was wir sehen, also dass wir das irgendwie anfangen, total analytisch auseinanderzunehmen, Worte dafür zu finden, was wir sehen, was es ja auch in der Musik gibt, deswegen fand ich das gerade so spannend, dass du von von der Sprache oder dass du von Kunst und Musik so ein bisschen als Sprache
Sprecher:in 2: gesprochen aber bist du nicht auch der Meinung, dass es sowohl Kunst als auch Musik gibt, die du intuitiv erleben kannst oder auch zer denken kannst? Also ich kenne einen Haufen prätentiöser Musik, die du auch erklären musst, der Art, wo jeder erst mal sagen will So Gott, was ist das denn überhaupt? Da muss du erklären Okay, der Ton ist so hergestellt worden, das ist so gemacht worden. Gerade wenn wir über so modulare elektronische Musik spielen, wo halt eben viele Leute irgendwie so ein und fühlt so ein Blut und sonst was hören, dass das eigentlich irgendwie extrem aufwendig hergestellt ist, das ist teilweise halt auch erklärungsbedürftig, andererseits, was die Kunst betrifft also ich bin mir ziemlich sicher, dass es eine ganze Reihe von von Künstlern oder auch Bildern oder sonst was gibt. Da, wo du den X Y aus Kapf sonst woher hinsetzen kannst der sagen würde wow toll, ohne dass er jetzt irgendwie erklären kann, was er genau daran toll findet eigentlich, sondern dass es einfach intuitiv geschehen kann, wie beispielsweise so eine Bildkomposition irgendwie auf jemanden wirkt.
Sprecher:in 1: Also du sagst eigentlich, dass wir, wenn wir jetzt hier über Musik und Kunst sprechen, dass wir das so verallgemeinern, dass wir gar nicht all die Facetten, die Musik B wirkt und sein kann, auseinander dividieren, also dass wir eine Helene Fischer als Musik bezeichnen, gleichzeitig irgendwie Kinderlieder, gleichzeitig aber vielleicht auch Konzepte von Cage oder so wir schmeißen ja gerade musikalisch alles in einen Topf, also das, wozu wir tanzen dazu, wozu ich mich vielleicht gerne bewege, schmeißen wir in einen Topf mit irgendwelchen plakativ das, was gefällig ist, schmeißen wir in den gleichen Topf wie Konzeptkunst. Das,
Sprecher:in 3: was wir als Kunst betiteln, ist ja das, was in der Musik dann auf der Kunst Musik betitelt wird, während dann Popmusik halt absolut im Alltag angekommen ist. Also man kann die Trennung da machen, aber es ist, glaube ich, einfacher über Musik zu reden und das das Moderne mit einzubeziehen und in den Künstler haben sich ja auch die alltäglichen Sachen mit rein. Also die nehmen ja Künstler auch mit rein und hat sich ein ganz anderes durchgesetzt, aber man kann es auch nicht so mit in den Alltag nehmen, weil es eben nicht bis jetzt auf Performance und so nicht so Zeit basiert ist wie diese Musik, die man erstens auf wiederholt, also auf Medien sich wieder und wieder abspielen kann, auf den Kopfhörern mitnehmen kann deswegen ist, glaube ich, der Alltags, wer der selbst inszenierungswert, auch wie man sich selber sein Leben verät oder so bei Musik viel einfacher zur Hand haben.
Sprecher:in 4: Ich möchte noch mal in diesen Begriff der Freiheit reingehen, ich bin da voll mit dran, was du sagst, und ich höre da ganz viel Zugang zu Musik oder Zugang zur Kunst raus, und der Zugang zur Musik fühlt sich, glaube ich, fast egal welche Musik, das ist immer sehr frei, weil man, weil es intuitiv irgendwas mit einem macht, also man fühlt sich sehr schnell angesprochen, oder man kann sagen, Ich fühle mich wohl, es reißt mich mit, es stößt nicht ab, und ich glaube, dass es dazu weniger schulische Ausbildung oder Sprache braucht, wie es vielleicht der Fall ist. Bei der Kunst
Sprecher:in 2: ein persönliches emotionales Feedback, richtig, wesentlich schneller
Sprecher:in 4: genau, also viel tiefer, irgendwie auch verwurzelt. Und natürlich gibt es auch bei der Kunst den Moment, wo man sagt Ich mag das, oder es stößt nicht ab, es zieht mich an, es reißt nicht mit, ich finde das toll, so wie du das eben auch geschildert hattest, aber ich glaube, es ist nicht so einfach,
Sprecher:in 2: kann schneller dran vorbeigehen, auch einfach. Also, wenn du jetzt irgendwie so ein Bild siehst und dann so wow, toll, klasse, hält dich das natürlich nicht so lang, wie wenn du jetzt irgendwo deinen Lieblingstitel im Radio hörst, wo du dann sagst Okay, jetzt mach ich laut, jetzt bin ich da irgendwo im Kopf auch einfach ein bisschen dabei.
Sprecher:in 4: Ja, und die Funktion, die Musik auch haben kann, in einer künstlerischen Form, dass sie benutzt wird, um was mit Menschen zu machen, das bedient ja genau diese tiefgehende Ansprache in Personen, was die Musik auslösen kann wie kaum etwas anderes,
Sprecher:in 3: und das sind zwei Sachen also erstens das, was die Musik als Sprache, aber auch das, was du Du hast diesen Raum Vergleich vorhin gemacht. Der Raum kann noch so schick sein, wenn das Soundsystem es nicht bringt, dann bringt es nicht, wenn in der schäbigsten Hütte und da merkt man halt, wie Musike überformung kann und denen wir eine neue Form geben kann, und der Klang ist stärker und auch in uns ja so verwurzelt, dass ja auch alle tiefen Emotionen sind, ja fast immer mit einem mit einem klangen laut unserer Stimme, mit einem Seufzen, mit irgendwas finden, die Ausdruck und das ist ja auch in der Popmusik mit der Mikrofon können ja diese ganzen unartikulierten, was nicht Wörter sind, aber emotions Sounds haben da ihren Platz und das spricht glaube ich halt ganz arg an da
Sprecher:in 1: du hast gerade davon gesprochen, dass die Kunst oder die Musik eine Funktion hat was für Aufgaben hat denn die Kunst oder die Musik?
Sprecher:in 4: In meiner inneren Vorbereitung auf dieses Gespräch heute habe ich mir überlegt
Sprecher:in 1: eine Hausaufgaben gemacht. Ja,
Sprecher:in 4: also wo kommen Kunst und Musik zusammen, wo habe ich das selbst erlebt? Und da ist für mich ein Medium Oper ganz entscheidend, was ich häufig dann auch als Gesamtkunstwerk immer so empfunden habe, weil die besten Erlebnisse hatte ich, wenn das in einer sehr wohldurchdachten Balance war zwischen Musik, zwischen Gesang, zwischen Schauspiel, zwischen Bühnenbild, zwischen Dramaturgie. und das ja wirklich eine sehr frühe Kunstform war, in der es erstmals möglich war, alle Künste so zu vereinen, und was man heute vielleicht am ehesten mit einem tollen Kinoerlebnis in die Neuzeit transportieren könnte Opa gibt es natürlich immer noch, aber es ist meistens eine Rückschau, und da hat Musik eigentlich im besten Fall diese Funktion, dass sie Handlung vorweg nehmen kann es kann Handlung bestimmend sein, es kann emotions erklärend sein zu dem, was man an Text hört und was man an Schauspiel sieht und man erst durch die Musik tatsächlich versteht, was vielleicht zwischen den Zeilen gesungen und aufgeführt wird, und diese Funktion von Musik fasziniert mich, die finde ich immer wieder erstaunlich, weil sie eben so was ganz tiefgehendes, ein so ein ganz tiefgehendes Element hat, was uns anspricht und wofür es selten dann auch Worte gibt, und genau dafür braucht es dann Musik.
Sprecher:in 1: Schön, dass du auf diese ganz ursprüngliche Kunstform zurückst, also der Oper, die ja wirklich das Allererste überhaupt ist, Gesang, Musik, Schauspiel zusammenzubringen, und auch über das Schauspiel haben wir noch gar nicht gesprochen, die sich ja auch in der Performance, in der Kunst sozusagen. Wenn wir es jetzt wieder in Schubladen stecken auch Wiederfindet und Axel Schweppe ist eigentlich auch ein Künstler, zum Beispiel der Ich würde sagen auch in Performativer Art interagiert, der so soundmaschinen hat und auch in Erscheinung tritt bei seinen Werken, und der hat zum Beispiel zu der Aufgabe Ich habe ihm die Frage natürlich auch gestellt geschrieben hat, Ich zitiere Ihnen Wichtig finde ich zunächst, dass Kunst und Musik unabhängig und frei sind. Sie haben primär keine gesellschaftliche Aufgabe. Sollten sie nicht vor einer also sie sollte nicht vor einen Karren gespannt werden davon haben sich nach jahrhundertelangen Abhängigkeiten von Kirche und König sie haben sich von Kirche und König befreit, zugleich wirken sie immer hinein in ihre Umgebung, auch wenn sie sich nicht explizit anstreben. Mir scheint, dass sich derzeit Künstlerinnen vielen Aufgaben und Fragen annehmen, die gesellschaftlich anstehen und uns alle beschäftigen wie Naturschutz, Klimawandel, soziale Gerechtigkeit, Toleranz, gering und so weiter. Das ist sicher wichtig, doch nicht primär Aufgabe von Kunst. Und trotzdem macht er es also trotzdem nimmt er sich ja irgendwie Aufgaben vor oder Fragestellungen
Sprecher:in 2: also politisch sein war schon immer Aufgabe der Musik, auf jeden Fall, weil du hast natürlich auch irgendwo so einen gewissen Identifikations mit deinem Künstler und ich könnte es jetzt nicht vertreten, wenn jetzt irgendein ich sag jetzt einfach mal dj oder Produzent der irgendwie eine sensationelle Platte macht, irgendwelche müsen Kommentare von sich gibt oder über sich selbst im Rechten sprechen spektrum zuordnet und so, dann ist der musiker leider gottes für mich gestorben das ist halt das ist kontrovers auch gerade so was, was schauspieler betrifft und, so ja zum beispiel Kevin Spacey er der den ich sensationell finde, aber der halt eben auch so irgendwo durch so negative sexistische Sachen irgendwann mal aufgefallen ist, das stellt das alles irgendwie in Schatten, und man sollte es an für sich trennen. Und es gibt so das Lager und das Lager, das eine Lager, das natürlich sagt okay, Musik, Kunst das sollte als was Eigenes irgendwie wahrgenommen werden es ist nicht Aufgabe des Künstlers, irgendwo für eine gewisse Stimmung zu sorgen, Ja, sei es jetzt irgendwie politisch oder von der Grundeinstellung per se, aber da man sich damit identifiziert, geht es meiner Meinung nach schon Hand in Hand.
Sprecher:in 4: Ich sehe, es zieht mich ganz stark dahin, dass du sagst es ist was, wo sich solche la dann auch bilden. Wie geht man mit solchen Persönlichkeiten um. Ich bin da sehr nah bei dir und würde aber trotzdem der Versuchung widerstehen und darauf nicht weiter einzugehen, weil ich glaube, das ist noch mal ein ganz anderes Thema, wo wir, glaube ich, mehr Raum bräuchten,
Sprecher:in 1: voll absolut. Trotzdem ist ja irgendwie diese Frage gesellschaftliche Aufgabe. Ja, nein inwiefern wir versuchen das zu trennen, zu sagen okay, da ist ein Künstler, der vielleicht irgendwie mal was blödes gesagt hat, trotzdem wollen wir ihn als künstler wertschätzen, oder ich selbst als künstler habe ja auch irgendwie stelle mir selber fragen und aufgaben. Also irgendwie ist das trotzdem ja immer
Sprecher:in 2: ein ganz krasses beispiel ist Michael Jackson ja, jeder hat so sein. Also es gibt diese diese dokumentation über michael jackson was er so alles gemacht hat und dass er ja einfach auch irgendwo so ein para war. Das ist was was man eigentlich nicht von der hand weisen kann. Aber ich persönlich kann nicht den künstler michael jackson, den könnte ich nicht abschütteln. Das geht wiederum nicht, den kann ich als solches wirklich auch wahrnehmen und wertschätzen und da versuche ich wiederum das alles irgendwie wegzubannen. Also es ist wirklich sehr, sehr, sehr, sehr ambivalentes Thema. Ich will mich jetzt auch nicht in die Nässe setzen, aber das ist, das ist wirklich tatsächlich sehr schwierig und man kann es versuchen, das voneinander zu trennen. Beim einen Verzeihen ist das falsche Wort beim, man kann es letztendlich nur versuchen, für sich persönlich zu verarbeiten.
Sprecher:in 4: Dann hatte ich möglicherweise das ursprüngliche Statement vielleicht auch missverstanden ich hatte mehr Rausgehört, welche Aufgaben Kunst zukommen, also auch aus dem Statement und ähm, da sehe ich es auch so, dass Kunst sich viel vielschichtiger, diesen unglaublich riesigen Herausforderungen unserer Zeit widmet, das viel mehr aufnimmt und auch in den anstrengender in ernsthafter und als in einen anstrengenden Diskurs mit der Gesellschaft geht, als es Musik tut und das gilt insbesondere für meine musikalische Heimat klassische Musik. Es kann sicher sein, dass es Künstlerinnen gibt, die sagen Diese Herausforderungen unserer Zeit sind mir wichtig, und ich engagiere mich dafür und versuche, das auch musikalisch zu verarbeiten. Aber dieser ein großer Ernst, der in der Arbeit drin stecken kann, den sehe ich eher auf der Seite der Kunst, und das finde ich wunderbar, möchte ich unbedingt unterstützen und würde mir das von der Musik noch eher wünschen, dass dem noch mehr nachgegangen wird oder dass der hebel der musikalischen Reichweite noch mehr benutzt, wird das halt
Sprecher:in 3: sehr schwierig zu sagen. Es ist so wichtig, dass die Kunst frei ist, aber sie hat übrigens gesellschaftlich die und die Aufgabe
Sprecher:in 4: ne das habe ich nicht gesagt, aber das
Sprecher:in 3: ist glaube ich, einer der knackpunkte weil man wünscht sich das, weil die Kunst natürlich Möglichkeiten hat und aber jedem Künstler natürlich dieses Möglichkeit feld überlassen ist und dann gibt es ja auch die Kunstform, die wo man sagt, die schaffensprozess sind irgendwie nicht nur durchstrukturiert und ganz kognitiv und alles durch. Also bei so werken fände ich es auch schwierig, wenn da quasi dahinter ein arschloch steht aber es gibt halt auch so werke, die ihre schöpfer ja lange überdauern und das ist ein super zweischneidiges
Sprecher:in 2: also musik und künstler kann natürlich frei sein, aber das heißt natürlich nicht, dass ihn das von seiner meinung befreit oder von dem was er nach außen trägt irgendwo also es ist natürlich dann schön, wenn es künstler gibt, die sich so von diesem sozialen kontext völlig fernhalten die du auch so in der öffentlichkeit überhaupt nicht mitbekommst die sich gar nicht inszenieren, wo du überhaupt nicht weißt was denkt er eigentlich für was steht da eigentlich ein? Und du nur die Kunst auch als solches konsumieren kannst, das ist in der elektronischen Musikwelt relativ einfach, weil du oft den künstler nimmst du als DJ oder als Liveact oder sonst was wahr. Und ansonsten kann es dir eigentlich Latte sein was er irgendwie denkt. Das hat sich erst so durch Social Media wirklich entwickelt, dass du weißt so, ah okay, der macht jetzt hier sonst wo irgendwie ein larry und eigentlich stehe ich da überhaupt nicht dafür ein, das hat sich wirklich erst so in diese in diese Schiene entwickelt. Also am besten ist es natürlich Du hast einen Musiker, der einen gewissen Output für seine Zielgruppe macht, den du gut finden kannst, und ansonsten hält er einfach Ruhe, vielleicht das Beste manchmal.
Sprecher:in 3: Es gibt ja durchaus die Positionen von Leuten, die sagen Musik muss politisch sein oder absolut und also das kann ich nicht unterschreiben, aber ich sehe, dass sie es teilweise natürlich ist und man das auch in ihr nicht absprechen kann oder so, aber irgendwie in die Autonomie des Künstlers, also in der Kunst selber einzugreifen ist so ein bisschen ein lustiges Unterfangen, was eigentlich zum Scheitern verurteilt ist.
Sprecher:in 1: Vielleicht binden wir es noch mal an die Person. Also Konstanze, du machst ja selber Kunst was treibt dich an, warum machst du das und musik auch genau? Also was treibt dich an diese kunst jetzt allgemein kunst und musik sozusagen voranzutreiben? Was sind fragestellungen die dich beschäftigen? Was hast du dir vielleicht selber als aufgabe aufgestellt? Gibt es eine aufgabe die du dir stellst überhaupt
Sprecher:in 3: ne es gibt glaube ich, so eine gefühlte so eine dringlichkeit also da muss was raus und das geht halt nur in diesem möglichkeit rahmen der also eben ich mache bilder ich mache musik, ich schreibe gedichte, texte und es geht eigentlich immer um das zwischen den zeilen. Also das was eben nicht wenn ich das einfach nur in worten klar beschreiben könnte dann bräuchte ich diese ganzen anderen medien nicht, aber eben das was nicht in worten zu beschreiben ist und deswegen in den bildern geht es dann oft um schemenhafte sachen oder manchmal zeigt man ja was viel mehr indem man es weglässt und also der mensch irgendwie hat das gehirn ja die fähigkeit Dinge aufzufüllen. Ich könnte jetzt auch sagen ich bin und alle hier könnten schon konstanz füllen so und und damit kann damit spielt Kunst, würde ich sagen, also dieses das Erlebnis von Leuten anregen, und natürlich kann ich nicht bestimmen, dass jemand dann X assoziiert oder y, aber ich lasse den Raum für Assoziationen, und den habe ich natürlich selber für mich besetzt ich weiß, was da nicht vorhanden ist mein Bild oder ich weiß, was zwischen den zwei Zeilen rum schwebt im Gedicht, und das wollte ich da verstecken, und aber es ist halt auch viel, was dann einfach als Fluss rauskommt, und es sind ja auch diese die Ideen, die kommen und irgendwie die Idee hat ja auch so eine eigene Autonomie, es gibt die Ideen, die können nur im Prozess kommen während der Arbeit, und es gibt die Ideen, die können halt nur unterm Baum liegend in den Himmel starren, kommen, und es ist auch viel Geduld so und aber eben ganz viel Intuitives oder wissen, was dann halt schon irgendwie im Körper eingebrannt ist, ohne Arbeits Routine, also dieses Arbeiten, womöglich sogar in so einen Fluss, so ein Flow kommen
Sprecher:in 1: den Tunnel, den Daniel vorher meinte
Sprecher:in 3: Natürlich gibt es Begriffe, die einen irgendwie aufhalten, wo man irgendwie ein Stichwort hat, sich an dem dann Struktur war es jetzt halt hier, und dann ist es auch manchmal schön, einen Input von außen zu bekommen wir einen Begriff, um mit dem zu spielen, sich an dem abzuarbeiten, Aber wenn mir jetzt keiner einen Begriff gibt, dann gibt mir die Welt genug zum Nachdenken und verarbeiten müssen, und das kommt dann halt. Ich kann es mir dann auch nicht aussuchen, ob das als Bild oder Song rauskommt, aber es muss raus,
Sprecher:in 1: das erinnert mich total, also wir sind ja jetzt hier im WERKstattPALAST, das meintest du gerade mit Hier war das Thema Struktur und der WERKstattPALAST hat sich ja eigentlich dieses Thema Struktur gesetzt. Und Peter Piek zum Beispiel hat dazu gesagt Na ja, als ich das Thema gehört habe, habe ich gedacht Das ist alles und nichts, und das Thema nichts ist ja eigentlich in der japanischen oder allgemeinen der asiatischen Kultur, und wenn wir sagen, in der asiatischen Kultur meinen wir Kunst, Architektur, Gefäße, und das ist eigentlich immer dieses Verständnis, was du gerade meintest, glaube ich Konstantin von dem Raum, der nicht beschrieben wird, sondern der umschrieben wird, also die Zeilen, die sozusagen das umfassen, was nicht gesagt werden kann das Gefäß, das gefüllt werden kann, ist sozusagen Es geht nicht um das Gefäß, sondern es geht um den Raum, den das Gefäß erschafft. In der Architektur geht es um den Raum, der umbaut wird, der umschrieben wird, und genauso geht es auch in der japanischen weiß ich nicht Holzstich geht es darum um die Natur, die nicht beschrieben wird, sondern der Vogel und das Schilf umfassen sozusagen, dass nichts um das es geht. Also es ist sozusagen eigentlich wie das, was du gerade gesagt hast, ist um diesen Raum, um diesen nichts genau um dieses zwischen den Zeilen, keine Frage, sondern es eigentlich, dass der WERKstattPALAST wieder dieser interessanterweise ist ja der WERKstattPALAST ein Palast aus beschreib mal Daniel, was du siehst, du bist heute das erste Mal hier,
Sprecher:in 2: ich sehe ein Baugerüst und sehr viel Wellblech, und ja, ich möcht nicht abfällig klingen, aber sehr viel gerühmt sehe ich auch, aber im charmantesten Sinne also wirklich so ein Bauhof Flair, also wie so ein bisschen Spielwiese für große Bastler.
Sprecher:in 1: Das Gerümpel, das Gerümpel, das du beschreibst ist einmal Verena Schmidt als Künstlerin mit Arbeiten, die zum Beispiel solche Art Felsbrocken aus Papier gebaut hat, also eine komplette Umdeutung von Struktur und daneben aber dann wiederum Baumaterial, was sie am Hafen zu finden war. Das heißt, irgendwie ist hier eine Struktur geschaffen worden, in die wieder etwas hinein gefüllt wird, und, ähm, der WERKstattPALAST ist eigentlich wie so ein wie eine Architektur wie ein Gefäß, das mit Inhalten gefüllt wird, wir sind jetzt sozusagen irgendwie wie der Eidotter, das der Inhalt. Wir haben auch ein paar Besucher, die bestimmt irgendwie zuhören und sich selber Fragen stellen und die es auch gerne mit Inhalten füllen also das, was jetzt nicht gesagt wird, das, was jeder Einzelne, der jetzt zuhört, vielleicht noch weiter denkt und noch weiter spinnt und noch weitere Fragen hat eigentlich dieses permanente Einladen, eine Struktur zu erstellen, um Fragen zu stellen, um Gefühlen sozusagen irgendwie Raum zu geben
Sprecher:in 2: ich finde, Interpretations ist der große Punkt der visuellen Kunst irgendwo, dass du dir selber deinen Teil da auch irgendwo dazu denkst oder dass halt eben weiter denkst also ich glaube oft, dass das, was ein Künstler schafft und sich dabei denkt oder sich in dem zu dem Zeitpunkt gedacht hat, nicht zwangsläufig das ist, was auch an Emotionen wirklich beim Zuschauer auslöst, oder was der sich dann daraus zurecht spinnt irgendwo das ist das Schöne an der an der visuellen Kunst meiner Meinung nach
Sprecher:in 1: genau. Und David wollte gerade was sagen. Ich hoffe, dass es vielleicht so ein bisschen in diese Richtung geht. Ich weiß es nicht genau, aber wie schaffen wir Strukturen oder wie kann man auch so einen WERKstattPALAST überhaupt herstellen oder überhaupt allgemein Strukturen herstellen, die sozusagen überhaupt zulassen, dass Inhalte hinein gefüllt werden?
Sprecher:in 4: Für den WERKstattPALAST selbst war das ganz wichtig, dass wir aus ganz unterschiedlichen Disziplinen kommen, dass wir ganz unterschiedliche Heimat haben, also, aus der wir Perspektiven mitgebracht haben, um diesen wunderbaren Ort zu erschaffen, denn es war wichtig, dass wir hier ganz viel Handwerk einmal rein brachten, um überhaupt dieses Gefäß zu errichten, also, da haben wir ja auch weit über zwei Wochen hier Hand angelegt, bei 40 Grad das von dir eben beschriebene Wellblech dran gemacht, und irgendwann mussten wir Handschuhe anziehen, nicht weil wir uns irgendwo geschnitten hätten, sondern weil das Gerüst so heiß war, dass wir uns verbrannt haben, und dann ging es darum, dieses Gefäß zu befüllen. Du hast hier eben schon zwei Narrative unserer Material erklärt, das eine eben Materialien hier aus dem Hafen das andere die Materialien von Verena Schmidt, die so durch den Fleischwolf gedreht sind, dass sie faszinieren, Auf jeden Fall Leute immer wieder ins Stocken bringen, zum Anhalten bringen. Ich muss da auch unbedingt mit Verena darüber sprechen darf ich das anfassen? Und dann hat sie gesagt Ja unbedingt, das ist ganz wichtig für sie. Da kommt noch mal ein haptisch Sinn zum visuellen, zu ihrer Kunst dazu was unglaublich spannend ist, wenn man sich dann hier durch ihre Kunstwerke durch fühlt in mehrfacher hinsicht, dann haben wir noch von der HfG vom biol leb hier! Acht verschiedene Materialien dargestellt und von unserer Seite aus dem Kit novation haben aus der Bauche noch acht Materialien dazu gebracht und die sind sich oft irgendwie sehr ähnlich. Sie können miteinander in Aktion stehen, sie widersprechen sich. Es ist unglaublich spannend, was durch diese vier narrative schon an dynamik in diese eine wand reinkommt und dann ist das ganze umgeben von Kunst, die visueller Art ist die cineastischer Art ist die aber auch musikalischer Art ist also es ist so ein Schmelztiegel, wo das alles so zusammenkommt und zusammen gekocht wird, und da kommen ganz wunderbare Ergebnisse eines meiner tollsten Erlebnisse. Hier hat sich hier gegenüber in einen Video abgespielt, als ich mit dem Künstler über Säulen in Stuttgart gesprochen hatte, und irgendwann kam dann noch so eine Richard Wagner Statue rein, und dann hat er angefangen zu erzählen, dass ihn diese Person so fasziniert seit einiger Zeit, und er hat in mir ein Riesen Echo angeklungen, weil das auch eine Person ist, an der ich mich inhaltlich sehr reibe, dessen Musik ich unglaublich schätze und faszinierend finde, und Martin, der Künstler, der hier diese wunderbaren Filme mitgebracht hat, der ist eigentlich angestellt im Staatstheater in Stuttgart und filmt dort Hauptprobe und macht dann solche TSA draus für die nächsten Opernaufführungen, hat mit klassischer Musik gar nichts am Hut und musste irgendwann mal diesen Teer für eine Ring Aufführung von Wagner machen, Und da hat er gesagt das erste, was ihn an musikalischer, an klassischer Musik so fasziniert hat, war diese viereinhalb Stunden Oper, durch die er sich durchgequält hat, irgendwo mit ganz viel Arbeit, und dann wurde da aber so reingezogen in auch diese ganz unterschiedlichen Ebenen, also inhaltlicher Art textlicher Art wie das schauspielerisch wie das dramaturgisch dargestellt wurde, welche Musik da dahinter steht, und er wollte gar nicht mehr fertig darüber sprechen, was diese Musik mit ihm gemacht hat, das fand ich wundervoll also hier in diesem Video Coin dieses Erlebnis zu haben war Gold
Sprecher:in 3: wert, das ist quasi eine Resonanz. Erfahrung ja unbedingt, ich finde es super, weil du hast vorhin den Begriff das dazwischen oder das zwischen und das ist halt das Ding in dem Raum, im Leeren kann ein dazwischen sein und wir sind so dialektisch geprägt und wir gucken immer nur auf diese Pole, aber alles was an Magie oder an irgendwas oder Resonanz kann ja auch nur im Dazwischen im Leeren, also im Raum passieren und das ist ja auch was ihr mit dieser Interdisziplinarität es geht nicht darum, Wissenschaft und Kunst zu vergleichen oder irgendwas, sondern was kann in einem ehrlichen Dialog dazwischen und da ist nicht immer einer nur aktiv und der andere nur passiv, beide sind immer beides und da haben wir ja nicht mal also es gibt einen Soziologen Hartmut Rosa der hat Medio jetzt dafür geprägt, dieses wenn ich an was Teilhabe gleichzeitig gebe und empfange, weil wir immer nur dieses aktiv passiv haben und es ist aber ein Problem, das wir in unserer Sprache schon haben und das finde ich super mit diesen ganzen also deswegen finde ich auch diesen Raum so geil, weil ja wirklich eine Möglichkeit für ganz viel dazwischen
Sprecher:in 4: und wenn wir zum Beispiel so eine transformative Arbeit schaffen wollen, dann ist es ganz wichtig, dass wir diesen Raum dazwischen auch bespielen, dass wir es schaffen, Leute für diesen Raum dazwischen zu begeistern, weil erst dadurch kann dann diese Diversität, diese Vielschichtigkeit aufgegriffen werden, mit der dann ein Morgen gestaltet werden kann. Also wenn wir jetzt diesen in die Zukunft mal kurz hier rauswerfen und wir hatten es vorhin von dieser ästhetik von städtebau, von welcher Rolle kunst darin spielt und wenn ich da gerade noch mal ganz weit zurück in meine Heimat hier also aus dem nachhaltigen Bauen sprechen kann, dann wollen wir ja auch was in die Zukunft tragen, nämlich einen Raum der Daseinsvorsorge darstellt und da habe ich einen ganz tollen Satz schon dazu gehört, nämlich wenn es darum geht, diesen Raum zu bewahren, zu schützen, weiterzutragen weiter zu gestalten miteinander, dann müssen wir es schaffen, dass dieser Raum geliebt wird, dass der wahrgenommen wird, gesehen wird und geliebt wird und dann kommen wir in diese ästhetik und diesen Raum dazwischen rein, weil dann geht es nicht mehr ohne das Miteinander.
Sprecher:in 1: Ich finde es sehr toll, da wird, dass du das also einmal unsere Zukunft ansprichst und aber auch diese Liebe für die Dinge, die wir sehen, hören, wahrnehmen, empfinden können. Und ganz ursprünglich wollte ich, dass dieser Talk auch ganz wenig mit Mikro und ganz niedrigschwellig sozusagen, dass jeder sich eigentlich an diesem Talk beteiligen kann und eigentlich so eine Riesen Liebe dafür dafür entsteht, dass jeder sozusagen begeistert fragen mitt und eigentlich nicht nur passiv zuhört, sondern eigentlich so mit in dieses Gespräch reinspringt und sagt Ich habe da auch mal was ich hätte hiervon gar nicht erfahren wenn oder keine Ahnung also dass man so ganz konkret mit Teilhabe hat, und deswegen finde ich das ganz schön, dass du das angesprochen hast, auch wie man das in Zukunft sozusagen nicht nur solche Talks und solche Räume erschafft, welche Strukturen wir eigentlich brauchen, um das zu optimieren. Also du hast mir im Gespräch, als wir uns unterhalten haben, bei der Einladung auch erzählt, dass du dir so die Frage gestellt hast wie kommen Leute eigentlich wieder in die Oper? Oder wollen wir, dass Leute wieder in die Oper gehen, beziehungsweise. Auch Wie kommen Leute in den Kulturpalast oder überhaupt in Ausstellungen, wie kriegen wir sie in Kinos? Ich habe auch schon gehört, dass Kinos wahnsinnig leer sind durch die Corona Situation oder Peters These Wir werden bald keine oder kaum mehr Livekonzerte haben, das hat gar keine Zukunft mehr. Seine These ist, dass es sich komplett verändert, weil Ausstellungen oder auch Konzerte immer leerer werden, also auch riesige Bands kaum Publikum mehr haben beziehungsweise. Da auch irgendwie eine Umwertung stattfindet und diese Frage ja ist, wenn wir jetzt nicht von der Funktion oder Aufgabe sprechen, von Kunst und Musik, sondern von dem, was es für einen Wert für die Gesellschaft hat. Also wenn wir jetzt nicht sagen Okay, es hat die und die Aufgabe, und das muss jetzt irgendwie etwas verändern, hat es trotzdem einen Wert Es bringt etwas in der Gesellschaft oder bringt das nichts in der Gesellschaft? Frage? Und auch diese Frage habe ich an Axel Schweppe zum Beispiel weitergegeben, der finde ich auch irgendwie, was ganz Spannendes dazu gesagt hat. Vielleicht so als Gedanken Anregung lese ich das sie da einfach vor, weil ich das gar nicht so gut ausdrücken kann, wie er sich artikuliert. Er schreibt die gesellschaftliche Krise, in der wir uns befinden, ist ja eine Sinn und Wertekrise in einer in einem Wirtschaftssystem, in das rechnerisch primäre Qualitäten wie Mitmenschlichkeit und Kreativität nicht als Größe eingepflegt werden, also Mitmenschlichkeit und Kreativität, wird nicht als Größe eingepflegt. Hier liegt einiges an Denk und Entwicklungsarbeit vor uns, Stichwort Gemeinwohlökonomie. Es ist notwendig, dass wir unser Leben handeln und Wirtschaften lösen vom Produzieren von materiellen Gütern, die Ressourcen und Rohstoffe verschlingen. Wir wollen Wachstum, und das ist gut so. Wir brauchen Wachstum auf anderen Ebenen. Nennen wir es mal Old Fashion geistiges Wachstum Wenn ich eine Erkenntnis, eine Idee Teile weitergebe, ist sie ja immer noch noch da Wenn ich mein Auto verkaufe, hat es eben ein anderer und nicht mehr ich, Das ist der Unterschied, und in dem Sinne müssen wir uns entwickeln. Und ich glaube, dass viele mit unserem Verständnis von Energie, dass das viel mit dem Verständnis von Energie zusammenhängt, beziehungsweise mit einem tiefen Nichtverstehen der Zusammenhänge von Energie und Materie zu diesem Thema also, das lasse ich weg genau, und das ist ganz spannend, weil ich glaube, dass auf deinen Punkt eingeht Ja,
Sprecher:in 4: also ich hab mir hier gerade vier Stichworte noch mal mitgeschrieben. also die Gemeinwohlökonomie, die du da ansprichst. Die ist zentraler Bestandteil. Wenn wir unser Miteinander, unser unsere Wohlfahrt, unseren Wohlstand in eine in eine wünschenswerte Zukunft transportieren wollen, dann ist es ganz wichtig, dass wir dafür auch Strukturen schaffen, mit denen das möglich ist. Aber um das zu schaffen, ist auch ganz viel Bildungsarbeit notwendiges Verständnis für eine gewisse Abkehr von einem ungezügelten Wachstum zum Beispiel auch notwendig, was eine ganz schwierige Debatte auch teilweise ist, was dann manchmal auch eine Generationenfrage ist, weil es ganz viel damit zu tun hat, in welcher Generation man auch sozialisiert wurde, und da müssen wir ich möchte dazu einladen Ich möchte nicht müssen sagen, sondern ich möchte dazu einladen, dass wir dann miteinander ganz ernst ins Gespräch gehen, dass wir uns da ehrlich machen, was, was brauchen wir? Initialzündung irgendwo hin zu bekommen, weil es so ein schwieriges Thema ist, und dann muss man gemeinsam anfangen und dafür Worte finden. Deshalb finde ich das auch fantastisch, was hier stattfinden kann. Und falls uns dann gerade jemand noch zuhört oder auf dieser Podcast zuhört am 910 wird hier auch zu dem Systemwandel aus Sicht des Bauwesens ein Workshop stattfinden, der sicherlich sehr viele Fragen noch einmal dazu behandeln wird und worauf ich sehr gespannt
Sprecher:in 1: bin Ich find das, du hast gerade ein wichtiges Punkt. Wir müssen damit ins Gespräch kommen, wir sind im Gespräch und ich glaube, ich nehme das so ein bisschen als Einladung, weil du gesagt hast ist auch irgendwie unsere unser Bildungsauftrag. Hallo, hier sitze ich als Lehrerin stelle ich euch eigentlich mal die Frage Was kann ich jetzt eigentlich mitnehmen? Zum Beispiel in meinen Unterricht? Also was würdet ihr jetzt zum Beispiel sagen Das muss an Struktur oder das muss alle an Bildung sozusagen weitergegeben werden, Also was würdet ihr mir mitgeben jetzt zum Beispiel in meinen Unterricht?
Sprecher:in 2: Es wurden jetzt unwahrscheinlich viele Sachen gesagt, deswegen weiß ich gar nicht, wo sie jetzt als erstes aufgreifen soll. Ich finde, ein generelles oder ein strukturelles Problem ist, dass wir uns so eine Konsumgesellschaft geschaffen haben. Also, wir sitzen hier alle irgendwo mit so einem gewissen Schaffens im Hintergrund, wir sind alle irgendwo so ein bisschen Leute, die was machen, die was anbieten und sich dann die Frage stellen Warum kommen denn eigentlich nicht genug Leute? Wir haben über das Thema Werbung auch gesprochen und über Scheuklappen und wie man das alles irgendwie so ein bisschen wahrnimmt. Aber es ist wirklich ein strukturelles Problem. Du bekommst heute alles auf abruf, egal was du machst. Und jeder hat sich dabei selbst schon erwähnt man will jetzt irgendwie keine ahnung mal die füße hochlegen will sich irgendwas im TV anmachen. Früher hat man dann die glotze eingeschaltet und hat sich berieseln lassen von dem was es gab heute hat man das überangebot alles gleichzeitig zu bekommen und kann sich dann eine halbe stunde lang nicht entscheiden und guckt dann irgendwas was man schon fünf mal gesehen hat. Das ist halt natürlich auch irgendwo so ein bisschen das problem ob es jetzt musik oder kunst ist oder was auch immer. Wir haben dem Konsumenten das Gefühl gegeben, die Freiheit zu haben selbst zu entscheiden zu bekommen, was immer zu egal welchem Zeitpunkt irgendwie will und was du vielleicht einfach auch gerade jungen Leuten mitgeben kannst ist als Konsument, der ja eigentlich einen passiven Part hat, aktiv zu werden und sich ja auch selbst irgendwo Gedanken darüber zu machen. So hey, was finde ich eigentlich cool, was habe ich eigentlich vor und sich dann auch entsprechend irgendwo Leute mit ins Boot zu holen, sich selber auch mal das kulturelle Angebot anzuschauen, weil es ist ja eben wie du es sagst die Kinos sind leer. Einen club voll zu bekommen ist genauso kompliziert wie eine Ausstellung und das Angebot ist da bis es verschwindet und sich die Leute dann fragen wo ist denn das Angebot jetzt plötzlich? Ja, jetzt würde ich ja einfach mal gern und jetzt ist plötzlich nichts da. Oh jetzt ist aber auch gar nicht das knöpfchen da auf das ich drücken kann, damit plötzlich was da ist und ich glaube es muss wirklich erst zu so einem zu so einem break even point kommen, dass die leute merken, dass sie nicht das bekommen können was sie gerade wollen, weil es einfach die schaffenden dafür nicht mehr gibt. So traurig wie das ist ja und da muss man vielleicht halt eben schon direkt gerade bei den jungen leuten aufgreifen und das ist ja dann dein job ich
Sprecher:in 3: muss eine buchempfehlung aussprechen. Soziologen hartmut rosa unverfügbarkeit weil genau dieses was du alles gerade beschrieben kannst dass wir alles uns verfügbar machen wollen die gesamte welt wir können immer überall hin jetten alles aber das hilft uns nicht in einer positiven Welt Anverwandlung und wir haben nicht deswegen mehr tiefe Resonanz, Erfahrungen mit was die uns tatsächlich als Menschen und Charaktere prägen die Sachen sind immer unverfügbar. Natürlich kann ich jede Zeit raus auf die Straße gehen, da wird irgendein Mensch sein, mit dem kann ich auch reden, aber dass ich ein gutes Gespräch habe, ist mal dahingestellt und es wird durch verfügbar machen, unendliches überhaupt nicht gewährleistet. Also nur weil ich 17 Milliarden Titel auf Spotify abrufen kann, heißt das nicht, dass ich dieses tiefgreifende Erlebnis habe wie als ich auf dem Konzert da und da die über
Sprecher:in 2: Freiheit schränkt mich wiederum ein irgendwo
Sprecher:in 4: da muss ich gleich auch noch mal einhaken. Ich weil ich hatte ja gesagt im Vorhinein hatte ich mit einigen Musikern noch mal so einen Fragenkatalog ausgetauscht und habe sie auch zu ihrem Konzert Erleben zum Start der aktuellen Konzertsaison gefragt und die hatten jetzt alle letzte Woche Saisonstart, und die Häuser waren voll. Die haben gesagt, Sie sind so beseelt, sie waren so ausgetrocknet vor dem Konzert und sind nun so beseelt, weil die Häuser voll waren, weil die Begegnung mit den Menschen wieder stattgefunden hat, weil dieses Erleben des musikalischen Miteinanders von der Erschaffung eines besonderen Augenblicks geteilt wurde. Und da war eine Energie im Haus, an die sie sich alle nicht mehr erinnern konnten, und ganz unabhängig davon, welche Nachricht ich davon jetzt aufgemacht habe, das haben alle geschrieben auf diese Frage und das fand ich wirklich erstaunlich, weil ich auch nicht damit gerechnet habe, dass die Häuser so voll sind. Aber ich glaube, es gibt auch einen großen das Bedürfnis danach.
Sprecher:in 3: Das sind halt auch Ressourcen, die nicht erschöpflich sind, also wie Bildung oder Wissen, das sind alles Ressourcen, die müssen aktiviert werden, die müssen ausgebeutet werden und die werden nicht weniger dadurch. Wir haben
Sprecher:in 2: das auch am Anfang. Ich sage mal so im Frühjahr hast du das auch in der Clubszene und auf Festivals hast du das extrem gesehen. Gerade so so Richtung März, April, Mai war alles wahnsinnig voll schnell ausverkauft. Ja und jetzt geht es schon wieder so in diese jetzt haben wir schon irgendwie so wieder im August september ist irgendwie durch, da war die Resonanz schon wieder so ein bisschen so ein bisschen weniger einfach. Ja, also dieser dieser Hunger, den haben die leute auf jeden fall gebe ich dir ganz klar recht nur das ist dann halt einfach, wenn das Wenn es dann wieder zu einem Überangebot kommt, dann geht es wieder in die andere Richtung, weil dann hat man halt irgendwie wieder das Thema Verfügbarkeit, dann einfach so. Ja, ich könnte ja, wenn ich eigentlich wollte, aber ich muss nicht, deswegen entscheide ich mich ganz spontan erst
Sprecher:in 5: ich habe mich jetzt mal subversiv in diesen Gesprächskreis reingeschlichen, und in der kurzen Runde sind mir drei Gedanken gekommen, die ich gern loswerden möchte, vielleicht die erste Frage leer zu dieser Konsum und auch in der in der Schule, das spüre ich eben jedes Semester, wenn der Ingenieur Nachwuchs wieder kommt. Dass das eigentlich eben selbst an der Hochschule an den Universitäten immer stärker zum konsumieren wird, das heißt also dieser Grundgedanke Ich lerne, wie ich lernen kann, das, was mich jetzt immer noch fasziniert, obwohl mein Studium sicherlich jetzt etwa 30 Jahre her ist, dass ich mich morgen hinsetzen kann, ein fremdes Thema angehen kann, weil ich gelernt habe, wie ich mir das Zeug selber beibringe Ich werde kein Experte werden, aber ich werde zumindest die Grundzüge verstehen, das ist heute völlig weg. Nicht die Universitäten und Hochschulen sind in der Beziehung eben zu Wissensfabrik geworden. Auf der einen Seite kommen hinten dann die Paper raus aus der Forschung und auf der anderen Seite denn die mit Master und Bachelor Diplom versehenen Ingenieurinnen und Ingenieure oder welche Fachrichtung auch immer und ich glaube, das fängt aber schon in der Schule an, weil mir fällt es im ersten Semester auf. Das heißt also, letztendlich müssen wir noch weiter zurückgehen, um deutlich zu machen, dass Lernen letztendlich bedeutet, dass man sich beibringt, wie man selbst lernt. Der zweite Gedanke zu diesem zu dieser überdosis Wir stehen ja unter einer kompletten Überdosis, was Informationen angeht ob jetzt Streaming sobald es einen neuen Streaming Kanal gibt, muss ich den gleich buchen, da komme ich gar nicht dran vorbei, aber ich klick tatsächlich nur die ganze Zeit ruhend auf dem auf der Couch, dann durch und nehme bestimmte Impulse auf, und dann ist schon wieder die ganze Geschichte weg. Da geht eine Thematik verloren, die jetzt vielleicht tatsächlich subversiv ist, und zwar das Thema, das Stichwort Qualität. Das heißt, wir sind gar nicht mehr in der Lage, irgendwie Qualitäten zu erkennen durch diesen Overflow, und das führt eben dazu, dass es auch schwierig wird, aus dem Angebot irgendetwas auszuwählen, weil du gar nicht mehr in der Lage bist irgendwie zu analysieren. Was ist jetzt etwas, was mir was bringt? Egal in welcher Form? Kann sein, dass mir die Ohren abfallen, weil die Boxen so laut sind oder dass du in stille vor einem Bild verharrst das spielt gar keine rolle, aber eben zu erkennen was ist jetzt für mich qualitativ wertvoll und das dritte auch vielleicht das noch einmal aufzunehmen damit was du gerade gesagt hast dieser Punkt die Leute freuen sich jetzt wieder hinauszugehen. Ich denke und das merke ich mir selber auch, dass man in den zweieinhalb Jahren des daheim Seins letztendlich auch in eine Position hineingekommen ist, wo man so eine Art ich mach's jetzt mal ganz bewusst in Anführungsstrichen eine depressive Verstimmung hat, wo man gar nicht mehr merkt, was einem fehlt, und man merkt es erst, wenn man es dann wieder hat. Das ist für mich zum Beispiel ein persönliches Erlebnis. Im Moment. Mit dem WERKstattPALAST durch das Hiersein, durch das Reden, über Dinge, die jetzt vielleicht gar nicht mein Ding sind, merkt man aber wieder, wie man aus dieser Tiefe herauskommt, in der man über diese zweieinhalb Jahre eigentlich versunken ist. Sehr fokussiert auf die Arbeit. Da gab es keine Höhen und Tiefen mehr, und jetzt spürt man eben, dass man durch diese Diskussion aus dieser Höhle rauskommt. Da musste aber dazu gezwungen werden Ich bin zum Beispiel durch Norina und Tina dazu gezwungen worden, nicht, was ich damit sagen will, ist eben einfach, das ist gar nicht so einfach, da die Leute auch wieder aus dieser Höhle herauszubekommen, und da, glaube ich, ist es, wo wir ansetzen müssen, den Weg zu bauen, dass sie aus der Höhle herauskommen und wieder dieses Wünschen menschlicher erfahren, um dann auch wieder in der Lage zu sein, irgendwo zu sehen, was Qualität ist, was sie wollen oder was sie nicht wollen. Also für mich hängt das alles ehrlich gesagt, ein bisschen miteinander zusammen,
Sprecher:in 1: ganz lieben Dank für diese wunderbaren Worte und diese drei Punkte, die du hier reingebracht hast, die, glaube ich, ganz wesentlich sind und auch noch mal so ein bisschen betonen, worüber wir gesprochen haben, über diese wirklich diesen Wert des gemeinschaftlichen und auch Schüler Studenten zu motivieren. Ja, selbst hier ploppen die Korken von den Sektflaschen. Wie wunderbar! Also eigentlich Platon, Das Gastmahl haben wir hier vor uns, und das holt uns auch aus der Höhle heraus, nämlich ans Licht befördert uns das, und das soll eigentlich ja auch in der Schule, in der eigentlich sollte Schule gar nicht anders sein als ein Konzert, so denke ich immer, also ich sag auch immer, wenn ich sechs Stunden am Tag Unterricht habe, dann ist das wie sechs Stunden Konzert spielen im besten Falle, und das ist eigentlich das Sie nicht mit Wissen und Informationen zu füttern und Ihnen da irgendwie Themen Texte vorzulegen, sondern eigentlich sie einzuladen, sich zu begeistern, Interesse also sich interessieren, etwas nachgehen und irgendwie das nicht nur auf Quantität, was wir halt ganz viel in den Social Media erleben, nämlich wenn ich oft gesehen oft geklickt wurde, dann habe ich einen Wert, sondern dann, wenn es sozusagen etwas bewirkt, das ist, glaube ich, das, was oft verloren geht und das, was du gerade auch angesprochen hast mit Qualität. Vielleicht sagst du ganz kurz noch mal deinen Namen und dann haben wir noch einen weiteren Beitrag, nämlich von Norina, aber das ist wunderbar lieben dank Andreas, dass du dich eingeschaltet hast und jetzt noch Norina ja,
Sprecher:in 6: also, ich habe euch ja ganz aufmerksam zugehört, die letzten wahrscheinlich schon anderthalb Stunden oder so, und bin so dankbar über genau diese Art der Plattform und des Austauschs. Ich hatte nur es gibt sehr viele Themen, die ich spannend fand. Das Thema der Freiheit, der inneren Notwendigkeit, der Aufgabenstellung. Wer stellt die sich? Ich glaube, es wird dann zur Kunst, wenn man sie sich selbst gestellt hat und nicht etwas hinterher eifert und glaube aber, dass dieser Punkt mit der Masse und Qualität eigentlich was ist, das müssten wir uns selber beibringen und auch unseren Kids und in den Schulen, weil Wir hatten letzten Freitag ein ganz fantastisches Konzert hier draußen im Rheinhafen, von einer Künstlerin, die im Moment auch wieder in Ghana wohnt, und wir hatten Glück, weil sie gerade auf Europareise war, und hat sie hier gespielt und es waren trotz mittelmäßigem Wetter, sage ich mal, so 50, 60 Leute da, und trotzdem habe ich mich danach dabei ertappt, mich zu entschuldigen, dass sorry, das hätte noch viel mehr hören müssen, und ja, also hätte noch voller sein können und ich hoffe, du hast dich wohl gefühlt und ihre Antwort war total fantastisch, weil sie meinte Nee, jetzt gerade habe ich Kunst gemacht, weil es waren 50 Leute, und die haben richtig zugehört, die haben zugehört und wenn ich jetzt ein Konzert spiele, und dann sind mal 500 Leute da, die sitzen vor ihren Handys, nehmen das auf, hören mir gar nicht zu, sondern wollen mit dem Clip rausgehen, dass sie bei einem tollen Konzert waren. Um es dann zu teilen, hat sie danach im Backstage ein ganz leeres Gefühl, weil sie das Gefühl hat, Da ist jetzt gar nicht übersprungen, was sie sich selbst als Aufgabe gestellt hat, und auch nicht angekommen, was sie zu erzählen hat, und das fand ich wie noch mal einen spannenden Appell auch an mich selbst, in einer Veranstaltungs oder so wieso messen wir denn dauernd daran, wie viele da waren und nicht wie gut zugehört wurde? Also in dem Moment, wo keiner sein Handy rausholt oder alle nicht aufs Klo gehen oder ihre Limo gar nicht erst trinken, weil es so gut ist, ob das dann drei sind, 60 waren, also dann ist der Mehrwert geschaffen und ich glaube das noch mal so Wenn man das schaffen könnte, nicht verleitet zu sein, Masse eines Publikums als Qualitätssiegel wahrzunehmen, dann wären wir schon ganz schön weiter, weil dann würde auch ein Druck wieder, also würde ein entspannen, glaube ich, auch als Kunstschaffende Person ob jetzt musikalisch oder ästhetisch oder performativ, dass man sich darauf verlassen könnte, dass, wenn man eine Konzentration in den Raum gebracht hat, in diesen leeren Raum und die halten kann, dann ist es eigentlich das wertvollste Geschenk, so, ja,
Sprecher:in 1: und das ist das aller wertvollste Geschenk, was du gerade gesagt hast, weil es ich würde schon fast sagen, es ist schon fast wie ein wunderbares Schlusswort, weil es darauf anspielt, dass es um Qualität geht, um Resonanz, und dass es eigentlich egal ist, ob das jetzt drei oder drei, 100 oder fünf, 1000 oder die ganze Welt gesehen hat, sondern dass es die Qualität hat, sich weiterzutragen. Und erinnert mich so ein bisschen an die Ich glaube in der Kunstgeschichte als die wichtigste Arbeit gewertete Arbeit von Jan, des Conne, wo 12 Pferde in einer Garage stehen und nur von 30 Menschen gesehen wurden. Diese Ausstellung es gibt ein Foto, und es haben 30 Menschen diese Ausstellung gesehen, und das ist die wichtigste Arbeit in der Kunstgeschichte und das ist eigentlich so eine ja noch eine Betonung, dass es um diese Qualität geht, die Resonanz erfährt und nicht von so vielen Menschen gesehen wurde oder gar nicht mal gesehen wurde.
Sprecher:in 4: Das ist schon wirklich ein ganz schöner Abschluss und es reizt mich aber ungemein, da auch noch mal mitzumachen. Wir können hier vielleicht auch einen unendlichen Podcast draus machen zur Frage, was ich daraus nämlich höre, was man in Schulen mitbringen kann. Vielleicht ist ein Sinn für Qualität ein Sinn für Vergänglichkeit, ein Sinn für Einzigartigkeit und für Erlebnisse, und das ist in diesen Konzerten mit drin. Also ein die Wahrnehmung dieses einen Moments, der es besonders macht, er verbindet, der es auch etwas zu etwas Erzählens würdigen macht, und nicht dadurch, dass ich einfach nur aufnehme und teile und aber nicht teilgenommen habe, was für mich ein riesiger Unterschied ist. Und für mich Aus der Sicht des nachhaltigen Bauens ist auch dieser Sinn für Qualität und Wertigkeit ganz eng damit verknüpft, dass es nicht eine unendliche Verfügbarkeit von allem gibt. Das ist einfach so, das gibt es nicht, und wenn wir das erkennen, dann verändert sich plötzlich der Wert, dann ist es nicht mehr Material, und die mahnt vielleicht, sondern es ist eine Limite Edition, die es dann halt nicht unendlich gibt, und dann müssen wir sie auch so behandeln, und vielleicht können wir dieser Entwertung von Kunst durch ständige Verfügbarkeit entgegentreten, indem wir an der Wahrnehmung der Verfügbarkeit und an der einen oder an der Wahrnehmung des Augenblicks vielleicht etwas verändern und damit auch ein Gespür für Qualität mitgeben können. Ich
Sprecher:in 3: gehe jetzt davon aus, dass wir gerade in der Schlussrunde sind. Also wenn du es schaffst, den den Mut zum Selberdenken zu vermitteln und die Angst vor dem Scheitern zu nehmen und das Scheitern, dass es was ganz Gutes und nämlich Lernen beinhaltet, dann hast du echt Großes geleistet,
Sprecher:in 2: Mut zur Aufmerksamkeit
Sprecher:in 1: Ich nehme das alles mit, und ich hoffe, dass ich ganz vieles davon eigentlich auch schon mache, und ich danke euch allen auch, die sich jetzt noch quer reingeschaltet haben alle, die mitgedacht haben, alle, die passiv, aber eigentlich total aktiv mitgewirkt haben, nämlich indem sie das mit sich selbst geteilt haben, vielleicht auch das eine oder andere mitnehmen und mit dem nächsten oder der nächsten Teil, nämlich irgendetwas, was sie gehört haben, Ein Künstler, der hier erwähnt wurde, eine Künstlerin, die hier dabei war oder was auch immer ein Zitat herausnehmen und das ja zu einer neuen Resonanz bringen, hoffe ich, dass alle genauso viel mitnehmen wie ich. Jetzt also Ich habe einen riesigen Rucksack, den ich jetzt hier mit raus an Gedanken, an neuen Fragen, an Aufgaben auch für die Schule Ich habe unterbewusst schon ein Theaterstück geschrieben, nämlich das ich mit meinen Schülern, glaube ich machen möchte. Ich glaube, ich werde es nennen von einer, die auszog Punkt, Punkt, Punkt! Und es wird darum gehen, dass sie Aufmerksamkeit, Zorn und all solche Dinge plötzlich erlernt, rausträgt und Mut hat, die irgendwie in die Welt zu tragen, und ich danke euch sehr, dass ihr mich dazu inspiriert habt und aber auch, dass ihr all euer Wissen Können geteilt habt und ich würde Peter noch mal bemühen, für uns Musik zu machen zum Abschluss und wünsche euch noch einen schönen Tag,
Sprecher:in 3: das
Mitschnitt: ato
Samstag · 17. September 2022 · Dialog
Am selben Tag.
Kunst und faire Strukturen
Zum selben Thema.
- Sa 20. August · 15:00 UhrWozu die Kunst?Gespräch über den Wert von Kunst in der Gesellschaft und darüber, was wir durch Kunst über Strukturen lernen können.Talk
- Sa 27. August · 15:00 UhrWozu die Kunst? Freie Initiative, große Wirkung?Akteur:innen der freien Szene aus Karlsruhe, Darmstadt und Stuttgart sprechen darüber, wie künstlerische Initiative Stadtraum neu definieren kann.Talk
- Do 29. September · 18:30 UhrCurator as Radical CaretakerEnglischsprachiger Vortrag von Didem Yazıcı über die Ethik des Kuratierens und die Strukturprobleme des Berufs.Vortrag
- Sa 1. Oktober · 18:30 UhrWie fair teilen?Unter welchen Bedingungen wird Kunst heute produziert, gezeigt und verwertet, und wer verdient daran?Talk